Autosalon 2016 Kaum PS in Paris

Verbrenner haben in Frankreich derzeit einen schweren Stand. Nicht umsonst regieren auf dem Autosalon in Paris die Elektroautos. Einige Hersteller verzichten da gleich ganz auf einen eigenen Messeauftritt.

Die drei Elektroautos BMW i3, der Renault Zoe und der Nissan Leaf (von links nach rechts) sollen künftig mehr Reichweite bekommen. Quelle: Future/Getty Images

Die Liebe zum Auto ist in Paris merklich abgekühlt. Obwohl sich die Autokolonnen immer noch wie gewohnt um den Kreisverkehr am Arc de Triomphe drängen, ist der Verbrenner in der französischen Hauptstadt auf dem Rückzug. Wichtige Straßen werden heute bereits an einigen Sonntagen für Autos gesperrt.

„Paris atmet“, heißt das Programm von Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Die Pariser Spitzenpolitikerin macht aus ihrer Abneigung keinen Hehl. Bereits kurz nach ihrem Amtsantritt hatte sie angekündigt, den Diesel bis 2020 von den Straßen der französischen Hauptstadt verbannen zu wollen.

Das ist das Umfeld, in dem in dieser Woche eine der größten Automesse Europas stattfinden soll: die Mondial de l'Automobil 2016. Ab kommenden Samstag werden in Paris 1,2 Millionen Besucher erwartet, um sich die automobile Zukunft anzusehen. Doch in den traditionsreichen Messehallen an der Porte de Versailles werden dieses Jahr nicht die Verbrenner die Hauptrolle spielen. Kein Glanz wie in Genf, keine PS-Protze wie in Detroit – Paris ist dieses Jahr die wohl rationalste Automesse der Welt.

