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Kettler-Insolvenzsachwalter „Es geht nicht um einen Job-Kahlschlag“

Exklusiv
Familienunternehmen in der Krise: Die Kettler-Firmenzentrale in Ense-Parsit. Der Kettcar-Hersteller hat erneut Insolvenz angemeldet. Foto: Jörg Taron   dpa/lnw Quelle: dpa

Kettler kämpft ums Überleben. Der Insolvenzsachwalter macht den rund 500 Mitarbeitern jetzt Mut: „Es gibt gute Chancen, das Unternehmen zu erhalten“, sagte Georg Kreplin im Gespräch mit der WirtschaftsWoche.

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Für die rund 500 Beschäftigten des insolventen Kettcar-Hersteller Kettler gibt es Hoffnung, dass ihr Unternehmen erhalten bleibt. „Die Marke ist ein echtes Pfund“, sagte Insolvenzsachwalter Georg Kreplin der WirtschaftsWoche. „Es gibt gute Chancen, das Unternehmen zu erhalten, wenn bei Kettler jetzt die Hausaufgaben erledigt werden“, so Kreplin. „Dabei geht es nicht um einen Job-Kahlschlag, sondern um die Neuordnung interner Prozesse und die finanzielle Basis.“

„Die dritte Insolvenz ist für jedes Unternehmen eine Bürde, aber die Sanierung hat Aussicht auf Erfolg“, sagte die Düsseldorfer Juristin Annamia Beyer, die Kettler gemeinsam mit dem Restrukturierungsexperten Martin Lambrecht berät. Der bisherige Eigentümer Lafayette Mittelstand Capital wolle an Bord bleiben. Der Finanzinvestor sei „weiterhin von der Zukunftsfähigkeit der deutschen Produktionsstandorte überzeugt und beteiligt sich aktiv an der Sanierung“, so Lambrecht.

Kettler hatte Ende Juli einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt – zum dritten Mal innerhalb von gut vier Jahren. Das Unternehmen hatte bereits 2015 und 2018 zwei Insolvenzverfahren durchlaufen. Vor einem guten halben Jahr war der Finanzinvestor Lafayette Mittelstand Capital bei dem Traditionsunternehmen eingestiegen und hatte so die Hoffnungen der Mitarbeiter auf bessere Zeiten geweckt.

Lesen Sie hier: Wie die Ikone Kettler von schlechten Managern heruntergewirtschaftet wurde

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