Weltmarktführertag in Bielefeld: "Ihr müsst die Welt retten!"
Die wirtschaftliche Elite Ostwestfalens in der Stadthalle Bielefeld: Beim Tag der Weltmarktführer trafen sich am Dienstag die führenden Köpfe aus Politik und Wirtschaft der Region, um über die Industrie 4.0 und die Herausforderungen der Internationalisierung zu diskutieren.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheOstwestfalen-Lippe gehöre in die "Königsklasse der Technologieregionen in Deutschland", erklärte Wolf D. Meier-Scheuven, Präsident der IHK Ostwestfalen, im Grußwort zum Tag der Weltmarktführer.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheGemeinsam mit Meier-Scheuven hob auch Ernst Michael Hasse, Präsident IHK Lippe, darauf ab, dass OWL kleine und mittlere Unternehmen beheimatet, die "hochinnovativ und äußerst erfolgreich und in ihren Nischen häufig Weltmarktführer sind".
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheNRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (r.) pries die Potentiale des Wirtschaftsstandorts Nordrhein-Westfalens und der Region OWL. Sie ist eine der wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland und Heimat vieler "Hidden Champions". An seiner Seite: WirtschaftsWoche-Redakteur Franz W. Rother.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheIn Sachen Technologie und Innovation zählen viele Unternehmen aus OWL zu den Vorreitern.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheHans Beckhoff, Chef von Beckhoff Automation, erklärte, warum die Automatisierung von Abläufen eine Grundlagentechnologie für Fortschritt und Wachstum in Unternehmen sein kann - und wo die Herausforderungen liegen.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheArne Henne, Program & Marketing Manager EMEA Facebook, zeigte, wie auch mittelständische Unternehmen von digitalem Marketing profitieren können. Henne mahnte, den Trend zum Smartphone-Gebrauch nicht zu ignorieren. Seine Botschaft: "Mobile ist keine Technologie, sondern Konsumentenverhalten".
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheNeben der Digitalisierung stellt auch die Internationalisierung Familienunternehmen vor Herausforderungen. Darüber wurde lebhaft debattiert.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheDirk Heilmann, Managing Director am Handelsblatt Research Institute, analysierte die Lage auf dem Weltmarkt sieben Jahre nach der großen Finanzkrise.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheWie der Sprung in internationale Gewässer gelingen kann, stellte Miele-Geschäftsführer Markus Miele unter dem Motto „Von Gütersloh in die Welt“ vor.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheDass es bei der Internationalisierung neben Chancen auch Herausforderungen gibt, wurde in der Podiumsdiskussion zwischen Markus Miele, Dirk Heilmann, Martin Kannesgiesser und WiWo-Redakteur Franz Rother deutlich.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheInnovationsfreude und -kraft sind der Motor der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, urteilte Peter Köhler, der Vorstandsvorsitzende der Weidmüller-Gruppe.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheWie Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil genutzt werden kann, machte Wolfram Thomas (r.), der Konzernbeauftragte für Umwelt, Energie und neue Geschäftsfelder bei Volkswagen, deutlich.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheEckhard Scholz, Vorsitzender des Markenvorstands bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, skizzierte die Entwicklung nachhaltiger leichter Nutzfahrzeuge für den gewerblichen Mittelstand.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheDer Schritt an die Börse ist für ein Familienunternehmen nicht leicht. Am Beispiel Hella beschrieb Patrick Weiden vom Bankhaus Lampe die größten Hürden - und wie man sie überwindet.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheSpitzenleistungen sind nur durch kluge Kooperationen möglich, sagte Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge bei Porsche. Wie das in der Automobilbranche aussehen kann, zeigt er anhand des innovativen Hybrid-Sportwagens 918 Spyder.
Foto: Dominik Asbach für WirtschaftsWocheManchmal kommt das Beste tatsächlich zum Schluss – nämlich wenn der Porsche-Motorsport-Chef Frank-Steffen Walliser wie Stephen King von der Entwicklung und Produktion des Hybrid-Rennwagens Porsche 919 berichtet.
Vor gut 200 Unternehmern der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) berichten am Dienstag (23. Juni) in der Bielefelder Stadthalle insgesamt elf hochkarätige Politiker und Unternehmer, wo sie Chancen sehen und wie sie Probleme lösen.
