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RWERWE-Chef weist Pleitegefahr zurück

RWE -Chef Peter Terium sieht den Energiekonzern trotz hoher Schulden und Milliardenbelastungen aus dem Atomausstieg finanziell solide aufgestellt. 17.07.2016 - 10:55 Uhr

RWE wurde von der Energiewende hart getroffen.

Foto: dpa

"Wir haben etliche Milliarden Euro in der Kasse, unter anderem erzielt aus dem Verkauf der Gasförderfirma DEA. Unser Geschäft ist bis zum Ende des Jahrzehntes durchfinanziert - da brennt nichts an", sagte der Manager der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Entscheidend für die Bonität sei vor allem die Liquidität. Damit habe RWE keine Probleme. "Über unsere bestehenden Anleihen bekommen wir zudem Geld zu sehr verträglichen Zinssätzen."

Der nach E.ON zweitgrößte deutsche Versorger ist von der Energiewende und dem Atomausstieg hart getroffen worden. Die Gewinne des lange Zeit vor allem auf Kohle- und Atomkraft setzenden Konzerns sind eingebrochen. RWE drücken Nettoschulden von 28 Milliarden Euro. Der Konzern muss für den Atomausstieg Milliardensummen schultern. Zudem sitzen dem Unternehmen die Ratingagenturen im Nacken, die den Energieriesen bereits kurz über Ramschniveau eingestuft haben.

Terium setzt auf die neue Ökostromtochter Innogy, die Milliardensummen in die klammen Kassen spülen soll. Der Börsengang von Innogy sei weiterhin im vierten Quartal geplant, sagte er der Zeitung. "Ist dem Markt nicht danach, ist es auch nicht schlimm, dann legen wir die Pläne in die Schublade und holen sie wieder raus, wenn sich die Großwetterlage gebessert hat. Man weiß nie, was in Russland, Amerika oder China gerade passiert." RWE will zehn Prozent der Tochter an die Börse bringen. Diese wird wegen ihres lukrativen Geschäfts mit Ökostrom, Strom- und Gasnetzen und sowie dem Vertrieb höher bewertet als der Mutterkonzern mit seinen schwächelnden Kohle- und Gaskraftwerken. Experten zufolge kann RWE für das erste Paket an Innogy-Aktien auf Einnahmen von rund zwei Milliarden Euro hoffen. Der Konzern will später weitere Anteile an der Tochter versilbern, jedoch die Mehrheit behalten.

dpa
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