1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Sozialversicherungen: Reformen ohne Steuererhöhungen dauerhaft „fraglich“

SozialversicherungenBas: Reformen ohne Steuererhöhungen dauerhaft „fraglich“

Die Rente, die Kranken- und die Pflegeversicherung stehen wegen der demografischen Entwicklung unter Druck. Die Arbeitsministerin will für die Zukunft keine Lösung ausschließen. 01.08.2025 - 15:21 Uhr
Bärbel Bas (SPD), Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Parteivorsitzende, spricht im Bundestag zum Haushalt. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hält auch Steuererhöhungen zur langfristigen Finanzierung von Rente, Kranken- und Pflegeversicherung für vorstellbar. Um steigende Beiträge für die Arbeitnehmer zu verhindern, seien Reformen und höhere staatliche Zuschüsse notwendig, sagte die SPD-Co-Chefin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Die Koalition hat für diese Wahlperiode Steuererhöhungen ausgeschlossen. Es ist fraglich, ob das dauerhaft funktionieren kann.“

Bas hatte vor einigen Wochen mit dem Vorschlag, dass in einem zukünftigen Rentensystem zum Beispiel auch Beamte beitragspflichtig sein könnten, für Aufsehen gesorgt. Später betonte sie, dass sie für weitere Vorschläge wie ein höheres Rentenalter ebenso offen sei. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte mit Aussagen über eine steigende Lebensarbeitszeit zuletzt eine breite Debatte ausgelöst.

Reform der Sozialversicherungen soll diskutiert werden

Union und SPD wollen in den nächsten Wochen unter anderem eine Absicherung des Rentenniveaus für die kommenden Jahre auf den Weg bringen. Ab dem Herbst sollen sich - nicht zum ersten Mal - Kommissionen Gedanken über die Zukunft der Sozialversicherungen machen. Da wegen der Bevölkerungsentwicklung künftig absehbar weniger Berufstätige für mehr Rentner aufkommen müssen, stehen die Sozialversicherungssysteme unter Druck und werden durch Milliarden-Zuschüsse des Bundes unterstützt.

Im Koalitionsvertrag hatten die Regierungsparteien vereinbart: „Wir werden die Alterssicherung für alle Generationen auf verlässliche Füße stellen. Deshalb werden wir das Rentenniveau bei 48 Prozent gesetzlich bis zum Jahr 2031 absichern. Die Mehrausgaben, die sich daraus ergeben, gleichen wir mit Steuermitteln aus.“ Vereinbart wurde auch eine Ausweitung der sogenannten Mütterrente. Gleichzeitig stehen alle Maßnahmen der Vereinbarung „unter Finanzierungsvorbehalt“.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick