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Bram Schot Höhere Produktivität und „hundert Prozent Transparenz“ – neuer Audi-Chef formuliert Ziele

Der Audi-Chef Schot dringt auf geringeres Hierarchiedenken und mehr Ehrlichkeit in der internen Kommunikation. Auch die Produktion soll verändert werden.

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Nach der Verhaftung von Rupert Stadler wurde der Niederländer neuer Vorstandschef. Quelle: dpa

Berlin Der neue Audi-Chef Bram Schot hat in einem Zeitungsinterview die Ausrichtung für die kommenden Jahre vorgegeben. Der Nachfolger des inhaftierten Rupert Stadler wird zum Jahreswechsel regulärer Audi-Vorstandschef. Er sieht seine Aufgabe hauptsächlich im Umbau des Konzerns. „Wir haben die Gelegenheit, alles auf den Prüfstand zu stellen und Dinge zu verändern.“ 2019 werde deshalb „das Jahr des Umbruchs bei Audi.“

Der lange währende Erfolg habe „viele verwöhnt und ein bisschen träge gemacht“, sagte Schot der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). Die Mitarbeiter müssten verstehen, „dass wir eine schwere gemeinsame Aufgabe haben“.

Indirekt sprach Schot dabei auch über mögliche Stellenkürzungen. Denn: Für die jetzige Produktionsmenge gebe es zu viele Mitarbeiter. „Jetzt kann man überlegen, mit weniger Leuten zu arbeiten. Oder mit den gleichen Leuten mehr Output erzeugen“, sagte Schot. Er wolle Letzteres und müsse dazu die Unternehmensstrategie fokussieren: „Wir machen gerade zu viel.“

Als Konsequenz aus dem Dieselskandal forderte Schot geringeres Hierarchiedenken und größere Ehrlichkeit in der konzerninternen Kommunikation ein. „Ich will Leute mit hundert Prozent Transparenz“, sagte er der Zeitung weiter. „Da reicht es mir nicht, dass wahr ist, was mir die Leute sagen. Ich will, dass mir die Leute alles sagen, was wahr ist.“ Fehler müssten offen besprochen werden.

Schot führt Audi seit der Verhaftung seines Vorgängers Rupert Stadler im Juni als Interimschef. Zum 1. Januar 2019 rückt er zudem in den Wolfsburger Konzernvorstand des Mutterkonzerns Volkswagen auf. Für Schot ist es eine Blitzkarriere: Erst seit September 2017 gehört er dem Audi-Vorstand in Ingolstadt an. Zuvor war der frühere Daimler-Manager fünf Jahre Vertriebschef bei VW-Nutzfahrzeuge.

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