Metall-Tarifstreit Kein Abschluss in Sicht

Die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie laufen weiterhin schleppend. Kommt es nicht zu einer Einigung, droht eine Eskalation des Arbeitskampfes.

Beim Metall-Tarifstreit ist noch keine Einigung in Sicht. Quelle: dpa

Arbeitgeber und Gewerkschaft ringen weiterhin um einen Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie. Mehr als 13 Stunden nach dem Start der möglicherweise entscheidenden Tarifrunde für die rund 700.000 Beschäftigen in Nordrhein-Westfalen war am frühen Freitagmorgen noch kein Durchbruch erkennbar.

Es gebe viel mehr Gegensätze als Lösungen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft in Köln. Offenbar bemühten sich die Tarifpartner aber intensiv um eine Lösung. An welchen Punkten sie nicht voran kamen, blieb unklar.

Bei der Tarifrunde in Köln soll ein Pilotabschluss für die gesamte Branche in Deutschland mit 3,8 Millionen Beschäftigten erzielt werden. Die in dem Pilotbezirk erzielten Ergebnisse werden in der Regel in den übrigen Bezirken übernommen. Bei den Verhandlungen in Köln nahmen auch die Spitzen der IG Metall aus Frankfurt und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall in Berlin teil.

Vor Beginn der bereits fünften Tarifrunde hatten die Verhandlungsführer beider Seiten, Knut Giesler für die IG Metall und Arndt Kirchhoff vom Arbeitgeberverband Metall NRW, konstruktive und ernsthafte Verhandlungen angekündigt.

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld, bei einjähriger Laufzeit. Die Arbeitgeber boten zuletzt für 24 Monate Entgelterhöhungen in zwei Stufen, die sich auf 2,1 Prozent summieren, plus eine Einmalzulage von 0,3 Prozent.

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