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Möbelkonzern Steinhoff kommt beim Schuldenabbau voran

Der südafrikanisch-deutsche Konzern macht Fortschritte bei seiner Entschuldung. Allerdings sind noch zehn Milliarden Euro Schulden übrig.

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Steinhoff: Möbelkonzern kommt beim Schuldenabbau voran Quelle: dpa

München Der südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern Steinhoff kommt bei seiner Entschuldung ein Stück voran. Die Afrika-Tochter STAR (Steinhoff Africa Retail) hat ein Gesellschafterdarlehen ihres Großaktionärs über 16 Milliarden Rand (1,08 Milliarden Euro) zurückgezahlt und sich als Ersatz 18 Milliarden Rand bei mehreren südafrikanischen Banken besorgt, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten.

Der Einzelhandelsriese STAR, an dem Steinhoff 71 Prozent hält, finanziert sich damit künftig selbst. Die STAR-Aktie legte in Johannesburg sieben Prozent zu.

Seit Jahresbeginn habe man umgerechnet zwei Milliarden Euro an Schulden in Afrika getilgt, teilte Steinhoff mit. Dort habe man damit praktisch keine Schulden mehr.

Insgesamt lastet auf dem Konzern mit Sitz in Stellenbosch bei Kapstadt, dessen Wurzeln in Westerstede bei Bremen liegen, aber eine Schuldenlast von zehn Milliarden Euro, die ihn zu erdrücken droht. Nach einem durch mutmaßliche Bilanz-Unregelmäßigkeiten ausgelösten Kurssturz ringt Steinhoff seit Ende des vergangenen Jahres ums Überleben. In Österreich gehören dem Konzern die Möbelketten Kika und Leiner, die Beteiligung an der deutschen Billig-Möbelkette Poco hat Steinhoff kürzlich an den österreichischen Miteigentümer XXXLutz verkauft.

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