Die Highlights der Pariser Show
Opel Ampera eNach dem Scheitern des E-Mobils Ampera wagt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann nun den Neustart im Elektroauto-Segment – und zwar mit Mega-Reichweite. Mehr als 500 Kilometer weit soll der neue Ampera-e pro Akkuladung kommen, mehr als jedes andere E-Auto im Volumensegment. Der Motor ist mit 150 kW/204 PS relativ stark ausgelegt, macht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 150 km/h möglich. Quelle: dpa
Angesichts der vielversprechenden Werte ist der Preis des möglichen E-Auto-Revolutionärs besonders spannend – er wird noch auf der Messe genannt. Das Schwestermodell Chevrolet Bolt kostet in den USA umgerechnet rund 30.000 Euro. Quelle: dpa
Renault Zoe Und noch ein neuer Elektro-Flitzer. Renault-Nissan-Chef Carlos Goshn zeigt den Zoe mit verbesserter Reichweite. Der Akku ist so groß wie beim Vorgänger, doch die Kapazität ist von 22 auf 44 kWh gestiegen. Quelle: dpa
Mit der leistungsstärken Batterie soll der Zoe nun 400 Kilometer weit kommen. Aktuell schafft er nur 240 Kilometer mit einer Akkuladung. Der Neuauflage des Stadtflitzer kann ab 1. Oktober bestellt werden und wird ab Januar 2017 ausgeliefert. Quelle: REUTERS
BMW i3Die Bayern schicken ihr Elektro-Modell mit einer neuen Batterie (33 kWh) und höherer Reichweite auf die Showbühne. 300 Kilometer soll der Kompaktwagen nun schaffen. Quelle: dpa
BMW Concept X2Der kompakte SUV füllt die Lücke zwischen - richtig - X1 und X3. Das Serienmodell zur Studie wird frühestens 2018 auf dem Markt kommen. Mit dem sportlich angelegten Mini-Geländewagen wollen die Münchener der Konkurrenz Mercedes GLA und Audi Q2 Dampf machen. Quelle: REUTERS
Bei der Motorleistung müsste Ian Robertson, Vorstand für Verkauf und Marketing, aber noch ein wenig nachlegen. Beim X1 ist derzeit bei 231 PS Schluss, der GLA ist in der AMG-Variante mit annährend 400 PS unterwegs. Man darf gespannt sein, wie viel PS die Münchener der Serienversion ihres X2 gönnen werden. Quelle: dpa
Mercedes Studie Generation EQDie elektrische Crossover-Studie EQ bildet den Auftakt für einen neue Reihe von Elektro-Autos der schwäbischen Premiummarke. Marktstart: Wohl nicht vor Ende 2018. Quelle: Daimler
"Generation EQ" hat insbesondere in der Bodengruppe technische Gemeinsamkeiten mit dem 4,66 Meter langen Mercedes GLC; jedoch ist das Elektromodell etwas größer. Die Akkupakete mit einer Kapazität von bis zu 70 kWh befinden sich gut versteckt im Fahrzeugboden.... Quelle: Daimler
Der Allradler wird in verschiedenen Leistungsstufen bis hin zu 300 kW / 403 PS angeboten. Die maximale Reichweite soll ebenso wie beim GLC Fuel Cell bei 500 Kilometern liegen. Quelle: Daimler
Geht es nach Daimler-Chef Dieter Zetsche, soll die neue Submarke EQ weit über das E-Fahrzeug hinausgehen. "EQ steht für ein umfassendes elektrisches Ökosystem aus Services, Technologien und Innovationen", so der Manager. Quelle: Daimler
