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KI-SuchmaschinePerplexity will Google-Browser Chrome kaufen

Google steht wegen seiner Marktmacht unter Druck. Das KI-Start-up Perplexity hat nun angeboten, den beliebten Chrome-Browser des Konzerns zu kaufen – für 34,5 Milliarden Dollar. 13.08.2025 - 11:09 Uhr
Das Logo von Google ist an einem Gebäude der Konzernzentrale in Mountain View zu sehen. Foto: Andrej Sokolow/dpa

Die KI-Suchmaschine Perplexity AI will den Webbrowser Chrome von Google übernehmen. Das Unternehmen habe ein unaufgefordertes Angebot in Höhe von 34,5 Milliarden Dollar vorgelegt, teilte Perplexity am Dienstag mit. Dieses soll komplett in bar bezahlt werden. Mit dem Kauf von Chrome könnte sich das Start-up den Zugang zu den mehr als drei Milliarden Nutzern des Browsers sichern und sich so einen Vorteil im Wettrennen um die KI-gestützte Suche verschaffen.

Wie Perplexity das Angebot finanzieren will, bleibt zunächst offen. Das drei Jahre alte Unternehmen wird mit 14 Milliarden Dollar bewertet und hat bislang rund eine Milliarde Dollar von Investoren wie dem US-Chiphersteller Nvidia und dem japanischen Technologiekonzern SoftBank eingesammelt. Mehrere Fonds hätten zudem angeboten, die Transaktion vollständig zu finanzieren, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters, ohne diese beim Namen zu nennen.

Analysten zufolge dürfte Google kaum bereit sein, Chrome freiwillig zu verkaufen. Doch der Konzern steht wegen seiner Marktmacht zunehmend unter Druck von Regulierungsbehörden und könnte zu einem Verkauf seines Browsers gezwungen werden. Das US-Justizministerium arbeitet im Rahmen eines Kartellverfahrens genau darauf hin. Der zuständige Richter, der den Prozess in Washington beaufsichtigt, urteilte im vergangenen Jahr, dass Google ein Monopol bei der Online-Suche und der damit verbundenen Werbung habe. Seine Entscheidung über mögliche Maßnahmen wird noch in diesem Monat erwartet. Eine Stellungnahme von Google lag zunächst nicht vor.

Das Gebot von Perplexity liegt deutlich unter dem Wert von mindestens 50 Milliarden Dollar, den der Chef der konkurrierenden Suchmaschine DuckDuckGo, Gabriel Weinberg, für den Fall eines erzwungenen Verkaufs veranschlagt hatte. Neben Perplexity und dem ChatGPT-Entwickler OpenAI haben auch Yahoo und die Beteiligungsgesellschaft Apollo Global Management Interesse an Chrome bekundet.

rtr
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