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Landwirtschaft Einstieg ins Gemüsesaatgutgeschäft: KWS kauft in den Niederlanden zu

KWS Saat übernimmt die niederländische Pop Vriend Seeds. Damit steigen sie ins Gemüsesaatgutgeschäft ein. Bei Zuckerrübensaatgut ist KWS Nummer eins.

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KWS kauft in den Niederlanden zu – Einstieg ins Gemüsesaatgut Quelle: obs

Frankfurt KWS Saat steigt mit der Übernahme der niederländischen Pop Vriend Seeds ins Geschäft mit Gemüsesaatgut ein. Der Kaufpreis entspricht etwa 20 Prozent des gegenwärtigen Börsenwerts von KWS Saat von rund zwei Milliarden Euro, wie der niedersächsische Saatguthersteller am Mittwoch mitteilte. KWS legt damit rund 400 Millionen Euro auf den Tisch. Pop Vriend ist nach Angaben von KWS Weltmarktführer bei Spinatsaatgut und bietet auch andere Gemüsearten wie Mangold, Rote Beete oder Bohnen an.

Die Firma setzte 2017/18 mit 80 Mitarbeitern rund 75 Millionen Euro um und beliefert Kunden in mehr als 100 Ländern. KWS verspricht sich von der Übernahme eine Stärkung seines künftigen Umsatz- und Ergebniswachstums: Pop Vriends wachse stark und habe eine überdurchschnittliche Ertragskraft, hieß es. Abgeschlossen werden soll die Transaktion zum Juli.

KWS hatte sich bereits für das Gemüsesaatgutgeschäft von Bayer interessiert, dass der Leverkusener Konzern als Teil der Kartellauflagen für die Monsanto-Übernahme verkaufen musste. Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Einbeck ging allerdings leer aus und BASF kam zum Zuge.

Mit der Übernahme von Pop Vriend baut sich KWS nun ein neues Geschäftsfeld für Gemüsesaatgut auf, das seinen Sitz im niederländischen Wageningen haben soll. Langfristig will das Unternehmen eine „signifikante Position“ in diesem Bereich erzielen. Dafür sind der Aufbau einer eigenen Gemüsezüchtung aber auch weitere Zukäufe geplant. KWS Saat ist der weltweit viertgrößte Saatguthersteller und die Nummer eins bei Zuckerrübensaatgut.

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