Bis zum Jahre 2025 soll es aus insgesamt zehn Elektromodelle aus dem Daimler-Konzern geben; mindestens zwei davon mit einem Smart-Logo. Daimler will sich damit zum Jahrzehntewechsel mit der neuen Strategie „CASE“ weg vom reinen Autohersteller zu einem Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen wandeln. „Die Mobilität der Zukunft bei Mercedes-Benz stützt sich auf vier Säulen: Connected, Autonomous, Shared und Electric", so Zetsche. Quelle: Daimler
Konzeptstudie VW "I.D."Herbert Diess, Markenvorstand von Volkswagen: "Der I.D. steht für diese neue Ära von Elektroautos, für ein neues automobiles Zeitalter: Elektrisch, vernetzt, automatisch fahrend.“ Das Null-Emissionen-Fahrzeug soll 2020 in Serie gehen. Positioniert ist der I.D. als kompaktes Elektromodell, mit dem Volkswagen parallel zu Polo, Golf, Tiguan und Passat das Spektrum seiner Volumenmodelle erweitern will. Angetrieben wird der I.D. von einem 125 kW / 170 PS starken Elektromotor. Reichweite: 600 Kilometer. Der Preis soll auf dem Niveau eines vergleichbar stark motorisierten Golf liegen. Quelle: dpa
Mehr Platz im Innenraum: Etwas kürzer als ein Golf bietet der I.D. im Innenraum die Maße eines Passat. Möglich wird das, weil der Elektromotor an der Hinterachse sitzt und die Hochvoltbatterie im Fahrzeugboden. Als erste Volkswagen Studie fährt der I.D. ab 2015 im Modus „I.D. Pilot“ vollautomatisiert. Aktiviert wird der Auto-Pilot durch das Berühren des VW-Zeichens im Lenkrad, das daraufhin in die Instrumententafel eintaucht. Ausgedient hat der konventionelle Autoschlüssel, das Smartphone wird zum digitalen Schlüssel, das den Wagen öffnet und das Fahrzeug startbereit schaltet. Die Idee dahinter: Wer in naher Zukunft einen VW fährt, erhält seine eigene „Volkswagen ID“. Diese ID ist ein individuelles Profil, in dem zum Beispiel persönliche Sitz- und Klimaeinstellungen, favorisierte Radiosender und Media-Playlists, Einstellungen des Soundsystems, Kontaktdaten von Freunden und Geschäftspartnern und die Konfiguration des Navigationssystems gespeichert sind. Abgerufen wird dieses Profil von der Volkswagen Automotive Cloud. Quelle: AP
SkodaTiguan in groß: Skoda-Chef Bernhard Maier legt mit dem Kodiaq ein neues SUV-Flaggschiff auf. Mit 4,70 Metern ist der Fünf- bis Siebensitzer 20 Zentimeter länger als sein Wolfsburger Technik-Bruder und stößt so locker ins Mittelklasse-Segment vor. Mit einem Einstiegspreis von rund 24.000 Euro ist der Tscheche zudem günstiger ... Quelle: dpa
Unter der Haube findet sich Vertrautes. Zwei Diesel und drei Benziner stehen zur Wahl, allesamt aus anderen Modellen der VW-Familie bekannt. Der günstigste Alaska-Bär wird vom 1,4-Liter-Benziner befeuert, der immerhin 92 kW/125 PS an die Vorderräder schickt. Quelle: dpa
Skoda Kodiaq Quelle: Skoda
Skoda Kodiaq Quelle: Skoda
Audi Quelle: Presse
Audi Quelle: Presse

