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Anfangsverdacht der UntreueDurchsuchung bei Westfleisch

Die Staatsanwaltschaft Münster hat am Dienstagmittag die Geschäftsräume der Westfleisch SCE mbH in Münster und des Standorts Coesfeld durchsucht.Marcel Grzanna 16.06.2020 - 15:35 Uhr

Westfleisch in Coesfeld

Foto: AP

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der WirtschaftsWoche bestätigte, geht es bei der Maßnahme um den Anfangsverdacht der Untreue zum Nachteil von Westfleisch. Gegen welche Personen die Untersuchungen konkret laufen, blieb zunächst offen. Das Unternehmen zeige sich im Rahmen der Durchsuchungen kooperativ, hieß es.

Im Visier der Ermittler steht der Verkauf von rund 12.000 Tonnen Schweinefleisch über einen Zwischenhändler in den Vereinigten Arabischen Emiraten an einen Kunden in der Volksrepublik China. Die WirtschaftsWoche hatte bereits über das Geschäft aus dem Herbst vergangenen Jahres zu branchenunüblichen Bedingungen berichtet.

Die Firma in Dubai namens Prime Meat General Trading (PMGT) ist personell verknüpft mit einer dänischen Firma, die von Torben Soennichsen geleitet wird, seines Zeichens Bruder des Westfleisch-Vorstandssprechers Steen Soennichsen. Im Gespräch mit der WirtschaftsWoche hatte Westfleisch betont, dass die Firma aus Dänemark nur beratend zur Seite gestanden habe. Das Geschäft sei längst vom Zwischenhändler abgekoppelt, hieß es. Westfleisch kümmere sich inzwischen selbst um den Verkauf der Ware, von der ein großer Teil monatelang im Hafen von Shanghai ohne Abnehmer und damit auf Kosten der Genossenschaft gelagert werden musste.

Im Jahresbericht 2019 hat Westfleisch 8,5 Millionen Euro als ausstehende Forderungen gegenüber einem Kunden in einem Drittland verzeichnet. Am Mittwochvormittag steht die Jahreshauptversammlung der Genossenschaft auf dem Plan, bei der die Mitglieder Vorstand und Aufsichtsrat entlasten sollen.

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