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JP MorganUS-Großbank macht Rekordumsatz im Aktiengeschäft

Vor JP Morgan-Chef Jamie Dimon hat US-Präsident Donald Trump Respekt und nennt ihn „Finanzgenie“. Die Quartalszahlen der Bank fallen glänzend aus.Sebastian Schug 11.04.2025 - 16:12 Uhr
Die größte US-Bank JPMorgan Chase profitiert vom Chaos an der Börse. Foto: dpa

Während Privatanleger in den USA und Europa mit Sorge auf ihre Depots blicken, haben die Aktienhändler von JP Morgan im ersten Quartal ein Rekordergebnis eingefahren. Dafür verantwortlich waren die teilweise chaotischen Marktbewegungen infolge der politischen Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump nach Amtsantritt.

Die größte US-Bank steigerte den Umsatz ihres Aktiengeschäfts um 48 Prozent auf 3,81 Milliarden Dollar und übertraf damit sowohl die Erwartungen der Analysten als auch den vier Jahre alten Aktienhandelsrekord des Unternehmens.

Dennoch äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Jamie Dimon am Freitag in einer Erklärung zu den Ergebnissen vorsichtig zu den Aussichten für die US-Wirtschaft. „Die Wirtschaft ist mit erheblichen Turbulenzen konfrontiert (einschließlich der Geopolitik), mit den potenziellen positiven Auswirkungen der Steuerreform und der Deregulierung und den potenziellen negativen Auswirkungen von Zöllen und Handelskriegen, der anhaltend hohen Inflation, den hohen Haushaltsdefiziten und den immer noch recht hohen Vermögenspreisen und der Volatilität“, so Dimon.

Diese Unsicherheit spürt die Bank trotz des erfolgreichen ersten Quartals: Nach der Eskalation des Zollkriegs Anfang April ging es für den Aktienkurs von JPMorgan ebenfalls abwärts.

Die größte US-Bank stockte ihre Rücklagen für notleidende Kredite um 973 Millionen Dollar auf, weit mehr als die von Analysten prognostizierten 290 Millionen Dollar. Marktbeobachter sehen darin das jüngste Anzeichen dafür, dass sich Unternehmen in ganz Amerika auf einen wirtschaftlichen Abschwung vorbereiten.

In seinem jährlichen Aktionärsbrief hatte Dimon am Montag auf eine rasche Lösung der durch die Zölle ausgelösten Unsicherheiten gedrängt und davor gewarnt, dass sich einige der negativen Auswirkungen mit der Zeit verschlimmern könnten und nur schwer wieder rückgängig zu machen wären.

Nach der Ankündigung von Trumps Zöllen am 2. April spielten die Märkte weltweit verrückt. In der Folge warnten Spitzenmanager in der Finanzbranche bereits vor einer Rezession. Dimon schloss sich den Warnungen in einer Sendung von Fox Business am Mittwoch an und sagte, eine Rezession sei ein „wahrscheinliches Ergebnis“.

Trump verfolgte das Interview und kündigte noch am selben Tag eine 90-tägige Pause bei den länderspezifischen gegenseitigen Zöllen an. Dieser Schritt löste den größten Kurssprung des Aktienindex S&P 500 seit 2008 aus. Nach erneuten Zollaufschlägen gegenüber China hat sich der Trend jedoch bereits wieder gedreht.

Mit Material von Bloomberg

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