Fast alle Autokonzerne präsentieren in Frankreich elektrische Neuheiten. Getrieben durch den Dieselskandal und neue Konkurrenten wie Tesla wollen insbesondere die Deutschen ihre Flotten in den kommenden Jahren stärker elektrifizieren. „Die Elektromobilität wird in den nächsten fünf Jahren einen Riesenschritt machen“, ist Autoexperte Thomas Schiller von der Beratungsgesellschaft Deloitte überzeugt. Dafür müssen die so genannten RIP-Probleme überwunden werden: Reichweite, Infrastruktur und Preis.

E-Auto-Submarke von Daimler erwartet

500 Kilometer Reichweite verspricht Daimler-Chef Dieter Zetsche für ein elektrisches SUV auf der Basis des GLC, das nur der Auftakt für eine elektrische Offensive sein soll. Auch der neue Smart wird in seiner elektrischen Variante vorgestellt. Mindestens sechs Modelle wollen die Schwaben einem Insider zufolge ab 2018 auf den Markt bringen. Darüber hinaus könnte in Paris auch eine eigene Submarke für Elektroautos vorgestellt werden, wie sie Konkurrent BMW heute schon hat.

Mercedes bringt die Power-C-Klasse
Audi A6An der Frontpartie wird sich gegenüber dem aktuellen Modell beim überarbeiteten A6 einiges tun. Der Grill bekommt einen neuen Look, ebenso die Schweinwerfer. Wie schon beim Facelift des A7 sind diese künftig auch als LED-Matrix-Scheinwerfer zu haben. Die 25 einzelnen Leuchtdioden lassen sich je nach Lichtsituation zu- und abschalten oder auch dimmen. Dazu gibt es ein intelligentes Kurvenlicht. Auch von hinten macht der A6 künftig eine sportlichere Figur. Die Heckschürze wird überarbeitet, links und rechts fallen hier beim S6 die doppelflutigen Auspuffrohre auf. Die Sportversion des A6 bekommt zudem ein optimiertes Fahrwerk, stärkere Bremsen, Sportlenkrad, Sitze und Carbon-Finish. Quelle: Audi
Audi TT RoadsterDie Ingolstädter zeigen die offene Version des TT mit Stoffverdeck. Der Roadster ist leichter und sportlicher als sein Vorgänger und bringt schmale Xenon-Plus-Schweinwerfer mit LEX- oder Matrix-LED-Technik mit. Wie beim Coupé (im Bild) findet sich auch im Roadster das Virtual Cockpit mit verschiedenen Anzeigemodi. Zum Start wird der Roadster mit zwei 2,0-Liter-TFSI Benziner mit 230 und 310 PS sowie dem 2,0 TDI Diesel mit 184 PS angeboten. Ab März 2015 soll der TT Roadster beim Händler stehen. Quelle: Audi
Audi TT SportbackAudi wird neben dem Serienmodell des TT Roadster ein Concept Car auf Basis des TT zeigen. Der TT Sportback soll als viertüriges Coupé einen Ausblick auf den Ausbau der Modellfamilie geben. Die Serienchancen des Sportback dürften allerdings höher sein als das zuletzt gezeigt SUV auf TT-Basis. Der TT Sportback könnte direkt neben die ebenfalls dynamisch gezeichneten Mercedes CLA und BMW 2er Gran Coupé antreten. Damit würden bei Audi zwei viertürige Kompakt-Limousinen nebeneinander existieren, die A3 Limousine ist allerdings deutlich praktischer veranlagt. Quelle: Audi
Citroën C4 Cactus 2L ConceptSchon ohne Hightech-Sparmodus sorgte der SUV Cactus mit seinem Luftkissen an den Flanken für Aufsehen. Jetzt setzt Citroën noch einen drauf und zeigt in Paris die 2-Liter-Version „Airflow“. Rund 100 Kilometer beziehungsweise 11 Prozent hat der Franzose abgespeckt, dank Aluminium in der Bodengruppe und Polycarbonat statt Glas im Panoramadach. Außerdem haben die Ingenieure und Designer des SUV aerodynamisch optimiert. So schließen und öffnen sich die vorderen Lufteinlässe bei Bedarf in drei Stufen. Die Außenspiegel fehlen bei dieser Studie ganz, dafür gibt es Kameras im Inneren. Für noch mehr Spritersparnis sorgen die schmalen, aber dafür großen 19-Zoll-Reifen. Dank neuem Hybridmotor soll der Cactus so in der Stadt bis zu 45 Prozent weniger Sprit verbrauchen. dieser neue „hydraulische Hybrid“, den die Citroen-Mutter PSA gemeinsam mit Bosch entwickelt hat, soll 2016 in die ersten Serienfahrzeuge kommen. Quelle: Citroën
