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Autobauer Südkorea fordert wegen Motorenbränden fast 9 Millionen Euro von BMW

BMW habe nicht ausreichend auf die Motorenbrände in Südkorea reagiert, meint die Regierung. Nach fünf Monaten ist die Strafe gegen den Autobauer bekannt.

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Nachdem 40 Autos in Brand geraten waren, rief BMW 172.000 Fahrzeuge zurück. Quelle: dpa

Seoul Die südkoreanische Regierung will wegen einer mutmaßlich verpfuschten Reaktion auf Motorenbrände eine Strafe von 11,2 Milliarden Won (mehr als 8,7 Millionen Euro) gegen das deutsche Autounternehmen BMW verhängen.

Das südkoreanische Verkehrsministerium teilte am Montag mit, sein Untersuchungsausschuss sei nach einer fünf Monate langen Überprüfung zu dem Schluss gekommen, dass BMW absichtlich versucht habe, technische Probleme zu verschleiern und zu langsam Fahrzeuge zurückgerufen habe, nachdem in diesem Jahr etwa 40 BMW-Autos in Brand geraten waren.

Die Regierung teilte auch mit, sie werde eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen BMW einreichen. Das Ministerium kam zu dem Ergebnis, dass die Feuer von schlecht funktionierenden Ventilen in Kühlungsmechanismen der Fahrzeuge verursacht worden seien.

Die Südkorea-Abteilung von BMW teilte in einer Stellungnahme mit, die Ergebnisse des Ministeriums stünden allgemein im Einklang mit der Einschätzung des Unternehmens, dass die Feuer von Lecks in den EGR-Kühlern verursacht worden seien. Das Unternehmen ging nicht direkt auf den Vorwurf des Ministeriums ein, dass BMW versucht habe, die Schwere des Problems herunterzuspielen und beim ersten Rückruf im Juli weniger Fahrzeuge zurückgerufen habe als es hätte sollen.

BMW hatte im Juli und Oktober etwa 172.000 Fahrzeuge wegen der Brände zurückgerufen. Das Unternehmen entschuldigte sich. Junghyun Kim von BMW Korea teilte mit, es habe keine Berichte über Verletzungen in Zusammenhang mit den Feuern in Südkorea gegeben.

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