Garrelt Duin, Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, sang ein Loblied auf die Region OWL und das dort ansässige Spitzencluster „Intelligente technische Systeme“. Das wird für fünf Jahre mit 40 Millionen Euro Bundeszuschuss gefördert, damit Deutschland weltweit seine führende Rolle bei der Fabrik der Zukunft, der so genannten Industrie 4.0, halten und ausbauen kann. Es geht darum, wie Maschinen und Anlagen dank Software untereinander kommunizieren können, ohne von Menschen überwacht und gesteuert werden zu müssen. Oder um es mit Duin zu sagen: „Industrie 4.0 ist, wenn die beteiligten Firmen nicht wissen, ob sie auf der Computermesse Cebit oder der Industrieschau Hannovermesse ausstellen sollen.“
Der Minister schmierte den erfolgreichen Unternehmern der Region gleich noch ein wenig Honig ums Maul: Auf Dienstreisen in China werbe er immer mit OWL. „Bei Miele und Oetker wissen die Chinesen gleich Bescheid“ und legte nach: „Den Unternehmern hier geht es um enkelfähiges Wirtschaften. Um das zu erklären, brauchen andere 100 Seiten.“
Der nächste Redner praktiziert das wie aus dem Lehrbuch. Hans Beckhoff, Chef von Beckhoff Automation, einem Unternehmen mit 580 Millionen Euro Umsatz, übernahm den elterlichen Elektrobetrieb und holte längst die eigenen zwei Kinder ins Boot. Sein Erfolgsgeheimnis nach mehr als 30 Jahren an der Front technologischen Fortschritts: „Die angebotenen Produkte radikal wechseln, alte Linien auch nicht mehr weiterpflegen.“ Und dann: „Mit den neuen Produkten auch gleich internationale Standards setzen.“ Mehr nicht...
Platz 30: Ensinger
Die 1966 gegründete Ensinger GmbH verarbeitet Kunststoffe zu Halbzeugen, Fertigteilen, Profilen oder Compounds. Neben dem Hauptsitz im baden-württembergischen Nufringen fertigt Ensinger an zwei weiteren Standorten in Deutschland. Das Familienunternehmen hat außerdem 14 Fabriken in aller Welt, darunter fünf in den USA und eine in China sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen – bis hin nach Indien.
Branche: Kunststoffe
Mitarbeiter 2012: 2181
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 100,00/350,20
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,35 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 876,2
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 29: Sennheiser electronic
Die Firma Sennheiser ist vor allem Audio-Fans ein Begriff. Der Mittelständler aus Wedemark-Wennebostel ist vor allem für seine Mikrofone und Kopfhörer bekannt. Im Profi-Bereich bietet das 1945 gegründete Unternehmen Broadcast-Technik, Luftfahrtkommunikationssysteme und Headsets für Callcenter an.
Branche: Audiotechnik
Mitarbeiter 2012: 2100
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 229,10/584,40
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 9,82 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 906,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 28: Adva Optical Networking
Der Glasfaser-Spezialist Adva Optical Networking wurde erst 1994 als kleines Start-up im thüringischen Meiningen und in München gegründet. Die Glasfaser-Übertragungstechnik von Adva wird weltweit von mehr als 10.000 Unternehmen eingesetzt. Produziert wird am Unternehmenssitz in Meiningen, die Verwaltung sitzt im bayerischen Martinsried.
Branche: Telekommunikation
Mitarbeiter 2012: 1378
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 88,06/330,10
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,13 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 907,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 27: Schottel
Die Schottel Gruppe mit Sitz im rheinland-pfälzischen Spay am Rhein entwickelt, konstruiert, produziert und vertreibt steuerbare Schiffsantriebs- und Manövriersysteme sowie komplette Antriebsanlagen.
Branche: Schiffsmaschinenbau/Antriebstechnik
Mitarbeiter 2012: 1100
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 80,00/313,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,625 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 911,6.
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PRPlatz 26: Pfeiffer Vacuum Technology
1890 in Wetzlar gegründet, entwickelte sich Pfeiffer schnell zum führenden Unternehmen für Vakuumtechnik. Die 1958 erfundene Turbopumpe macht noch heute in ihrer weiterentwickelten Form 40 Prozent des Konzernumsatzes aus. Der Maschinenbauer ist im TecDax gelistet.
