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LVMH und RimowaKofferhersteller soll französisch werden

Die Luxusgütergruppe LVMH greift nach dem deutschen Kofferhersteller Rimowa. Sie will 80 Prozent der Firmenanteile kaufen. Doch erst müssen die Wettbewerbshüter Anfang kommenden Jahres zustimmen. 04.10.2016 - 12:32 Uhr aktualisiert

LVMH will Rimowa übernehmen.

Foto: dpa

Die französische Luxusgütergruppe LVMH übernimmt mehrheitlich den deutschen Kofferhersteller Rimowa. Dieter Morszeck, Enkel des Rimowa-Gründers, werde 80 Prozent der Firmenanteile an LVMH verkaufen, teilte das Kölner Familienunternehmen mit. Für LVMH ist es der erste Zukauf in Deutschland überhaupt.

Die Transaktion, der noch Wettbewerbshüter zustimmen müssen, soll im Januar 2017 über die Bühne gehen. Der Wert des 80-prozentigen Anteils wird mit 640 Millionen Euro beziffert.

Morszeck bleibe am Kölner Unternehmen beteiligt und behalte seine Führungsfunktionen, hieß es. Rimova bekommt aber mit Alexandre Arnault einen Co-Geschäftsführer von LVMH-Seite. Das Unternehmen erwartet 2016 einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro. Rimowa hat weltweit 3000 Mitarbeiter.

Platz 15: Bender

Standort: Grünberg
Unternehmensfokus: Elektrotechnik
Umsatz 2014: 100 Mio. Euro
Innovationsscore: 163

Um Deutschlands innovativste Mittelständler zu ermitteln, wertete die Unternehmensberatung Munich Strategy Group (MSG) zunächst die Daten von 3300 deutschen Unternehmen aus, die zwischen zehn Millionen und einer Milliarde Euro umsetzen. Die Berater analysierten Jahresabschlüsse und Präsentationen, sprachen mit Kunden und Branchenexperten sowie Geschäftsführern, Inhabern und Beiräten der Unternehmen.

Nach den Experteninterviews und Erfolgsanalysen nahm MSG 400 Unternehmen in die engere Wahl. Für jedes errechnete die Beratung einen eigenen Innovations-Score. Dabei achteten die Berater darauf, dass sich das Unternehmen durch ständige Neuheiten auszeichnet, von Wettbewerbern als innovativ angesehen wird und eine ideenfördernde Kultur etabliert hat. Zudem flossen zu einem Drittel auch wirtschaftliche Indikatoren wie Umsatz- und Gewinnwachstum in die Bewertung ein. „Ein innovatives Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass es mehr als 25 Prozent seines Umsatzes mit Produkten macht, die erst in den vergangenen vier Jahren entstanden sind“, sagt MSG-Gründer und Studienleiter Sebastian Theopold.

Das erste Ranking dieser Art hatte MSG im vergangenen Jahr für die WirtschaftsWoche erstellt (Heft 15/2014). Anders als im Vorjahr haben es diesmal auch viele Hersteller von Konsumprodukten unter die Top 50 geschafft, so etwa Ravensburger (Spiele), Rügenwalder (Wurst) oder Soldan (Bonbons).

Der Großteil der Innovations-Champions entstammt allerdings nach wie vor der traditionellen Paradedisziplin des deutschen Mittelstands: dem Maschinenbau.

Foto: PR

Platz 14: Biotest

Standort: Dreieich
Unternehmensfokus: Bioheilmittel
Umsatz 2014: 582 Mio. Euro
Innovationsscore: 164

Foto: PR

Platz 13: Rapunzel

Standort: Legau
Unternehmensfokus: Biolebensmittel
Umsatz 2014: 169 Mio. Euro
Innovationsscore: 166

Unternehmensgründer Joseph Wilhelm bringt jährlich etwa 20 neue Produkte auf den Markt. Die ersten Müslis des 1974 gegründeten Unternehmens mischte er noch selbst in der Badewanne. Um Kontrolle über die Herkunft der Zutaten zu haben, initiiert das Unternehmen selbst Anbaustrategien und kauft direkt vom Bauern.

