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  4. Ladival: Stada erwirbt Markenrechte für seine Sonnenmilch zurück

Ende eines dubiosen DealsStada kauft Rechte an Sonnenmilch Ladival zurück

Im vergangenen Jahr berichtete die WirtschaftsWoche darüber, dass der ehemalige Stada-Chef Retzlaff heimlich die Markenrechte am Sonnenschutzmittel Ladival verkauft hat. Nun macht sein Nachfolger den Deal rückgängig.Jürgen Salz 18.07.2018 - 17:50 Uhr

Sitz des Arzneimittelherstellers Stada ist Bad Vilbel in Hessen. Stada-Chef Albrecht macht mit dem Rückkauf der Marke Ladival einen Deal des langjährigen Konzernchefs Retzlaff rückgängig.

Foto: dpa

Es müssen lange, harte Verhandlungen gewesen sein, mehr als sechs Monate zogen sie sich hin. Doch nun hat Stada die Markenrechte für seine Sonnenmilch Ladival zurückerworben. Der Arzneimittelhersteller einigte sich mit dem früheren Banker Ingo Söhngen und dessen Ladival GmbH & Co KG auf einen vorzeitigen Rückkauf, wie Stada-Chef Claudio Albrecht am Mittwoch in Frankfurt sagte: „Wir haben uns darauf geeinigt, dass Stada nicht erst Ende 2021, wie vertraglich vorgesehen, sondern bereits jetzt die Rechte bekommt.“ Zum Kaufpreis machte er keine Angaben.

Albrecht macht damit einen Deal des langjährigen Konzernchefs Hartmut Retzlaff rückgängig. Retzlaff hatte 2013 die Markenrechte von Ladival für 30 Millionen Euro an Söhngen verkauft. Den Aktionären verheimlichte er den Deal – im damaligen Geschäftsbericht findet sich dazu nur ein kryptischer Hinweis. Die WirtschaftsWoche hatte im vergangenen Jahr zuerst über das dubiose Geschäft berichtet. Der Verkauf der Markenrechte an Ladival sei ein Fehler gewesen, sagte Albrecht bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Herbst 2017.

Ladival ist neben Grippostad das bekannteste Produkt von Stada und mit einem jährlichen Erlös von rund zwanzig Millionen Euro auch eines der umsatzstärksten. Stada will das Sonnenschutzmittel, das nur in Apotheken verkauft wird, in weiteren europäischen Märkten vertreiben und so seine Strategie vorantreiben, bekannte Stada-Marken zu internationalisieren. Allerdings behält Söhngen vorerst die Verkaufsrechte an Ladival für Südkorea, China und Singapur.

Mit dem Rückerwerb der Rechte spart Stada mittelfristig Geld: Die Lizenzgebühren für den Vertrieb kosteten Stada-Kreisen zufolge jährlich 2 bis 2,5 Millionen Euro. „Ein Rückkauf 2021 wäre sicher viel teurer geworden“, sagte Albrecht. Stada hatte Ladival kürzlich neu aufgestellt und viel Geld in eine Werbekampagne gesteckt.

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