Branche: Vakuumlösungen
Mitarbeiter 2012: 2270
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 150,90/461,30
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,82 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 948,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: WirtschaftsWochePlatz 25: igus
Die 1964 in Köln gegründete Igus GmbH ist ein Spezialist für Spitzguss-Kunststoffteile. Alle Produkte, wie etwa Kunststoffgleitlager oder flexible Spezialleitungen werden in diesem Verfahren hergestellt. Igus ist der weltweit größte Hersteller von Energiekettensystemen mit Spezialleitungen, Steckern und Zubehör.
Branche: Kunststoff-Energieketten
Mitarbeiter 2012: 2175
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 117,00/399,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,05 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 961,7
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 24: Hansgrohe
Hansgrohe stellt Armaturen, Brausen, Thermostate, Abläufe und Badzubehör her. Das 1901 in Schiltach im Schwarzwald gegründete Unternehmen darf nicht mit der Firma Grohe, die ebenfalls Armaturen herstellt und von Hans Grohes Sohn Friedrich gegründet wurde, verwechselt werden. Die Familie des jüngsten Sohns des Firmengründers hält heute noch 32 Prozent des Unternehmens, 68 Prozent gehören der amerikanischen Masco Corporation.
Branche: Armaturen
Mitarbeiter 2012: 2178
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 360,50/805,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,37 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 992,6
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: REUTERSPlatz 23: Emka Beschlagteile
Die Emka Beschlagteile GmbH stellt Komponenten für industrielle Schränke und Gehäuse her. Heute fertigt das 1932 in Velbert bei Düsseldorf gegründete Unternehmen weltweit an acht Standorten.
Branche: Verschlusstechnik
Mitarbeiter 2012: 1400
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 42,99/230,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 18,26 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1000,5
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 22: Bitzer
Bitzer aus dem schwäbischen Sindelfingen ist ein Spezialist für Klima- und Kältetechnik. Das Unternehmen ist mit über 40 Tochtergesellschaften international aufgestellt und fertigt unter anderem in Deutschland, Portugal, Südafrika, Australien, China und den USA Verdichter, Druckbehälter und Verflüssigungssätze.
Branche: Kältemaschinen
Mitarbeiter 2012: 3046
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 231,58/639,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 10,67 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1120,5
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 21: Pöschl Tabak
Pöschl gehört zu den weltweit größten Produzenten von Schnupftabak – in Deutschland hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 95 Prozent, weltweit noch von 50 Prozent. Pöschl Tabak hat seinen Sitz in Geisenhausen bei Landshut und befindet sich noch immer im Besitz der Familien Pöschl und Engels. Neben Schnupftabak stellt Pöschl auch Feinschnitt- und Pfeifentabak her.
Branche: Tabakwaren
Mitarbeiter 2012: 800
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 109,60/416,01
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,27 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1163,0
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: WirtschaftsWochePlatz 20: Mapal Dr. Kress
Mapal Dr. Kress zählt zu den international führenden Anbietern von Präzisionswerkzeugen für die Metallbearbeitung. Bei der Feinbearbeitung mit spanabhebenden Werkzeugen sieht sich das Unternehmen aus Aalen als weltweiten Technologieführer. Zu Mapal gehören noch zahlreiche weitere Unternehmen, die allesamt auf besondere Werkzeuge spezialisiert sind.
Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 4157
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 120,00/440,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,88 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1173,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 19: Maschinenfabrik Reinhausen
Die MR Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, so der vollständige Name, fertigt Komponenten für Transformatoren. Bei der Produktion der sogenannten Laststufenschaltern zählt das 1868 im Regensburger Stadtteil Reinhausen gegründete Unternehmen zu den Weltmarktführern.
Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 2850
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 218,00/630,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,20 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1190,6
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 18: Viega
Die Viega GmbH & Co. KG stellt unter anderem Sanitär- und Heizungssysteme, Rohrleitungssysteme und Entwässerungstechnik her. Bei der Pressverbindungstechnik sieht sich das Unternehmen selbst als Weltmarktführer. Neben dem Stammhaus in Attendorn fertigt das Familienunternehmen in vier deutschen Zweigwerken in Deutschland und einem in den USA.
