Heidelberger Druckmaschinen Nachfrage nach Digitaldruckern lässt Heideldruck hoffen

Heidelberger Druckmaschinen hat seinen Erholungskurs nach der Krise gefestigt. Dafür sorgt die steigende Nachfrage nach Digital-Angeboten.

Der weltweit führende Hersteller von Bogenoffset-Druckmaschinen hatte lange mit den Folgen der Finanzkrise vor rund zehn Jahren zu kämpfen. Quelle: dpa

HeidelbergDer Anlagenbauer Heidelberger Druckmaschinen verspürt eine wachsende Nachfrage nach Digitaldruckmaschinen für Verpackungen und Etiketten. In nahezu allen Regionen habe er zuletzt deutlich steigende Auftragseingänge verzeichnet, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Bestellungen legten im dritten Quartal (Ende Dezember) um 16 Prozent auf 678 Millionen Euro zu.

Wegen einer einmaligen Belastung aus der US-Steuerreform stand unter dem Strich ein Verlust von 10 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern einen Gewinn von 18 Millionen Euro erzielt. Ungünstige Währungseffekte lasteten auf dem Umsatz, der von 608 auf 603 Millionen Euro zurückging.

Der weltweit führende Hersteller von Bogenoffset-Druckmaschinen hatte lange mit den Folgen der Finanzkrise vor rund zehn Jahren zu kämpfen. Für das Gesamtjahr 2017/2018 geht der Anlagenbauer weiter von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Der Überschuss soll wegen der Steuerrefom-Belastung deutlich unter den Vorjahreswert von 36 Millionen Euro sinken. Mittelfristig will Heidelberger Druckmaschinen weiter einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von über 100 Millionen Euro erreichen. Diese Ziele würden dank der digitalen Transformation immer greifbarer, sagte Vorstandschef Rainer Hundsdörfer laut Mitteilung.

An der Börsen kamen die Nachrichten gut an. Heidelberger-Druck-Aktien gewann am Morgen knapp 6 Prozent. Das Papier war zuletzt deutlich unter Druck geraten.

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