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Chipmangel Chipkrise drückt Absatz von Daimler

Mercedes-Stern hinter roter Ampfel.

Der Chipmangel schlägt bei Daimler immer stärker auf den Absatz durch. Die Stuttgarter gehen nun davon aus, dass die Verkäufe von Mercedes-Benz bis Ende September deutlich niedriger ausfallen werden.

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Der anhaltende Halbleitermangel bremst nach Einschätzung von Daimler-Chef Ola Källenius den Absatz des Stuttgarter Autobauers. „Mit den Werkschließungen bei Halbleiterlieferanten in Malaysia und anderswo ist die Herausforderung nun noch größer geworden, sodass unser Absatz im dritten Quartal voraussichtlich spürbar unter dem zweiten Quartal liegen wird“, sagte Konzernchef Ola Källenius der Branchenzeitung „Automobilwoche“. Für das dritte Quartal rechne er mit einem geringeren Absatz. Die Autoverkäufe würden „voraussichtlich spürbar“ unter denen des zweiten Jahresviertels liegen.

Von April bis Juni hatte Daimler den Angaben zufolge rund 590 000 Fahrzeuge der Marken Mercedes und Smart ausgeliefert. In den vergangenen Wochen und Monaten waren immer wieder Werke heruntergefahren worden, weil Teile für die Montage fehlten. Betroffen sei auch die Factory 56 in Sindelfingen, in der die S-Klasse und das elektrische Flaggschiff EQS gebaut werden.

Der gebremste Absatz dürfte sich jedoch nach den Worten des Managers nicht in gleichem Maße auf die wirtschaftliche Situation des Konzerns auswirken. „Ich bin froh, dass wir unser Unternehmen in dieser Hinsicht schon deutlich flexibler und wetterfester gemacht haben“, sagte Källenius. Hier agiere Daimler aus einer anderen Position heraus als noch vor zwei oder drei Jahren. Nach tiefroten Zahlen wegen der Corona-Krise hatte Daimler im ersten Halbjahr 2021 auch dank eines verschärften Sparkurses wieder Milliardengewinne erzielt.



Wie lange die Halbleiter-Krise das Geschäft der Autobauer noch beeinträchtigen könnte, wagte der Daimler-Chef nicht vorherzusagen. Längerfristige Prognosen seien sehr schwierig. „Wichtig ist, dass die Nachfrage nach den Fahrzeugen da ist. Irgendwann wird auch das Problem der Halbleiter gelöst sein.“

Mehr zum Thema: An drei Standorten stehen die Mercedes-Werke nun still. Vor allem der Nachschub mit Elektronikchips bereite Probleme beim Weiterarbeiten.

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