Branche: Heizung, Sanitär
Mitarbeiter 2012: 3500
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 395,00/915,36
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,77 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1205,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 17: Manz
1987 im baden-württembergischen Reutlingen gegründet, begann die Manz Automation AG mit der automatisierten Produktion von kristallinen Solarzellen. Inzwischen firmiert das Unternehmen nur noch als Manz AG und hat neben den Solarzellen noch die Bereiche Displays (LCD, LED, OLED und Touchscreens) und Lithium-Ionen-Batterien aufgebaut.
Branche: Display- und Solarindustrie
Mitarbeiter 2012: 2000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 24,00/184,11
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 22,60 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1228,2
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 16: Norma Group
Die Norma Group ist auf Verbindungstechnik spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt rund 35.000 Verbindungssysteme für industrielle Anwendungen. Die Kunden kommen unter anderem aus der Öl- und Gasbranche, der Autoindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Infrastruktur und Bewässerung.
Branche: Verbindungstechnik
Mitarbeiter 2012: 4485
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 197,60/604,60
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,83 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1245,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 15: Schenck Process
Die Schenck Process GmbH entstand aus der 1881 gegründeten Darmstädter Eisengießerei und Waagenfabrik von Carl Schenk. Heute gilt das Unternehmen als einer der Weltmarktführer im Bereich der Mess- und Verfahrenstechnik. Die Schenck Process GmbH beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3.400 Mitarbeiter an weltweit 33 Standorten.
Branche: Mess- und Regeltechnik
Mitarbeiter 2012: 3400
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 240,00/680,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 10,98 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1246,7
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 14: KWS Saat
Das niedersächsische Pflanzenzüchtungs- und Biotechnologie-Unternehmen KWS Saat AG züchtet seit über 150 Jahren landwirtschaftliche Nutzpflanzen. Das Unternehmen ist in mehr als 70 Ländern präsent.
Branche: Saatgut
Mitarbeiter 2012: 3851
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 433,70/986,30
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,56 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1256,7
Bildquelle: KWS SAAT AG
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 13: Rimowa
Koffer aus Aluminium und Polycarbonat sind die Spezialität der Rimowa GmbH (kurz für „Richard Morszeck Warenzeichen“). Der Hersteller aus Köln ist bereits seit 1898 im Geschäft. Heute vertreibt Rimowa seine Koffer in 65 Ländern.
Branche: Koffer
Mitarbeiter 2012: 1300
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 25,00/206,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 22,54 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1266,0
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 12: Sick
Das 1946 gegründete Unternehmen Sick zählt zu den führenden Herstellern von Sensoren und Sensorlösungen für industrielle Anwendungen.
Branche: Sensortechnik
Mitarbeiter 2012: 6302
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 420,40/971,31
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,73 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1272,8
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 11: Rosenberger
Seit mehr als einem halben Jahrhundert entwickelt Rosenberger Verbindungslösungen in der Hochfrequenz- und Fiber-Optik-Technologie.
Branche: Hochfrequenztechnik
Mitarbeiter 2012: 5000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 126,50/483,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,34 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1361,2
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 10: Brückner Technology Holding
Die Brückner-Gruppe aus Siegen gehört zu den führenden Unternehmen im Maschinen und Anlagenbau.
Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 1676
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 225,20/682,40
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,72 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1385,4
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 9: Sirona Dental Systems
Sirona stellt Behandlungs- und Diagnosegeräten für Zahnarztpraxen, zahntechnische Laboratorien und Kliniken her. Das Unternehmen entstand 1997 aus der Dentalsparte der Siemens AG.
Branche: Dentalindustrie
Mitarbeiter 2012: 2979
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 284,00/814,56
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,11 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1521,7
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 8: Realtime Technology
Die 1999 gegründete Realtime Technology AG ist ein auf industrielle 3D-Visualisierung spezialisierter Software-Anbieter.
Branche: IT / Software
Mitarbeiter 2012: 689
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 3,35/73,70
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 36,22 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1547,7
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 7: JF Hillebrand Group
Die Spedition J. F. Hillebrand ist der weltweit größte Wein- und Getränkespediteur. Das 1844 gegründete Unternehmen mit Sitz in Mainz transportiert in 83 Ländern weltweit.
