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Ferienflieger Drei Bieter sind angeblich Favorit für den Condor-Verkauf

In der kommenden Woche müssen bindende Angebote für die Airline abgegeben werden. Laut einem Bericht ist neben Investoren auch eine Fluglinie interessiert.

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Der Ferienflieger will die Kosten kräftig senken, um neue Eigentümer zu finden, nachdem der britische Mutterkonzern Thomas Cook im vergangenen Jahr pleiteging. Quelle: dpa

Bei der Suche nach einem neuen Eigentümer für den Ferienflieger Condor zeichnen sich nach einem Bericht des „Spiegel“ drei Favoriten ab. Neben dem US-Finanzinvestor Apollo hätten die polnische Fluglinie LOT und der britische Investor Greybull nach Informationen von Insidern ihr Übernahmeinteresse bekundet, berichtete das Magazin am Donnerstag online. Apollo wolle Condor gemeinsam mit deutschen Reiseveranstaltern kaufen.

In der kommenden Woche müssten bindende Angebote abgegeben werden. Condor wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Ein neuer Eigentümer werde bis zum Frühjahr gefunden. Die Kaufinteressenten äußerten sich dem „Spiegel“ zufolge ebenfalls nicht.

Condor kam im Überlebenskampf nach der Pleite seines Mutterkonzerns Thomas Cook unterdessen einen Schritt weiter. Die Airline schloss mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO einen Tarifvertrag zum Abbau von 150 der 2400 Arbeitsplätze in der Kabine. „Wir können bestätigen, dass wir mit allen Sozialpartnern für sämtliche Berufsgruppen bei Condor tragfähige Tarifverträge abgeschlossen haben“, erklärte die Airline. „Das ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Zukunft von Condor.“

Zuvor hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bereits grünes Licht zur Streichung der 150 Flugbegleiterstellen gegeben. „Um den Fortbestand der Condor zu sichern, haben wir letzten Endes zugestimmt, den veröffentlichten Abschluss mit Verdi in vielen Teilen mitzutragen“, erklärte UFO. Doch seien zusätzlich Abfindungen und andere Regelungen vereinbart worden, um den Abbau weitgehend sozialverträglich ohne Kündigungen zu vollziehen.

Condor will die Kosten kräftig senken, um neue Eigentümer zu finden, nachdem der britische Mutterkonzern Thomas Cook im vergangenen Jahr pleiteging. Die Konkurrentin von Lufthansa und Tuifly konnte dennoch dank eines auf sechs Monate befristeten Staatskredits über 380 Millionen Euro und eines speziellen Insolvenzverfahrens weiterarbeiten. Zum Zeitpunkt der Pleite beschäftigte Condor rund 4900 Mitarbeiter.

Verdi und der Betriebsrat von Condor hatten bereits dem Wegfall von 170 Stellen in der Verwaltung zugestimmt. Im Cockpit gibt es keinen Personalabbau. Die Airline handelte mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit aber Beschäftigungskonditionen aus, die Einsparungen ermöglichen.

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