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E-Zigaretten Das sind die beliebtesten und die unbeliebtesten E-Zigaretten-Marken

Eine Person hält eine E-Zigarette des Herstellers JUUL Lab in der Hand. Nach einer Analyse der Posts und Bewertungen von E-Zigaretten im Netz kommen die großen Tabakkonzerne schlecht weg. Quelle: dpa

E-Zigaretten werden immer beliebter. Dabei gibt es zwischen den einzelnen Marken enorme Unterschiede bei der Popularität, wie eine neue Untersuchung zeigt.

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E-Zigaretten gelten zwar als weniger gesundheitsgefährdende Alternative zu traditionellen Zigaretten, ihre Risiken stehen jedoch seit den vielen Todesfällen in den USA wieder im Fokus der medialen Debatte. Vor allem Juul, die E-Zigarettenmarke des US-Tabakriesen Altria, ist unter Beschuss. Juul steht wegen zweifelhafter Methoden bei der Vermarktung von E-Zigaretten an Jugendliche massiv in der Kritik und im Fokus von Ermittlungen verschiedener US-Behörden. In der Folge feuerte das Start-up aus San Francisco seinen Chef und stellte in den USA sämtliche Werbung in Rundfunk und Print sowie digital vorübergehend ein.

Seit Jahresbeginn bringt Juul auch in Deutschland seine E-Glimmer mit viel Werbe- und Marketingaufwand unters Volk. Doch bis Ende September, als die ersten negativen Schlagzeilen aus den USA hinüberschwappten und ein deutscher Wettbewerber zeitgleich ein Verkaufsverbot für Juul-Kartuschen erwirkte, lief die Marke völlig unter dem Radar der hiesigen Öffentlichkeit. Das ist eine der Erkenntnisse, die aus einer Studie von Vico Research & Consulting hervorgeht, einem Anbieter von Social- Media-Monitoring und -Analysen aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. Die Berater hatten im Zeitraum vom 15. Mai bis 15. September 2019 insgesamt 33.430 deutschsprachige Social-Web-Beiträge analysiert. Die Beiträge stammten dabei zum größten Teil aus News-Outlets (28 Prozent), Q&A-Portalen (23 Prozent), Microblogs (18 Prozent), sozialen Netzwerken (17 Prozent), Blogs (6 Prozent), Videoportalen (4 Prozent) sowie Foren und Bewertungsportalen (ebenfalls 4 Prozent). In all den unterschiedlichen Formaten gehörte Juul nicht zu den Marken, die Erwähnung fanden.

Ob über die Risiken, die Verbraucherfreundlichkeit oder die Kosten: Im Netz sorgen E-Zigaretten für eine Menge Diskussionen. Die Aussagen über E-Zigaretten in redaktionellen Beiträgen fallen mit 86 Prozent überwiegend negativ aus. Ein Grund dafür ist die meist kritische Berichterstattung über die gesundheitlichen Risiken der E-Zigaretten. Die Diskussionen unter den Nutzern fallen hingegen kontroverser aus, wobei die Befürworter der E-Zigaretten mit einer kleinen Mehrheit von 53 Prozent überwiegen. Die User heben die elektronischen Geräte einerseits als Alternative zu herkömmlichen Zigaretten hervor, äußern jedoch auch Gesundheitsbedenken.

Im Netz setzt sich Innokin als beliebtester Anbieter durch. Mit 97 Prozent fallen nahezu alle wertenden Kommentare über die chinesische Firma positiv aus. Die Nutzer heben hier insbesondere den erleichterten Umstieg von der traditionellen Zigarette auf die vermeintlich gesündere Variante hervor. Punkten kann auch der Anbieter Joyetech, der 94 Prozent der Nutzer überzeugt, jedoch im Vergleich zur Konkurrenz am wenigsten diskutiert wird. Auf dem dritten Platz landet der Hersteller Lynden mit 89 Prozent zufriedenen Nutzern. Der niedrige Preis der Produkte steht dabei im Fokus der Nutzer-Kommentare. Die Top Fünf komplettieren Wismec und Uwell mit 81 beziehungsweise 79 Prozent positiver Resonanz.

Schlecht weg kommt hingegen der chinesische Hersteller Smok: Nur jeder fünfte Nutzer äußerte sich positiv über die Produkte der Marke aus Hongkong, die in ebenfalls etwa einem Viertel aller Beiträge diskutiert wird. Mängel in der Qualität sind meist Auslöser der kritischen Äußerungen. Auch über die mit vielen Werbemillionen in den Markt gedrückte Iqos lassen die Nutzer viel Dampf ab. Mit 66 Prozent fallen die Kommentare mehrheitlich negativ aus, was meist an Nutzungs- und Verständnisproblemen liegt. Die Kritik am Produkt aus dem Hause Philip Morris kommt darüber hinaus überwiegend aus der versierten E-Zigaretten-Community.

Ähnlich sieht es bei der Marke Myblu des Zigarettenriesen Reemtsma aus, der bei 61 Prozent der Nutzer durchfällt. Der deutsche Hersteller Aspire gehört mit 39 Prozent negativer Resonanz ebenfalls zu den unbeliebtesten E-Zigaretten-Marken, gefolgt von dem chinesischen Anbieter Eleaf (22 Prozent). Aspire kann zwar mit Qualität punkten, wird jedoch für seinen Kundenservice kritisiert.

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