Quartalszahlen: DocMorris bleibt in den roten Zahlen
Der Online-Apotheker DocMorris hat im ersten Halbjahr weniger umgesetzt. Das Unternehmen schrieb zudem unter dem Strich weiter rote Zahlen. Dabei konnte es die Verluste jedoch reduzieren. Nach dem Verkauf des Schweizer Geschäfts unter dem Namen Zur Rose befindet sich die Firma im Umbruch.
Konkret sank der Umsatz von Januar bis Juni um 21 Prozent auf 501,4 Millionen Schweizer Franken (524 Mio. Euro), wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte. Das an den Schweizer Einzelhandelskonzern Migros verkaufte Schweizer Geschäft wurde aus diesen Zahlen herausgerechnet. Im zweiten Quartal konnte das Unternehmen dabei ein Wachstum von zwei Prozent im Vergleich zum Vorquartal erzielen.
In Deutschland, dem nun wichtigsten Markt, gingen die Erlöse im ersten Halbjahr um rund 21 Prozent auf 468,5 Millionen Franken zurück. DocMorris setzt auf die Einführung des E-Rezepts in Deutschland. Elektronische Rezepte sollen hier bis Anfang nächsten Jahres auf breiter Front in allen Praxen zu bekommen sein.
Unter dem Strich blieb das Unternehmen tief in den roten Zahlen, wie der Nettoverlust von 58,2 Millionen Franken zeigt. Aber auch hier ist es etwas weniger als das Minus von 83,6 Millionen im Vorjahr.
DocMorris hat sich erst für 2024 zum Ziel gesetzt, die operative Gewinnschwelle zu erreichen. Dieses Ziel wurde nun erneut bestätigt.
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