Branche: Logistik
Mitarbeiter 2012: 2000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 335,24/934,70
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 10,8 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1671,4
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: ScreenshotPlatz 6: Beckhoff Automation
Die Beckhoff Automation GmbH & Co. KG ist ein führender Hersteller von Automatisierungstechnik. Das Unternehmen mit Sitz in Verl realisiert offene Automatisierungssysteme auf der Grundlage PC-basierter Steuerungstechnik. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzplus von rund 18 Prozent in zehn Jahren ist Beckhoff Automation aus Westfalen der erfolgreichste Aufsteiger unter den wachstumsstärksten Weltmarktführern im deutschen Mittelstand.
Branche: Automatisierungstechnik
Mitarbeiter 2012: 2200
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 78,00/408,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 17,955 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1712,0
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PRPlatz 5: Beumer Maschinenfabrik
Die Beumer Maschinenfabrik wurde 1935 als Maschinenfabrik für die Produktion von Förderanlagen gegründet. Erste Aufträge kamen aus der westfälischen Zement- und Kalkindustrie und vom Bergbau des Ruhrgebietes. Heute ist das Unternehmen weltweit tätig und kommt nach eigenen Angaben auf einen Auslandsanteil von mehr als 85 Prozent.
Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 3700
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 104,04/511,70
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 17,27 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1996,3
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 4: Big Dutchman
Big Dutchman aus dem niedersächsischen Vechta vertreibt Fütterungsanlagen und Stalleinrichtungen für die Haltung von Geflügel und Schweinen.
Branche: Agrartechnik
Mitarbeiter 2012: 2432
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 250,00/858,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,12 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2083,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 3: Mobotix
Die Mobotix AG aus Rheinland-Pfalz entwickelt und vertreibt netzwerkbasierte Videoüberwachungsanlagen. Das Unternehmen zählt dabei zu den führenden Anbietern weltweit.
Branche: Sicherheitskameras
Mitarbeiter 2012: 336
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 3,00/81,60
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 39,14 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2137,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: WirtschaftsWochePlatz 2: Lürssen
Die Lürssen Werft GmbH & Co. KG ist eine deutsche Schiffswerft aus Bremen. Mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzplus von mehr als zwölf Prozent in zehn Jahren ist der Bremer Schiffbauer Lürssen der am zweitschnellsten wachsende Weltmarktführer im deutschen Mittelstand.
Branche: Schiffbau
Mitarbeiter 2012: 1400
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 300,00/984,90
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 12,6 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2248,5
Bildquelle: Klaus Jordan
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: PressePlatz 1: Hirschvogel Holding
Mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzplus von rund 16 Prozent in zehn Jahren ist der Automobilzulieferer Hirschvogel aus dem bayerischen Denklingen Deutschlands wachstumsstärkster mittelständischer Weltmarktführer.
Branche: Automobilzulieferer
Mitarbeiter 2012: 4000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 179,90/780,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 15,80 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2601,9
Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer
Foto: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche
Das Ganze werde von ihm aber nicht aus Eigennutz betrieben, so Beckhoff: „Ich sage meinen Ingenieuren: Ihr müsst die Welt retten! Nur eine steigende Produktivität kann bei einer steigende Bevölkerung das Auskommen mit den vorhandenen Ressourcen sichern.“
Wolfram Thomas, der Konzernbeauftrage für Umwelt und Energie bei Volkswagen, gab ihm Recht. Und musste am Ende seines Vortrags über den schwierigen Weg des VW-Konzerns, weltweit die ökologische Nummer1 unter den Autobauern zu werden, doch enttäuscht festhalten: „Fast alle Kaufinteressenten reden vom Umweltschutz, aber das entscheidende Kriterium ist es doch nur für ein bis zwei Prozent der Käufer“. Und gab noch den wesentlichen Hinweis: „Das Thema Nachhaltigkeit in einem Konzern zu verankern, klappt nur, wenn das Thema direkt beim Vorstand aufgehängt ist und als Fixum bei Zielvereinbarungen im Vertrag steht.“
Eckhard Scholz, der Vorstandschef von VW Nutzfahrzeuge aus Hannover, war von der Präsentation des neuen VW-Bus in Stockholm zum Tag der Weltmarktführer nach Bielefeld geeilt. Erfolg am Markt könne nur haben, wer den Markt permanent beobachte und intensiv die Kundenwünsche analysiere, erläuterte er. „Wir sind Marktführer – mit deutlichem Abstand zum Wettbewerb. Dieser Erfolg ist das Ergebnis unserer tiefgreifenden Kundenorientierung. Kundenorientierung bedeutet nicht, den Kunden mit vermeintlichen Rabatten zu umarmen. Wer wissen will, was sich Kunden wirklich von ihrem Transporter wünschen, der muss eng mit seinen Kunden zusammen arbeiten.“
Der Mittelstand braucht Geld, das weiß Patrick Weiden, Managing Director des Bielefelder Bankhauses Lampe, nur zu gut. Er machte am Beispiel des Familienunternehmens Hella – auch aus der Region – deutlich, wie der Börsengang eines Familienunternehmens gelingen kann, welche Fallstricke lauern und wie schwer es ist, langfristige Investoren wie zum Beispiel Familiy offices zu gewinnen.
