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AutobauerPorsche kommt stabil durch die Coronakrise

Der Autobauer hat weniger Autoverkauft, als im letzten Jahr. Trotzdem steigt der Umsatz von Porsche auf ein neues Rekordhoch. 19.03.2021 - 11:29 Uhr

Der Autobauer kommt ohne größere Einbußen durch die Coronakrise.

Foto: AP

Die Corona-Krise hat dem Sportwagenbauer Porsche dank Einsparungen und stabiler Nachfrage wenig anhaben können. Die Ertragsperle des Volkswagen-Konzerns fuhr 2020 einen operativen Gewinn von 4,2 Milliarden Euro ein nach 4,4 Milliarden Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Der Absatz blieb zwar mit 272.000 Fahrzeugen drei Prozent hinter dem des Vorjahres zurück, dennoch stieg der Umsatz auf ein neues Rekordhoch von 28,7 Milliarden Euro. Mit einer Umsatzrendite von 14,6 (2019: 15,4) Prozent war Porsche einmal mehr die mit Abstand profitabelste Marke des VW-Konzerns. Insidern zufolge zieht der Mutterkonzern einen Teilbörsengang der Sportwagenschmiede in Betracht, um bei Anlegern Milliarden für die hohen Investitionen in die Elektromobilität einzusammeln.

Gefragte Produkte wie das erste reine Elektroauto Taycan und ein beherztes Krisenmanagement hätten zum Erfolg beigetragen, erklärte Porsche-Chef Oliver Blume. Finanzchef Lutz Meschke hob hervor: „In der Krise war unsere oberste Priorität: Liquidität. Es galt, alle nicht dringend erforderlichen Kosten herunterzufahren.“

Bei den Zukunftsthemen Elektrifizierung und Digitalisierung sei aber kein einziger Cent gekürzt worden, versicherte Meschke. „Wir geben weiterhin Vollgas bei der Transformation, Digitalisierung und Elektrifizierung. Denn wer bei diesen Themen spart, wird bald nicht mehr wettbewerbsfähig sein.“

Wie bereits bekannt, hat Porsche sein Spar- und Effizienzprogramm für dieses Jahrzehnt verschärft. In den nächsten fünf Jahren sollen zehn Milliarden Euro statt der bislang geplanten sechs Milliarden Euro gehoben werden. Ab 2025 sollen es drei Milliarden Euro sein. Die Zahl der Beschäftigten von gut 36.000 soll dennoch konstant bleiben, erklärte Meschke weiter.

Ein Standortsicherungsprogramm garantiere die Stellen der Stammbelegschaft bis 2030. „Wir bauen keine Jobs ab und trennen uns von keiner Tochtergesellschaft“, sagte Meschke. Porsche sei effizienter geworden. Deshalb werde auch im laufenden Jahr trotz der angespannten Wirtschaftslage eine Umsatzrendite von 15 Prozent angestrebt.

Der Sportwagenbauer setzte sich außerdem neue Ziele bei der Umstellung auf Elektroautos. Im vergangenen Jahr verkauften die Schwaben rund 46.000 voll- oder teilelektrische Modelle, davon 20.000 Exemplare des Taycan. Das entsprach einem Absatzanteil von 17 Prozent.

Bis 2030 sollen mehr als 80 Prozent der Porsche-Fahrzeuge mit reinem Elektro- oder Hybridmotor unterwegs sein. Zugleich will Porsche dann bilanziell CO2-neutral sein. Dafür seien Investitionen von einer Milliarde Euro über zehn Jahre eingeplant.

Mehr: Innerhalb der nächsten zehn Jahre wollen Autobauer wie Volvo oder Jaguar Land Rover komplett auf Elektroautos umsteigen. Die Pläne in der Übersicht.

rtr
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