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Neue EU-Urheberrichtlinie Google warnt Kreative und Medien vor sinkenden Einnahmen

Exklusiv
Suchmaschinenkonzern Google und Tochterunternehmen Youtube warnen vor sinkenden Einnahmen im Zusammenhang mit der EU-Urheberrechtlinie. Quelle: imago images

Google und YouTube warnen Künstler, Verlage und Musiker vor sinkenden Einnahmen durch die EU-Urheberrichtlinie. Auch andere Medienunternehmen und Verbände haben beim Bundesjustizministerium Stellung bezogen.

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Im Zusammenhang mit der umstrittenen EU-Urheberrichtlinie haben der Suchmaschinenkonzern Google und sein Tochterunternehmen YouTube vor sinkenden Einnahmen für Künstler, Verlage und Musiker gewarnt.

In einer Stellungnahme im Rahmen der öffentlichen Konsultation zur Umsetzung der EU-Richtlinie schreibt das US-Unternehmen, ein „nicht funktionierender Rahmen“ beinhalte das Risiko, dass „die von YouTube an traditionelle Medien- und Musikunternehmen ausgezahlten Einnahmen sinken“ könnten. Dies, so Google in seinem 31 Seiten langen Schreiben, „hätte potentiell verheerende Auswirkungen für die vielen europäischen Kreativen, die ihr Geschäft auf YouTube aufgebaut haben“.

Im Frühjahr hatten die Verhandlungen zum neuen EU-Urheberrecht vor der Abstimmung im EU-Parlament für erbitterte Diskussionen und Streit zwischen Befürwortern und Gegnern der Richtlinie gesorgt. Vor allem in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern, gingen tausende Gegner der Richtlinie bei Demonstrationen auf die Straße. Umstritten ist vor allem der Einsatz sogenannter Uploadfilter, mit denen urheberrechtlich geschützte Inhalte identifiziert und verwaltet werden können.

Bevor die Richtlinie in zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden soll, hatte das Bundesjustizministerium in einer öffentlichen Konsultation interessierte Parteien zu einer Stellungnahme aufgerufen. Insgesamt sind dazu bis Anfang September 91 Positionspapiere beim Ministerium eingegangen.

Neben Google, YouTube und Facebook haben sich Medienunternehmen wie Bertelsmann, RTL und Sky, aber auch zahlreiche Verbände wie der Deutsche Städtetag und der Verband der Chemischen Industrie, Sportorganisationen wie die Deutsche Fußball-Liga, Verwertungsgesellschaften, kulturelle Interessenvertretungen und Einzelpersonen mit teils sehr ausführlichen Stellungnahmen eingebracht. Diese, so ein Sprecher des Ministeriums, würden nun ausgewertet und im weiteren Verfahren berücksichtigt.

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