Ferrari 458 Speciale AJa, es ist ein Spider, er heißt aber nicht so: Während dem 571 PS starken Sportwagen Coupé 458 Italia der offene 458 Spider folgte, hat Ferrari bei der Supersport-Version den Namen geändert. Dem 458 Speciale wird der 458 Speciale A zur Seite gestellt. Das A steht für „Aperta“, zu deutsch geöffnet. Der 458 Speciale A ist mit seinem 605 PS starken V8 der stärkste Spider in der Geschichte des Sportwagenbauers. Das auf 499 Exemplare limitierte Modell soll an die Motorsporterfolge der 458-Baureihe erinnern, unter anderem einen Doppel-Titel in der Langstrecken-Weltmeristerschaft WEC sowie den Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Neben dem starken Motor, der bereits drei Mal den Best Performance Engine Award gewonnen hat, wurde auch die Aerodynamik optimiert. Mit seinen innovativen Lösungen an Front und Heck soll der offene Speciale der aerodynamisch effizienteste Spider von Ferrari sein. Quelle: Ferrari
Fiat 500XBislang ist im Internet nur dieses verpixelte Bild aufgetaucht: Mit dem Kompakt-SUV 500X bringt Fiat das gefühlt auch x-te Derivat der 500er Serie auf die Showbühne. Das Plattform teilt sich der Italiener mit seinem amerikanischen Bruder Jeep Renegade, der im Oktober zum Händler kommt. Der 500X ersetzt den Sedici, den Fiat in Kooperation mit Suzuki baute. Der 500X wird wie der Renegade auch im Werk Melfi gefertigt. Die Produktion des Kompakt-SUV und des Jeep-Offroader sollen dafür sorgen, dass das Werk wieder ausgelastet wird.
Honda CivicHonda hat erste Details zum Civic des Modelljahrgangs 2015 bekannt gegeben und einen Civic Sport angekündigt. Sowohl Civic Fünftürer als auch Civic Tourer erhalten eine sportlichere Frontpartie, die über neue Scheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht sowie einen neuen Stoßfänger verfügt. Der Civic Fünftürer wartet zudem mit einem neuen Heckstoßfänger, Seitenschwellerverkleidungen, einem schwarzen Heckspoiler und LED-Rückleuchten auf.Der Civic Sport soll sich beim Design am sportlichen Type R orientieren und verfügt über einen Wabengrill-Stoßfänger, schwarze 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen in Wagenfarbe lackierten Heckspoiler sowie schwarzen Dachhimmel. Quelle: Honda
Hyundai i20Hyundai schickt in Paris seinen Kleinwagen i20 in die nächste Runde. Das Fahrzeug wurde in Europa entworfen und entwickelt und an die Bedürfnisse europäischen Verbraucher angepasst – ein Konzept, mit dem Hyundai in den vergangenen Jahre große Erfolge erzielt hat. Die 4,03 Meter lange Karosserie ist von einer einzelnen charakteristischen Sicke geprägt, die sich annähernd über die gesamte Länge des Fahrzeugs zieht. Im unteren Bereich der Karosserie führen taillierte Formen zu einer Verschlankung der Optik. Das Kofferraumvolumen liegt bei 320 Litern. Preise für ihren Polo-Konkurrenten haben die Koreaner noch nicht genannt. Quelle: Hyundai
Jaguar XEMehr als diese Abbildung gibt es von Jaguars neuer Mittelklasse-Limousine noch nicht. Bis zum Pariser Autosalon Anfang Oktober wird es aber weitere Bilder geben. Offiziell feiert der XE bereits am 8. September seine Weltpremiere. Der Konkurrent von 3er BMW, Audi A4 und Mercedes C-Klasse ist für Jaguar nicht nur ein wichtiger Meilenstein für das Absatzvolumen, sondern auch aus technischer Sicht bedeutend: Die vollkommen neu entwickelte Vierzylinder-Motorengeneration soll auch in anderen Modellen des Jaguar-Land-Rover-Konzerns Einzug erhalten.  Die sparsamste Version des künftigen  Jaguar  XE soll sich im Normzyklus mit weniger als vier Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer begnügen. Das bedeutet CO2-Emissionen von unter 100 Gramm pro Kilometer. Großen Anteil daran hat die zu rund 75 Prozent aus Aluminium-Werkstoffen gefertigte Karosserie – dem höchsten Wert in dieser Klasse. Was Jaguar für den XE verlangen wird, steht noch nicht fest. Quelle: Jaguar
