Elektroautohersteller in der Kritik: Warum VW-Chefkontrolleur Piëch Tesla für überflüssig hält

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Elektroautohersteller in der Kritik: Warum VW-Chefkontrolleur Piëch Tesla für überflüssig hält

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Ferdinand Piech, Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG.

von Meike Lorenzen

Der VW-Aufsichtsratschef hat auf dem Genfer Autosalon keinen Zweifel daran gelassen, dass er von Tesla nichts hält. Andere deutsche Hersteller werben offen mit der Tesla-Technologie.

Es waren klare Worte über den amerikanischen Überflieger-Konzern Tesla, die der VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch fand. „Dafür habe ich in meiner Garage keinen Platz“, sagte er auf dem Genfer Autosalon. Erhebliche Zweifel habe er an den Produkten der Firma.

Tesla ist der größte und bisher erfolgreichste Hersteller von Elektro-Autos. 2013 lieferte Tesla weltweit 22.477 Fahrzeuge aus. Ende 2014 sollen die Verkäufe allein in Asien und Europa fast doppelt so hoch sein wie die in Nordamerika. In Kalifornien und Norwegen ist es Tesla sogar gelungen die Volkswagen-Tochter Audi bei den Verkaufszahlen abzuhängen.

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Doch statt die Konkurrenz, hinter der niemand anderes als der Paypal-Gründer Elon Musk steht, sportlich zu nehmen, stänkerte Ferdinand Piëch weiter. „Wir brauchen keine brennenden Autos“, sagte er und deutete damit an, dass VW wohl niemals Interesse an einer Zusammenarbeit mit Tesla anmelden wird. Der Seitenhieb zielte auf einige Unfälle hin, bei denen die amerikanischen Elektrofahrzeuge zu schnell Feuer fingen.

Unterschiedlicher als VW und Tesla könnten zwei Unternehmen kaum sein. Während Volkswagen ein alteingesessener Hersteller in der Region Wolfsburg (zwischenzeitlich auch als „Golfsburg“ bezeichnet) ist, schaffte Tesla als Startup binnen wenigen Jahren sich in der umkämpften Branche einen Namen zu machen – und zum Börsenliebling zu entwickeln. Die Amerikaner konzipieren ihre Autos immer vom Elektroantrieb ausgehend. VW hingegen integriert strombetriebene Motoren in die bestehende Fahrzeugpalette. Und das nach Konzernangaben deutlich erfolgreicher als Tesla. VW habe das breiteste Angebot an Elektrofahrzeugen, so Vorstandschef Martin Winterkorn.

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Andere deutsche Unternehmen stehen Tesla deutlich offener gegenüber. So warb Daimler in Genf zum Beispiel offen damit, dass in seiner B-Klasse „Tesla inside“ sei. Daimler ist an der amerikanischen Firma beteiligt und tauscht sich regelmäßig mit dem Überflieger über neue Technologien aus. Eventuell eine kluge Strategie, immerhin will Tesla in Europa weiter Fuß fassen.

Derzeit plant das Unternehmen in Europa 30 neue Servicestationen zu eröffnen. So soll ein Netz an Stromtankstellen etabliert werden, an dem Besitzer eines Model S ihr Fahrzeug aufladen können – und das kostenlos. „Wir schätzen, dass Sie zum Ende des Jahres praktisch überall in Europa nur mit Hilfe von Superchargern reisen können", sagte Elon Musk.

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