An einen Börsengang scheint Markus Miele, Chef des gleichnamigen Hausgeräte-Herstellers, nicht zu denken. Sein Credo für Qualität und hohen Service scheint sich auszuzahlen: „Wir kommen ohne Fremdmittel aus“. Sagt sich locker und ist doch das schwer erreichbare Fernziel fast aller Unternehmer.
Die Loyalität der Miele-Mitarbeiter wohl auch: „Von unseren 17.600 Mitarbeitern sind 12.500 länger als 25 Jahre im Unternehmen.“ Was für das westfälische Bonmot spricht, dass in OWL eine Probezeit 20 Jahre dauere.
Martin Kannegießer, einst Haudegen bei Tarifverhandlungen und noch immer Inhaber der Herbert Kannegießer GmbH, warnte bei der sich anschließenden Podiumsdiskussion trotz vieler Tugenden im Mittelstand vor zu viel Optimismus: „Der technische Fortschritt kommt immer schneller, ausländische Wettbewerber wie in China entwickeln sich immer besser, die Konkurrenz steigt weltweit und heute sind Zeitfenster für Innovationen und neue Märkte gerade noch drei bis vier Jahre offen.“
Peter Köhler, Chef der Weidmüller-Gruppe, gab ihm später Recht in Sachen technischer Wandel. Köhler muss es wissen: Weidmüller begann vor rund 150 Jahren als Produzent von Druckknöpfen und Reißverschlüssen, heute produziert der Elektronik-Konzern Verbindungen für Datenströme und gilt als Vorreiter beim Thema Industrie 4.0 in OWL.
Köhler warb vor der versammelten Unternehmerschaft für noch mehr Kooperation. Nicht ohne auch auf die politische Bühne nach Berlin und Brüssel zu verweisen: „Wir brauchen eine einheitliche Industriepolitik in Europa und einen neuen industriepolitischen Rahmen.“
Da neigte sich der Tag in der Bielefelder Stadthalle schon dem späten Nachmittag zu, als Frank-Steffen Walliser, Motorsport-Chef bei Porsche, das Podium erklomm und aus brettharten westfälischen Unternehmern eine Hundertschaft von kleinen Jungs mit großen Augen machte.
Das stark überwiegend männliche Publikum hing an seinen Lippen, als er nach einem Video-Beitrag über die harterkämpfte Super-Runde des 919 Hybrid auf dem Nürburgring und des gerade erst gefeierten Gewinns der 24 Stunden von Le Mans, über die Serienproduktion des 918er berichtete. Nach dem Motto: Schlimmer geht’s nimmer – geht’s doch.
Immer wieder brachten weltweite Zulieferer die Produktion des über 770.000 Euro teuren Super-Porsches in ernste Schwierigkeiten, immer wieder kämpften Walliser und seine Kollegen um den Fortgang. Am Ende hat es geklappt und Wallisers Haar lockt sich leicht ergraut. Macht ihm nichts aus: „Vom 918er Hybrid sind alle produzierten Wagen schon verkauft. Jetzt gibt es sie nur noch gebraucht.“ Sagt’s und grinst: „Und die sind teurer“.