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AuslandsgeschäftIfo-Institut warnt: „Durststrecke der Exportwirtschaft setzt sich weiter fort“

Am Rande der Rezession: Die deutsche Industrie rechnet überwiegend mit Einbußen im Auslandsgeschäft. Am härtesten trifft es dabei zwei Kernindustrien. 28.10.2024 - 09:05 Uhr

Deutschlands Exportwirtschaft hat sich den fünften Monat in Folge eingetrübt.

Foto: imago images

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich im Oktober den fünften Monat in Folge eingetrübt. Das Barometer für die Exporterwartungen in der Industrie sank auf minus 6,7 Punkte, von minus 6,5 Punkten im September, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit Januar. „Die Unternehmen profitieren gegenwärtig nicht von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in anderen Ländern“, sagte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. „Die Durststrecke der Exportwirtschaft setzt sich somit weiter fort.“

Die Industrie rechnet den Angaben zufolge überwiegend mit einem rückläufigen Auslandsgeschäft. Die stärksten Einbußen befürchten dabei die Automobilbranche und die Metallindustrie. „Die Hersteller von Nahrungsmitteln und Getränken erwarten hingegen steigende Exporte“, so das Ifo-Institut.

Auch die Papierhersteller planen demnach mit einer leicht positiven Tendenz. Merklich aufgehellt haben sich die Erwartungen der Hersteller von elektrischen Ausrüstungen: Nachdem sie zuletzt von Rückgängen ausgingen, gehen sie nun von einem konstanten Exportgeschäft aus.

Die deutschen Ausfuhren sind von Januar bis August 2024 um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken – auf gut 1061 Milliarden Euro. „Die Auslandsnachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen erholt sich trotz moderat wachsender deutscher Absatzmärkte derzeit nur leicht“, schreibt die Bundesbank in ihren Monatsbericht. „Dies deutet auf anhaltende Probleme mit der Wettbewerbsfähigkeit hin.“

Das maue Auslandsgeschäft ist ein Grund dafür, weshalb sich Europas größte Volkswirtschaft derzeit am Rande einer Rezession bewegt. Die Bundesregierung geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,2 Prozent schrumpfen wird. Es wäre das zweite Minus-Jahr in Folge.

2025 soll es dann zu einem Wachstum von 1,1 Prozent reichen, 2026 wird ein Plus von 1,6 Prozent erwartet.

Lesen Sie auch: „Die Sorge um die weitere Deindustrialisierung Deutschlands ist berechtigt“

rtr
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