Kia SorentoIn Paris wird der Kia Sorento lediglich seine Europapremiere feiern, zuvor wird er schon in Korea der Weltöffentlichkeit gezeigt. Gegenüber dem Vorgänger ist das neue Modell länger, breiter und flacher, hat einen größeren Radstand und bietet mehr Platz. Das neue SUV-Flaggschiff der Marke soll in Sachen Optik und Ausstattung über eine „Premium-Ausstrahlung“ verfügen. Quelle: Kia
Land Rover Discovery SportDer Freelander als kompakter Offroader wird bei Land Rover bald Geschichte sein. Er wird durch einen kleinen Ableger des Geländewagen-Ungetüms Discovery mit dem Beinamen „Sport“ ersetzt – analog zu dem Doppel Range Rover/Range Rover Sport. Abgesehen von diesen Aufnahmen des getarnten Prototypen hält sich Land Rover mit Details noch zurück. Nur soviel: Er soll wie der große Discovery wahlweise als Fünf- oder als Siebensitzer erhältlich sein. Wobei die Briten ehrlich sind und beim siebensitzigen Discovery Sport von einer 5+2-Sitzanlage sprechen – den Platz für sieben vollwertige Sitze bietet dann doch nur der große Discovery. Quelle: Land Rover
Lexus NXMercedes GLK, Audi Q5 und BMW X3 bekommen einen Konkurrenten aus Japan. Mit dem NX will sich Lexus zwei Alleinstellungsmerkmale erarbeiten: Der von der Konkurrenz in dieser Klasse nicht angebotene Hybridantrieb und das – sagen wir – mutige Design. Der riesige Kühlergrill lässt selbst einen Audi alt aussehen, die geschlitzten LED-Augen wirken böser, als der NX vermutlich ist. Angetrieben wird er von dem 2,5 Liter großen Benziner und einem Elektromotor, was eine Leistung von 197 PS und einen Normverbrauch von 5,0 Litern ergeben soll. Über die Preise des Lexus NX schweigt sich der Hersteller noch aus. Sie dürften beim Hybridmodell jedoch bei rund 40.000 Euro starten – im Frühjahr soll noch ein Zweiliter-Turbobenziner folgen. Quelle: Toyota
Mercedes CLS Shooting BrakeMercedes zeigt das Facelift der Baureihen CLS und CLS Shooting Brake. Schlagwort: Mehr Dynamik. Dazu tragen ein neuer, ausdrucksstarker Diamantgrill, ein prägnanter vorderer Stoßfänger mit großen Lufteinlässen sowie neue, leicht abgedunkelte Heckleuchten mit Mehrpegelfunktion bei. Fünf Motoren stehen zur Wahl, alle erfüllen die Euro-6-Norm. Neu in dieser Klasse ist der CLS 220 BlueTEC mit Vierzylinder-Dieselmotor mit Common-Rail-Direkteinspritzung der vierten Generation und zweistufiger Abgasturboaufladung. Leistung: 170 PS. Ebenfalls neu ist der V6-Benzinmotor mit Abgasturboaufladung im CLS 400 mit dreieinhalb Liter Hubraum und Biturbo-Aufladung mit 333 PS. Außerdem werden künftig vier statt bisher zwei Modelle mit permanentem Allradantrieb angeboten. Newcomer sind der CLS 250 BlueTEC 4MATIC sowie der CLS 400 4MATIC. Das Facelift bringt außerdem eine neue neunstufige Automatik mit hydrodynamischem Drehmomentwandler mit. Sie war bisher nur in der neuen E-Klasse zu haben. Das Getriebe soll den Kraftstoffverbrauch senken und die Agilität steigern. Die Neungang-Automatik ist im CLS 220/250/350 (Diesel) und im CLS 500 (Benziner) zu haben. Quelle: Daimler
Mercedes-Benz V-Klasse 4MaticAls Daimler-Chef Dieter Zetsche die neue V-Klasse vorstellte, sprach er von der eierlegenden Wollmilch-Sau. Ein Auto für Familie, Sportbegeisterte, Rentner oder VIP-Shuttle-Fahrer. Was da noch fehlte? Der Allrad-Antrieb natürlich. Der Spaß hat seinen Preis. Weil für die 4x4-Variante ein stärkerer Motor nötig ist, gibt es die 4Matic-Version nur mit 190 PS und ab üppigen 53.110 Euro. Quelle: Daimler
Mercedes-Benz C63 AMGMercedes zeigt mit dem C63 AMG das neue Topmodell der C-Klasse in Paris. Angetrieben wird die stärkste C-Klasse-Variante von einem Vierliter-V8-Bitrubo, der im C63 476 PD und im C63 S 510 PS leistet. Das neu entwickelte Triebwerk ist eng verwandt mit dem Motor des neuen Sportwagens AMG GT, der ebenfalls in Paris seine Premiere feiert. Obwohl der neue C63 gegenüber seinem Vorgänger mit 6,2-Liter-Saugmotor über zwei Liter Hubraum eingebüßt hat, sinkt die Leistung in der Standardversion nur um elf PS. Ein neu entwickeltes AMG-Sportfahrwerk mit elektronisch geregelten Stoßdämpfern, das mechanische Hinterachs-Sperrdifferenzial sowie verschiedene Fahrprogramme dürften den minimalen Leistungsverlustt wieder wett machen. Limousine und T-Modell sind als Mercedes-AMG C 63 S und C 63 lieferbar. Der C 63 S ist noch mehr auf Fahrdynamik ausgerichtet. Die Markteinführung startet im Februar 2015 mit dem leistungsstärkeren C 63 S mit 510 PS, der C 63 mit 476 PS sowie das C 63 S T-Modell folgen im April 2015. Quelle: Daimler
Mini Cooper FünftürerDie Modelle werden bei Mini neu geordnet. Teils skurrile Ableger wie den Paceman als Coupé-Variante des SUVs Countryman wird es von der neuen Generation nicht mehr geben. Dafür aber naheliegende Modelle wie einen Fünftürer auf Basis des „klassischen“ Cooper. In der neuen Karosserievariante ist der Mini 16 Zentimeter länger (3,98 Meter) und einen Zentimeter höher als das Modell mit drei Türen und soll deutlich mehr Platz bieten. Dafür kostet er 900 Euro mehr als der Dreitürer. Der zusätzliche Raum kommt dank des um sieben Zentimeter erweiterten Radstandes zum einen den bis zu drei Passagieren auf der Rückbank zugute, die vorher extrem beengt saßen. Zum anderen ist der Gepäckraum deutlich gewachsen, es haben nun 278 Liter Platz, 67 mehr als vorher.  Der Fünftürer startet am 25. Oktober zu Preisen ab 20.600 Euro.
Opel Corsa Quelle: Opel
Neuer Opel Corsa Quelle: Opel
Opel Zafira Nach Paris bringen die Rüsselsheimer den Zafira als 120 PS-starke Variante mit 1.6-Liter CDTI ecoFLEX mit. Hier gibt es serienmäßig die Start-Stopp-Automatik und Sechsgangschaltgetriebe. Der „Flüsterdiesel“ schluckt nach Werksangaben 4,5 Liter auf 100 Kilometer und stößt dabei 119 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Preis: ab 26.850 Euro. Quelle: Opel
Peugeot Quartz ConceptDie Citroën-Schwester stellt eine Crossover-Studie vor, die voller Überraschungen steckt. Das Design ist etwas bullig geraten – Peugeot nennt es sportlich, kraftvoll, robust. Leistungsstark ist definitiv der 500-PS-Motor, der unter der Kühlerhaube schlummert. Dafür wurde ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 270 PS mit zwei je 85 kW starken Elektromotoren an der Vorderachse sowie an der Hinterachse gepaart. Flügeltüren geben den Blick ins Innere frei. Die Mittelkonsole ist aus vulkanischem, unbehandeltem Basaltstein; Boden, Säulen, Dachhimmel und Sitze sind mit meliertem Leder bezogen. Quelle: Peugeot

Die Münchner hatten – wie das "Handelsblatt" berichtete – zuletzt ihre Elektrostrategie erweitert. Neben einer neuen Batterie für den i3 sollen weitere Modelle der Münchener elektrifiziert werden. Damit verabschiedet sich BMW auch von der lange verfolgten Strategie, die Elektromodelle aus dem ultraleichten, aber teuren Werkstoff Carbon zu fertigen. Insidern zufolge sollen batteriebetriebene Versionen vom Mini und einem SUV der X-Reihe auf den Weg gebracht werden.

Und auch Volkswagen sucht in Paris den Befreiungsschlag mit einem Elektromodell. Mit Spannung wird ein kompaktes, elektrisches Konzeptfahrzeug erwartet, das nicht nur beim Design, sondern auch beim Antrieb den Trend für die nächsten Jahre vorgeben soll. 400 Kilometer Reichweite werden erwartet. Allein bei der Kernmarke VW sollen bis zum Jahr 2020 ganze 20 rein elektrische Modelle auf den Markt kommen. Und auch die Premiummarken legen nach. Neben dem SUV Cayenne soll bei Porsche künftig auch der Panamera als halbelektrischer Plug-in-Hybrid erhältlich sein.

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