Luxusgüter: Luxusmarke Burberry streicht 1700 Jobs
Der britische Luxusgüterkonzern Burberry will wieder auf Kurs kommen und streicht deswegen weltweit 1700 Stellen. Gerade so schaffte das Traditionsunternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 26 Millionen Pfund ein Plus beim bereinigten operativen Gewinn, wie Burberry am Mittwoch mitteilte. Im vergangenen Jahr stand in der Bilanz noch ein Gewinn von 418 Millionen Pfund. Analysten hatten mit elf Millionen Pfund gerechnet. Im vierten Quartal fiel der Umsatz auf vergleichbarer Basis um sechs Prozent, Analysten hatten ein Minus von sieben Prozent erwartet. An der Börse kamen die Zahlen gut an: Die Burberry-Aktie lag am Vormittag mehr als acht Prozent im Plus.
Der geplante Abbau von 1700 Arbeitsplätzen weltweit betreffe vor allem Jobs in der Verwaltung, sagte Burberry-Chef Joshua Schulman. Zudem werde eine Nachtschicht in der Trenchcoat-Fabrik im britischen Castleford gestrichen. Die zusätzliche Schicht habe zu einer „Überproduktion“ geführt.
Konzernchef Schulman war im vergangenen Jahr angetreten und versucht, das Ruder bei dem Unternehmen herumzureißen. Burberry soll wieder aufschließen zur Konkurrenz im Luxusgütersektor. Er will, dass sich die Firma wieder mehr auf die Klassiker wie Trenchcoats und Schals mit Karomuster konzentriert. Schulman ist der vierte Unternehmenschef in zehn Jahren. Seine Vorgänger versuchten unter anderem, Burberry im oberen Luxussegment zu platzieren oder auf höhermargige Lederwaren auszurichten.
Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Verhalten der US-Kunden. Die USA machen laut Schulman 19 Prozent des Burberry-Geschäfts aus. Die trüberen Aussichten für die Verbraucherausgaben in den USA könnten ein Problem werden, denn der Konzernchef will sich auf die amerikanischen Käufer konzentrieren, um den Umsatz zu steigern. „Als wir in das vierte Quartal hineingingen, behielten die US-Kunden ihren Schwung bei, aber die Dinge wurden ein wenig unruhig, als wir in den Februar übergingen, besonders auf dem US-Markt.“
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