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  4. Twitter soll zu X werden: Elon Musk verabschiedet sich vom Vogel-Logo

Twitter soll zu X werden„Keine Ahnung, welche subtilen Hinweise es verraten haben, aber ich mag den Buchstaben X“

Lange war der blaue Vogel das Erkennungszeichen für den Kurznachrichtendienst Twitter. Doch nach Elon Musks Übernahme und Konzernumbau muss nun auch er Federn lassen. 24.07.2023 - 11:07 Uhr

Das Markenzeichen der Plattform soll durch ein „X“ ersetzt werden.

Foto: REUTERS

Twitter will sich unter seinem Eigentümer Elon Musk vom blauen Vogel verabschieden und als Logo ein „X“ einführen. Die Änderung werde weltweit schon an diesem Montag kommen, gab Musk am Sonntag in einer Serie von Tweets bekannt. „Und bald werden wir der Twitter-Marke Adieu sagen und, allmählich, all den Vögeln“, schrieb er unter Verweis auf das bisherige Emblem der Online-Plattform. Musk versucht mit diesen ersten kleinen Schritten, X als neuen Namen für den Kurznachrichtendienst zu etablieren; der Account-Name des Profils lautete aber am Montagmorgen weiterhin „@twitter“.

Mit einer Umbenennung würde Musk eine mehr als 15 Jahre alte Marke mit weltweiter Bekanntheit und hohem Erkennungswert fallenlassen. Er zeigte sich jedoch entschlossen, das Vorhaben durchzuziehen. Der Mitbegründer der Marketingberatung Metaforce, Allen Adamson, sagte, die Neuerung bei Twitter sei angesichts Musks langjähriger Verbundenheit mit dem Buchstaben „X“ keine Überraschung. Schon nach seiner Übernahme des Kurznachrichtendienstes für rund 44 Milliarden Dollar im vergangenen Oktober hatte der Tech-Unternehmer verkündet, der Kauf von Twitter sei „ein Beschleuniger für die Schaffung von X, der Alles-App“.

Musks Raumfahrtfirma Space Exploration Technologies Corporation ist gemeinhin unter dem Namen SpaceX bekannt. Und im Jahr 1999 gründete er einen Start-up namens X.com mit, einen Online-Finanzdienstleister, den die Welt nun als PayPal kennt. „Keine Ahnung, welche subtilen Hinweise es verraten haben, aber ich mag den Buchstaben X“, twitterte Musk augenzwinkernd.

Stunden später meldete sich die erfahrene Managerin Linda Yaccarino zu Wort, die Musk im Mai zur neuen Chefin von Twitter ernannt hatte. Es sei außerordentlich selten – im Leben und in der Geschäftswelt –, dass man eine zweite Chance bekomme, einen großen Eindruck zu hinterlassen, twitterte sie. „Twitter hat einen gewaltigen Eindruck hinterlassen und die Art und Weise verändert, wie wir kommunizieren. Nun wird X weitergehen und den globalen Stadtplatz transformieren.“ X werde „der künftige Staat unbegrenzter Interaktivität sein und mit einem Fokus auf Audio, Video, Nachrichten und Zahlungen/Banking einen globalen Marktplatz für Ideen, Güter, Dienstleistungen und Chancen schaffen“. Yaccarino verantwortete vor ihrem Posten bei Twitter das Anzeigengeschäft beim Medienriesen NBCUniversal.

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Auf Twitter stieß die Neuerung jedoch auf Skepsis. Marketing-Experte Adamson sagte, die Änderung werde viele Twitter-Nutzerinnen und -Nutzer verwirren, die schon von anderen großen Neuerungen durch Musk genervt seien. „Sie werden es nicht verstehen“, erklärte Adamson.

Twitters Werbeeinnahmen halbiert

Elon Musk hatte Twitter im vergangenen Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Er brachte den Online-Dienst im Frühjahr bereits in ein neues Unternehmen mit dem Namen X Corp. ein. Die Website x.com leitet seit Sonntag zu Twitter um. Das funktioniert auch, wenn man zur Website-Adresse einzelne Profilnamen hinzufügt – und könnte der erste Schritt sein, um von twitter.com zu x.com umzuziehen.



Seit der Übernahme durch den Tesla-Chef ist der Umsatz bei der Online-Plattform eingebrochen. Fast drei Viertel der ursprünglichen Belegschaft hat er entlassen, um Kosten zu senken und einer Pleite zu entgehen. Musk hatte in diesem Jahr bei Twitter ein Bezahlangebot mit einer Abo-Gebühr von acht Dollar pro Monat eingeführt, um die Einnahmen des Unternehmens anzukurbeln.

In den ersten Monaten der Ära Musk verließen zahlreiche Werbekunden den Kurznachrichtendienst, der auf Anzeigenerlöse stark angewiesen ist. Die Abkehr der Werbetreibenden wurde teils auf Änderungen zurückgeführt, die aus Sicht von Kritikern der Verbreitung von Hassrede bei Twitter Vorschub geleistet haben. Ende April behauptete Musk zwar, dass Werbekunden zurückgekehrt seien, blieb jedoch Details schuldig. Jüngst räumte er dann ein, dass sich die Werbeeinnahmen von Twitter seit der Übernahme halbiert haben.

AP, dpa, jre
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