BörsenWoche 513: Depotticker: Die wichtigsten Updates der Woche
+++Nintendo verkauft Switch 2 (KD)
Der 5. Juni war ein wichtiger Tag für Zocker. Der japanische Videospielkonzern Nintendo brachte da den Nachfolger seiner beliebten Switch-Konsole auf den Markt. Die Switch 2 war mit Spannung erwartet worden. Bei weltweiten Mitternachtsverkäufen bildeten sich lange Schlangen. Aktuell übersteigt die Nachfrage das Angebot.
Es bleibt abzuwarten, ob nach einer ersten Welle die Nachfrage etwas nachgibt. Die Switch 2 gilt als eher hoch bepreist. In Deutschland kostet sie 469,99 Euro. An der Börse ist die Vorfreude auf steigende Umsätze und Gewinne hoch. An der Börse Tokio ist die Nintendo-Aktie dieses Jahr bisher um 31 Prozent gestiegen und befindet sich nahe am Rekordhoch.
+++BAT erwartet besseren Umsatz (KD)
Beim Tabakkonzern British American Tocacco (BAT) laufen die Geschäfte etwas besser als vom Unternehmen erwartet. Nach einer soliden Umsatzentwicklung in den ersten Monaten des Jahres geht das Unternehmen nun von einer Einnahmensteigerung von ein bis zwei Prozent im laufenden Jahr aus – sofern die Wechselkurse gleich bleiben. Zuvor war ein Wachstum von einem Prozent erwartet worden. Das ist ein gutes Ergebnis in einer stagnierenden Branche. Der weltweite Absatz von Tabakprodukten geht dieses Jahr wohl leicht zurück.
Das Aktienrückkaufprogramm soll im laufenden Jahr auf 1,1 Milliarden britische Pfund ausgeweitet werden. Damit kann BAT zu aktuellen Kursen etwas mehr als ein Prozent seiner Aktien zurückkaufen. Die solide Entwicklung des Geschäfts erfreut auch Anleger. Der Aktienkurs konnte in London seit einem Tief Anfang 2024 wieder um die Hälfte zulegen. Auch in den vergangenen Wochen war die Wertsteigerung gut. Die Dividendenrendite liegt trotzdem noch bei sieben Prozent.
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+++Fallender Umsatz bei Kazatomprom (SD)
Kazatomprom, der weltgrößte Produzent von Uran, hat im ersten Quartal durchwachsene Ergebnisse erzielt. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21 Prozent zurück. Der Gewinn brach um 92 Prozent ein, was allerdings vor allem darauf zurückzuführen war, dass im Vorjahreszeitraum ein Sondereffekt den bilanzierten Gewinn deutlich angehoben hatte.
Langfristig ist Kazatomprom gut aufgestellt für eine Zukunft, in der Atomkraft wieder stärker genutzt wird. Aktuell werden die Geschäftsbedingungen aber etwas schwieriger, da der Uranpreis seit Januar 2024 rund 30 Prozent gefallen ist. Seitdem schwächelt auch die Kazatomprom-Aktie. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Wochen immerhin von der allgemeinen Börsenerholung profitieren.
+++Starbucks stärkt Konzernführung (SD)
Der neue Starbucks-Chef Brian Niccol ist seit September im Amt. Er hat die herausfordernde Aufgabe, das schwache Wachstum zu beleben und den Premiumanspruch der Marke wiederherzustellen. Dafür holt er sich nun Hilfe und ernennt Mike Grams zum Chief Operating Officer (Leiter des operativen Geschäfts). Starbucks hatte diese Rolle im Oktober 2022 abgeschafft und die Aufgaben beim Geschäftsführer gebündelt. Grams arbeitet erst seit Februar dieses Jahres für Starbucks – im Führungsteam. Zuvor war er in leitender Position für die Fast-Food-Kette Taco Bell tätig.
Durch diese Tätigkeit kennen er und Niccol sich. Letzterer war von 2015 bis 2018 Geschäftsführer von Taco Bell. Meredith Sandland, eine weitere erfahrene Taco-Bell-Kollegin, soll die Kaffeehäuser in Nordamerika aufhübschen. In den USA klagen Kunden über das wenig ansprechende Ambiente der Filialen sowie lange Wartezeiten.
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