1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Energie
  4. Windindustrie schwächelt: Nordex bestätigt Jahresprognose – Verlust im ersten Halbjahr

WindindustrieNordex bestätigt Jahresprognose – Verlust im ersten Halbjahr

Nach Siemens Gamesa legt nun der Turbinenhersteller Nordex Zahlen vor. Auch die Hamburger finden nicht aus der Verlustzone heraus. 14.08.2022 - 19:18 Uhr

Der Windkonzern schreibt schon seit Jahren rote Zahlen.

Foto: dpa

Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat seine Jahresprognose trotz Rückgängen bei Umsatz und Ergebnis bestätigt. Von Januar bis Juni sei der Umsatz infolge niedrigerer Installationen um gut ein Fünftel auf 2,1 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Sonntag in Hamburg mit.

Das um die Neuausrichtungskosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rutschte deutlich ins Minus. Hier verzeichnete Nordex einen Verlust von 143,7 Millionen Euro, nach plus 68,4 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Neben den geringeren Installationen außerhalb Europas und Lateinamerikas machte das Unternehmen die indirekten Auswirkungen der Pandemie und des Ukrainekrieges durch die Verwerfungen an den Energie-, Rohstoff- und Logistikmärkten für die Entwicklung verantwortlich.

Nordex

Alarmstufe Rot für Deutschlands Windindustrie

Windkraftanlagenbauer Nordex hat das letzte deutsche Werk für Rotorblätter in Rostock geschlossen. Für die Windkraftbranche ist das ein böses Omen: Droht ihr dasselbe Schicksal wie einst der Solarbranche?

von Theresa Rauffmann und Isabelle Wermke

Nordex hatte die Vorlage seiner Quartalsergebnisse wegen eines Cyber-Sicherheitsvorfalls verschoben und war wegen der verspäteten Bekanntgabe aus dem Nebenwerte-Index SDax geflogen. Einziger Großaktionär ist der spanische Mischkonzern Acciona, der fast ein Fünftel an Nordex hält.

Steigende Kosten belasten Windindustrie

Die Hamburger waren bereits mit hohen Verlusten in das neue Jahr gestartet. Auch andere Windanlagenbauer wie Vestas und Siemens Gamesa sehen sich wegen der steigenden Kosten sowie Störungen der Lieferketten einem scharfen Gegenwind ausgesetzt. Nordex hatte zuletzt mit Unterstützung seines Großaktionärs zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt und dabei insgesamt brutto 351 Millionen Euro eingesammelt.

Firmenchef Jose Blanco äußerte sich in der Mitteilung zuversichtlich. Man werde mittelfristig von den guten Wachstumsaussichten der Windkraftindustrie profitieren. „Wir sehen weiterhin eine starke Auftragslage und verfügen über ein wettbewerbsfähiges Produktportfolio“, betonte der Manager.

Lesen Sie auch: Ein paar Kilometer hinter der deutschen Grenze entstehen die größten Windkraftfabriken der Welt

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick