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Frauke PetryFrühere AfD-Chefin will neue Partei gründen

Sie verließ die AfD im Streit und rief danach die Blaue Partei ins Leben – ein Projekt, das krachend scheiterte. Jetzt plant Frauke Petry den nächsten Neustart. 06.05.2025 - 09:39 Uhr
Frauke Petry im März 2025 in der Talkshow von Markus Lanz. Foto: imago images

Die frühere AfD-Vorsitzende Frauke Petry will eine neue Partei gründen, die schon ab 2026 bei Landtagswahlen antreten soll. „Vorbereitend dafür haben Mitstreiter und ich vor einigen Monaten den Verein „Team Freiheit“ gegründet“, sagte die einstige Mitgründerin der AfD im Welt-Interview. Den Namen der Partei wolle sie noch nicht verraten, die inhaltliche Ausrichtung stehe aber bereits fest.

„Die Lücke im Parteiensystem klafft eben nicht zwischen CDU und AfD, sondern in der Leerstelle eines anti-etatistischen, freiheitlichen Angebots“, sagte die 49-Jährige. Das Programm der neuen Partei werde „eine Erneuerung der kulturellen Westbindung und ein anti-etatistisches Angebot als positiver Gegenentwurf zur bisherigen Parteienlandschaft sein“.

Die Staatsquote – also das Verhältnis der Staatsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt - müsse binnen fünf Jahren von knapp 50 auf 25 Prozent gesenkt werden, sagte Petry. Eine Partei, die dieses Ziel habe „und Meinungsfreiheit durchsetzen“ wolle, gebe es nicht.

Nach Neubewertung

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Die Chemikerin hatte die AfD einst zusammen mit Bernd Lucke und anderen Mitstreitern gegründet, nach innerparteilichen Reibereien aber kurz nach der Bundestagswahl 2017 verlassen. Ihren Abgang begründete sie damals mit seit Jahren wachsendem Einfluss der Rechtsaußen-Strömung um den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke.

Dem Bundestag gehörte Petry danach bis 2021 als fraktionslose Abgeordnete an, wobei sie zwischenzeitlich noch die Blaue Partei gründete - die nach krachenden Wahlschlappen in Sachsen und Thüringen allerdings schon Ende 2019 wieder ihre Auflösung bekanntgab.

Nun hofft sie auf einen erfolgreicheren Neuanfang. „Wir werden zu den Landtagswahlen im nächsten Jahr antreten, zuerst in Baden-Württemberg“, kündigte Petry an. „Mit der Besonderheit, dass wir parteilose Bürger und Unternehmer mit Lebens- und Berufserfahrung als Kandidaten gewinnen wollen.

Sie sollen dafür nicht Mitglieder der Partei werden.“ Damit würden jene 98 Prozent der Bürger repräsentiert, die selbst keiner Partei angehören.

dpa
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