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KI auf dem iPhoneApple vor Start von Live-Übersetzungen in der EU

Als Apple Live-Übersetzungen mit dem iPhone vorstellte, blieben Nutzer in der EU zunächst außen vor – unter Verweis auf europäische Digital-Gesetze. Jetzt hat Apple eine Lösung umgesetzt. 05.11.2025 - 08:05 Uhr
Ein Mann hält ein iPhone 17 in der Hand. Foto: REUTERS

Apple hat seine Live-Übersetzungsfunktion in Einklang mit europäischen Digitalregeln gebracht und wird sie bald einführen. Nach mehrmonatiger Verzögerung wird die Fähigkeit zunächst für Software-Entwickler verfügbar sein. Eine öffentliche Betaversion wird danach folgen, wie der iPhone-Konzern ankündigte.

Die Funktion wurde im Juni vorgestellt und in den USA im September eingeführt. Den Start in der EU zögerte Apple allerdings unter Verweis auf europäische Digital-Gesetze hinaus. Vor allem machte dem Konzern die Vorgabe der Interoperabilität Sorgen, die erfordert, dass technische Fähigkeiten auch anderen Anbietern zur Verfügung stehen müssen. Sprachen wie Deutsch und Französisch beherrschte die Software von Anfang an – die Funktion war nur nicht für Nutzer aus der Europäischen Union verfügbar.

Die Live-Übersetzungen funktionieren mit neueren Modellen von Apples AirPods-Ohrhörer und iPhones. Dabei werden Sätze von Gesprächspartnern für Träger der Ohrhörer übersetzt. Wenn beide Personen AirPods tragen, ist eine Unterhaltung in der jeweils eigenen Sprache möglich.

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von Matthias Hohensee

Knackpunkt bei Audiosignalen

Apple zufolge war der Haken in der EU die Art, wie für die Funktion Audiosignale zwischen den Ohrhörern und dem iPhone hin und her geschickt werden. So ist es zum Beispiel möglich, dass ein Nutzer die AirPods trägt und sein Gesprächspartner ins angeschlossene iPhone spricht und die Übersetzungen auf dem Bildschirm angezeigt werden. Dafür hat die Software gleichzeitigen Zugriff auf Lautsprecher und Mikrofon sowohl des iPhones als auch der Ohrhörer.

Die technische Lösung, die dafür sorgt, dass der Ton dabei zwischen den Geräten geleitet wird, müsse man nach dem europäischen Digital-Gesetz DMA (Digital Markets Act) auch Konkurrenten zugänglich machen, betont Apple. Dies datenschutzfreundlich umzusetzen, habe einige Monate gedauert. Das Ergebnis ist, dass künftig zum Beispiel ein Kopfhörer-Hersteller die technische Möglichkeit haben wird, gleichzeitig auch direkt auf Mikrofon und Lautsprecher eines iPhones zuzugreifen. Der Konzern weist darauf hin, dass es bei anderen Funktionen länger dauern könne. Zugleich kritisiert Apple weiterhin, dass die „aggressive Interpretation“ der DMA-Regeln durch die EU-Kommission Risiken für Nutzer bedeute und schlecht für Innovationen sei.

Bei der Funktion erkennt die Software die Sprachen nicht automatisch, sondern sie müssen in Apples hauseigener Übersetzungs-App ausgewählt werden. Die Übersetzung läuft standardmäßig auf den iPhones ohne einen Zugriff auf Rechenleistung in der Cloud.

dpa
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