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Cartier, IWC, Lange & SöhneLuxuskonzern Richemont verdient mehr und hebt Dividende an

Die politischen Konflikte um Zölle erhöhen die Verunsicherung. Doch Umsatz, Gewinn und Dividende bei Richemont steigen.Reuters 16.05.2025 - 12:52 Uhr aktualisiert
Luxusuhren von Cartier Foto: PR

Eine hohe Nachfrage nach edlem Schmuck der Marken Cartier, Van Cleef & Arpels und Buccellati hat dem Luxusgüterhersteller Richemont einen überraschend guten Jahresabschluss beschert.

Der Umsatz des Schweizer Konzerns, der neben Schmuck auch Uhren der Marken IWC und A. Lange & Söhne anbietet, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 um vier Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Die anziehenden Absätze hätten zusammen mit Sparmaßnahmen und höheren Preisen dazu beigetragen, den Einfluss von höheren Goldnotierungen abzufedern, teilte Richemont am Freitag mit.

Der Gewinn sprang um 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Rückenwind kam dabei auch von geringeren Belastungen durch den inzwischen abgestoßenen Online-Händler Yoox Net-a-Porter. Die Dividende solle um neun Prozent auf 3,0 Franken je Aktie angehoben werden.

Der in Bellevue am Genfer See ansässige Konzern entwickelte sich zuletzt besser als die französischen Rivalen LVMH und Kering. Verwaltungsratspräsident Johann Rupert deutete an, dass Richemont bei den Preiserhöhungen vorsichtiger vorgegangen war als andere Branchenvertreter. „Wir sind bei der Preisfestsetzung fair“, erklärte er.

Dazu kommt ein weiterer Grund. Mit Cartier, Van Cleef & Arpels und Buccellati ist Richemont Weltmarktführer bei Markenschmuck. Dank der Ausrichtung auf das oberste Segment mit den preisunempfindlichsten Kunden ist Richemont Analysten zufolge besser für einen konjunkturellen Abschwung gewappnet als Mode-Anbieter.

An der Börse gewannen die Richemont-Papiere mehr als sechs Prozent. „Wachstum und Gewinn sind spektakulär, insbesondere im Vergleich zum Hauptkonkurrenten LVMH“, erklärte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. LVMH hat Tiffany und Bulgari im Angebot.

Im Schmuckgeschäft habe Richemont weiterhin bedeutende Marktanteile gewonnen, teilte der Konzern weiter mit. Während der Umsatz in der Schmucksparte um acht Prozent kletterte, sank dieser im Uhrensegment um 13 Prozent. Der kleinere Uhren-Bereich leidet besonders unter der Flaute im chinesischen Markt, wo die Immobilienkrise den Kunden den Appetit auf Luxuskäufe verdorben hat. „Ich erwarte, dass China zurückkommen wird“, sagte Rupert. „Wann, weiß ich nicht.“

Die Luxusgüterkonzerne hatten 2025 in der Hoffnung begonnen, dass die robuste Nachfrage in den USA den Sektor aus seinem größten Einbruch seit Jahren reißt. Doch ab Mitte Februar gab es Anzeichen für eine Abschwächung der US-Wirtschaft, im April sorgten dann die Zoll-Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump für weitere Unsicherheit.

Richemont erklärte nun, die weitere Entwicklung bei der Zolldiskussion genau zu beobachten und verschiedene Optionen zu prüfen, darunter auch Preiserhöhungen. „Wir werden uns anpassen,“ sagte Rupert.

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