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UnternehmensumfrageStimmung in der Autoindustrie trübt sich wieder deutlich ein

US-Zölle, China-Konkurrenz und Chip-Krise: Die Autoindustrie hat viele Sorgen. Eine Befragung durch das ifo-Institut bestätigt das. 03.12.2025 - 09:11 Uhr
Roboter von ABB arbeiten an der Karosserie von verschiedenen Automodellen. Foto: Daniel Josling/dpa

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich im November nach dem starken Anstieg im Vormonat deutlich eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima sank auf minus 20,0 Punkte, von minus 13,4 Punkten im Oktober, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte.

„Dieses Auf und Ab im Geschäftsklima spiegelt die sehr hohe und steigende wirtschaftspolitische Unsicherheit in Deutschland und weltweit wider“, sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Die Unternehmen der deutschen Autoindustrie bewerteten ihre Geschäftslage etwas besser als im Vormonat: Dieser Indikator stieg auf minus 17,0 Punkte, von minus 21,7 Zählern im Oktober. Ihre Geschäftserwartungen für die kommenden Monate senkten die Unternehmen dagegen deutlich. Hier brach das Barometer von minus 4,6 auf minus 23,0 Punkte ein.

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Ihren Auftragsbestand beurteilten die Unternehmen etwas besser als im Vormonat. So stabilisierten sich die Auftragseingänge nach amtlichen Daten bis Ende September, während die aus dem Euroraum sogar kräftig zulegten. „Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen allerdings keine neuen Impulse vom Auslandsgeschäft“, fand das Ifo-Institut heraus. Das Barometer für die Exporterwartungen fiel auf minus 8,7 Punkte, von plus 15,7 Punkten im Oktober.

Den deutschen Herstellern machen die hohen US-Zölle und der Aufstieg der chinesischen E-Autobauer zu schaffen. Hinzu kamen zuletzt Versorgungsschwierigkeiten mit Halbleitern des Herstellers Nexperia. Dieser stellte aufgrund des Handelskonflikts zwischen China und den USA kürzlich Chip-Ausfuhren aus der Volksrepublik ein.

Die Chip-Krise gefährdet die Produktion in der gesamten Autoindustrie, weil Nexperia einen hohen Marktanteil hat. Mehr als jedes vierte Unternehmen der Autobranche (27,6 Prozent) berichtet aktuell von Engpässen bei Vorprodukten. Im Oktober waren es noch weniger als ein Prozent.

rtr
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