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Baumärkte so beliebt wie lange nicht

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Gutes Gefühl mit nach Hause nehmen

Nun hilft Aufmerksamkeit und die Tatsache, dass sich jemand über eine Marke unterhält, noch nicht konkret dabei, auch mehr Produkte zu verkaufen. Aber doch scheint die unterhaltende, anregende, ja teils pathetische Werbung in manchen Kunden etwas auszulösen. So wird heute den werbeaktivsten Baumärkten Obi, Hornbach, Bauhaus und toom ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigt als noch im Februar. Bei manchen Marken stieg der Wert seitdem um fünf Punkte, was eine bemerkenswerte Steigerung ist.

Vielleicht spricht die emotional-unterhaltende Werbung die Verbraucher ja tatsächlich so an, dass sie beim Einkauf im Baumarkt nicht nur Schrauben, Blumenerde und Pflanzen erwerben, sondern gleich das gute Gefühl mit nach Hause nehmen, das die Werbung mit dem Handwerksprojekt zu verbinden versucht. Dann hätten sie für ihr Geld mehr bekommen als das eigentliche Produkt.

Doch wenn alle Baumärkte eine ähnliche Marketing-Strategie fahren, stellt sich die Frage, ob sie überhaupt ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln beziehungsweise stärken können. Das Werbefachmedium „W&V“ zieht sogar den Schluss, dass die auffällige Hornbach-Werbung der ganzen Baumarkt-Branche hilft. Denn Schrauben sähen in jedem Baumarkt gleich aus und „das gute Gefühl gibt es gratis dazu“ – da würden Kunden einfach zu dem fahren, der am nächsten ist.

Doch es gibt Unterschiede und die sind bereits seit längerer Zeit konstant zu beobachten. So wird Obi, Bauhaus und Hornbach stets eine deutliche höhere Qualität bescheinigt als Hagebaumarkt, Hellweg, Toom und Globus-Baumarkt. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Attraktivität als Arbeitgeber unterscheiden sich deutlich.

Die günstigsten Baumärkte Deutschlands
Wer selbst zu Hause renoviert, spart sich die Gage für den Handwerker - doch auch der Einkauf im Baumarkt kann schnell richtig ins Geld gehen. Das Preisvergleichsportal Vergleich.org hat fünf Berliner Filialen der großen Baumarktketten Obi, Hellweg, Hornbach, Bauhaus und toom besucht und anhand eines umfassenden Testwarenkorbes ermittelt, welcher Deutschlands günstigster Baumarkt ist. Das überraschende Ergebnis: Die Preise unterscheiden sich in den getesteten Baumärkten zum Teil erheblich. Bei welcher Kette Sie am meisten sparen können. Quelle: Presse
Platz 5: HellwegFür ihr Ranking haben die Tester einen Warenkorb mit 30 verschiedenen Produkten verglichen: Werkzeug, Malerbedarf, Garten und Sanitärbereich, darunter sowohl gängige Marken- als auch Eigenmarkenprodukte. Auf dem letzten Platz aller getesteten Baumarkt-Ketten landet Hellweg. Das Unternehmen weist mit 319,07 Euro den teuersten aller untersuchten Warenkörbe auf. Besonders auffällig sind die Preisunterschiede bei den Markenprodukten: Eine Schlagbohrmaschine eines namhaften Markenherstellers kostet hier 99,99 Euro. Beim Testsieger sind es gerade einmal 72,70 Euro - ein Preisunterschied von 38 Prozent. Quelle: Screenshot
Platz 4: ToomFast gleich auf mit Hellweg liegt toom. 318,12 Euro standen am Ende auf der Rechnung der Tester - ganze 14,7 Prozent mehr als beim Testsieger. Quelle: obs
Platz 3: ObiAuf dem dritten Platz folgt Deutschlands größte Baumarktkette Obi. Das Unternehmen mit der Konzernzentrale in Wermelskirchen kommt auf einen Gesamtpreis von 293,01 Euro. Quelle: obs
Platz 2: BauhausSilber im Test sichert sich Bauhaus mit 280,41 Euro. In den Kategorien Malerbedarf und Sanitärbereich schlägt die Baumarkt-Kette vom Preis her sogar den Testsieger. Beim Malerbedarf ist Bauhaus satte 10 Euro günstiger als Platz 1 im Ranking, im Vergleich mit dem teuersten Anbieter (Hellweg) beträgt der Preisunterschied sogar 17 Euro. Gartenprodukte sollte man allerdings nicht dort kaufen: Mit 32,16 Euro ist Bauhaus dort der teuerste Anbieter. Quelle: Screenshot
Platz 1: Hornbach„Yippiejaja-yippie-yippie-yeah“: Die Kette mit dem einprägsamen Werbe-Slogan sichert sich die Goldmedaille im Test. Mit 277,41 Euro kann Hornbach von allen getesteten Anbietern das billigste Angebot vorweisen - und ist damit um satte 15 Prozent günstiger als die letztplatzierte Baumarkt-Kette Hellweg. Quelle: AP
Eine generelle Empfehlung für den Sieger sprechen die Tester allerdings nicht aus. „Kunden sollten sich am besten vor dem Einkauf überlegen, in welcher Produktkategorie sie kaufen möchten – denn danach richtet sich, welcher Markt der günstigste für sie ist", sagt Christoph Weiß von Vergleich.org. Der Baumarkt-Experte rät: "Wer nicht lange überlegen möchte, besucht am besten Hornbach. Wer eher Maler- oder Klempnerbedarf braucht, sollte Bauhaus aufsuchen." Vor allem bei Markenprodukten lohnt es sich außerdem, Preise vorab online zu vergleichen, sagt Weiß. "Oft sind die Markenprodukte bei Online-Anbietern günstiger als im Baumarkt." Quelle: Presse

Gute Ausgangslage für Baumärkte

Ob wegen der Werbung oder ganz einfach aufgrund der Saison: Die Baumärkte haben zurzeit jedenfalls Aufwind. In den vergangenen zwölf Monaten bezeichnen sich mehr Befragte denn je als zufriedene Kunden von Bauhaus, Globus-Baumarkt oder toom. Auch die Bereitschaft der Verbraucher, Baumärkte weiterzuempfehlen, erlebt gerade einen Höhepunkt.

Kategorien wie diese und andere fassen wir im Index zusammen. Er stellt so den umfassendsten Wert des Markenimages dar. Auch der Index zeigt: Die Baumärkte sind deutlich beliebter als noch im Februar. Diese Entwicklung ist zwar saisonbedingt – doch fällt sie viel stärker aus als im vergangenen Jahr. Die Baumärkte in Deutschland dürfen den Heimwerker-Monaten positiv entgegen blicken.

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