Foto: PR

Platz 12: Metabo

Standort: Nürtingen
Unternehmensfokus: Elektrowerkzeuge
Umsatz 2014: 374 Mio. Euro
Innovationsscore: 167

Foto: PR

Platz 11: Brückner

Standort: Siegsdorf
Unternehmensfokus: Folienmaschinen
Umsatz 2013: 754 Mio. Euro
Innovationsscore: 171

Foto: PR

Platz 10: Sennheiser

Standort: Wedemark
Unternehmensfokus: Mikrofone
Umsatz 2014: 635 Mio. Euro
Innovationsscore: 172

Foto: dpa

Platz 9: Rügenwalder Mühle

Standort: Bad Zwischenahn
Unternehmensfokus: Wurst
Umsatz 2014: 175 Mio. Euro
Innovationsscore: 173

Foto: PR

Platz 8: Ravensburger

Standort: Ravensburg
Unternehmensfokus: Spiele
Umsatz 2014: 373 Mio. Euro
Innovationsscore: 175

Foto: dpa

Platz 7: Beumer

Standort: Beckum
Unternehmensfokus: Fördertechnik
Umsatz 2014: 680 Mio. Euro
Innovationsscore: 177

Foto: PR

Platz 6: Balluff

Standort: Neuhausen a.d. Fildern
Unternehmensfokus: Sensortechnik
Umsatz 2013: 335 Mio. Euro
Innovationsscore: 178

Foto: PR

Platz 5: Hansgrohe

Standort: Schiltach
Unternehmensfokus: Armaturen
Umsatz 2014: 874 Mio. Euro
Innovationsscore: 182

Foto: REUTERS

Platz 4: Rimowa

Standort: Köln
Unternehmensfokus: Koffer
Umsatz 2014: 275 Mio. Euro
Innovationsscore: 185

Foto: dpa/dpaweb

Platz 3: Infiana

Standort: Forchheim
Unternehmensfokus: Spezialfolien
Umsatz 2014: 200 Mio. Euro
Innovationsscore: 186

Foto: Bärbel Schmidt für WirtschaftsWoche

Platz 2: Kaeser Kompressoren

Standort: Coburg
Unternehmensfokus: Druckluftsysteme
Umsatz 2013: 650 Mio. Euro
Innovationsscore: 188

Foto: PR

Platz 1: Rational

Standort: Landsberg am Lech
Unternehmensfokus: Großküchengeräte
Umsatz: 497 Mio. Euro
Innovationsscore: 192

Foto: PR

Der Zukauf sei die Antwort von LVMH auf die Übernahme von Tumi durch den Rivalen Samsonite, sagte Analyst Luca Solca von Exane BNP. Samsonite hatte 1,8 Milliarden Dollar für Tumi gezahlt. "Damit ist die einzige andere bedeutende Gepäckmarke im Luxussegment vom Markt. Die Branche dürfte von der Entwicklung des Tourismus profitieren."

"Indem wir dieses Familienunternehmen LVMH anvertrauen, sichern wir allen Rimowa-Beschäftigten eine vielversprechende Zukunft", erklärte Dieter Morszeck. Er führt Rimowa seit 1982 und will einen großen Teil des Verkaufserlöses in eine Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Erziehung einbringen.

Zu LVMH gehören unter anderem die Marken Louis Vuitton und Christian Dior sowie der Champagner Moet & Chandon. Richard Morszeck, der Sohn des Firmengründers Paul Morszeck, brachte 1937 den weltweit ersten Aluminiumkoffer auf den Markt. Im Jahr 2000 folgte der erste leichte Kunststoffkoffer. Mit dem glänzenden Gepäck mit den parallelen Rillen wurde Rimowa weltweit bekannt. Aus den Wortanfängen von Richard Morszeck und „Warenzeichen“ entstand der Markenname Rimowa.

dpa, rtr
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