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Durch Grundsicherung und PflegeSozialhilfe-Ausgaben sind 2024 um fast 15 Prozent gestiegen

Die Sozialhilfeausgaben in Deutschland sind 2024 stark gestiegen. Besonders Grundsicherung, Pflegehilfen und Eingliederungshilfe trieben die Kosten nach oben. 19.08.2025 - 09:03 Uhr
Die Nettoausgaben für Hilfe zur Pflege erhöhten sich um 17,7 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Foto: Tom Weller/dpa

Die Ausgaben für Sozialhilfe sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Die Sozialhilfeträger in Deutschland gaben dafür 20,2 Milliarden Euro netto aus – ein Plus von 14,8 Prozent im Vergleich zu 2023, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. „Die Ausgaben sind bei allen Leistungen der Sozialhilfe deutlich gestiegen“, hieß es dazu.

Der Großteil der Ausgaben entfiel mit einem Anteil von 56,5 Prozent auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung: Auf diese Leistungen, die vollständig aus Erstattungsmitteln des Bundes an die Länder finanziert werden, entfielen im vergangenen Jahr nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales 11,4 Milliarden Euro. Sie wuchsen damit im Vergleich zum vorangegangenen Jahr um 13,3 Prozent.

Die Nettoausgaben für Hilfe zur Pflege erhöhten sich um 17,7 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Für die Hilfe zum Lebensunterhalt wurden 1,6 Milliarden Euro ausgegeben, das waren 11,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

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In die Hilfen zur Gesundheit, die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie die Hilfe in anderen Lebenslagen flossen zusammen 1,9 Milliarden Euro. Das entspricht 19,4 Prozent mehr als 2023.

Für die in einer eigenen Statistik erfassten Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung und von Behinderung bedrohten Menschen wurden insgesamt 28,7 Milliarden Euro netto ausgegeben. Das entspricht einer Steigerung um 12,9 Prozent.

Die Angaben beziehen sich auf Leistungen der Sozialhilfe nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) sowie auf die Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX). Nicht enthalten ist zum Beispiel die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II; Bürgergeld), stellte das Statistikamt klar.

rtr
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