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AutozuliefererZF-Mitarbeiter protestieren zu Tausenden gegen Stellenabbau

Für den Betriebsrat ist es ein „Frontalangriff“: Gegen einen massiven Stellenabbau beim Autozulieferer ZF setzen sich Tausende Mitarbeiter zur Wehr. Auch die Chefetage meldete sich zu Wort. 10.09.2024 - 12:46 Uhr

Mitarbeiter des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen AG demonstrieren gegen den geplanten Stellenabbau. Proteste gibt es in Friedrichshafen, Saarbrücken und Mannheim.

Foto: Felix Kästle/dpa

Tausende Mitarbeiter des Autozulieferers ZF haben gegen den geplanten Stellenabbau des Konzerns protestiert. Alleine am Hauptsitz in Friedrichshafen wurden rund 3000 Teilnehmer erwartet. „Wir machen diese Aktion, weil wir uns gegen diesen Frontalangriff auf die Belegschaften in Deutschland wehren müssen“, sagte ein Betriebsratssprecher. Auch Saarbrücken mit derzeit 10.000 Beschäftigten beteiligt sich an dem Aktionstag. Die Belegschaft in Mannheim wollte mit einem Autokorso protestieren. „Wir fordern das Management auf, die Abbaupläne zurückzunehmen“, forderte die Gewerkschaft IG Metall in Mannheim.

ZF will bis zu 14.000 Stellen in Deutschland streichen

ZF hatte Ende Juli angekündigt, in den kommenden Jahren bis zu 14.000 Stellen in Deutschland zu streichen. Dafür plant der Konzern die Gründung mehrerer Standortverbunde mit schlankeren Strukturen.

Zurzeit sind rund 54.000 Menschen in Deutschland bei dem Unternehmen beschäftigt. In welchem Umfang Reduzierungen an den 35 Standorten vorgesehen sind, werde „in den kommenden Wochen konkretisiert“, hieß es seinerzeit vom Vorstand.

„Wir als ZF können uns nicht von den schwierigen Rahmenbedingungen in der Automobilbranche abkoppeln, wie etwa dem verzögerten Anlauf der E-Mobilität und hohen Produktionskosten vor allem am Standort Deutschland“, teilte ZF-Personalvorständin und Arbeitsdirektorin, Lea Corzilius, mit. Man müsse ZF zukunftsfähig auszurichten und die Standorte in Deutschland so weiterentwickeln, dass sie nachhaltig wettbewerbsfähig und solide aufgestellt seien.

Lesen Sie auch: Es geht jetzt um alles. Nicht nur für VW.

dpa
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