1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Handel
  4. Vollautomat oder Mokkakännchen?: Die besten Kaffeemaschinen im Vergleich

Vollautomat oder Mokkakännchen?Die besten Kaffeemaschinen im Vergleich

In Deutschland geht der Trend zum exklusiven Gourmet-Kaffee aus Luxus-Maschinen. Welche Kaffeemaschinen die besten sind.Mehmet Toprak 12.09.2014 - 12:00 Uhr

French Press
Bodum French Press
Die Bodum French Press gehört zu den Klassikern der einfachen Kaffeezubereitung. Grob gemahlenen Kaffee einfüllen, den Pressstempel nach spätestens vier Minuten runterdrücken, fertig. Die Bodum gibt es in verschiedenen Varianten, Größen und Farben.
Preis: ab circa 25 Euro
Bodum French Press

Foto: Presse

Vakuum Kaffeebereiter
Bodum Pebo
Kaffeekochen mit dem Vakuum-Kaffeebereiter ist ein faszinierendes Ritual. Das kalte Wasser im unteren Glasbehälter wird erhitzt und steigt durch die Glasröhre nach oben. Hier darf es ein bisschen im Kaffeemehl herumkreisen, Aroma aufnehmen, abkühlen und wieder nach unten fließen.
Preis: 69,90 Euro
Bodum Pebo

Foto: Presse

Mokkakanne
Bialetti Moka Express
Das achteckige Aluminiumkännchen wird seit 1933 fast unverändert gebaut und ist eine Ikone der Kaffeekultur geworden. Das Kaffeemehl befindet sich im Siebträger in der Mitte. Das erhitzte Wasser im unteren Behälter wird durch das Kaffeemehl nach oben gepresst und fließt durch eine Röhre in das obere Kännchen. Dann schnell vom Herd nehmen, sonst wird der Kaffee zu heiß und schmeckt bitter. Der Kaffee muss etwas gröber gemahlen sein als für die Siebträgermaschine. Die Mokkakanne macht zwar streng genommen keinen echten Espresso, weil der Druck nicht die vorgeschriebenen 9 bar erreicht. Sie bietet aber immer noch die einfachste Art, einen Espresso-artigen Kaffee mit Italien-Flair zuzubereiten.
Preis: ab 15 Euro (Straßenpreis, abhängig von der Größe)
Bialetti Moka Express

Foto: Presse

Mokkakanne
Cilio Espressokocher Figaro
Modern designtes Espressokännchen für maximal zehn Tassen aus poliertem Edelstahl. Der Boden ist plan, so lässt sich die Cilio auch auf einem Induktionsherd verwenden.
Preis: 52 Euro (Straßenpreis)
Cilio Espressokocher Figaro

Foto: Presse

Kaffeevollautomaten
De´Longhi Autentica
Perfekten Milchschaum versprechen De’Longhis Kaffeevollautomaten der Serie Autentica. Das Top-Modell, Autentica Cappuccino, liefert laut Hersteller jede Milchkaffee-Spezialität auf Knopfdruck. Bei den günstigeren Modelle von De`Longhi muss man per Hand aufschäumen.

An einem Drehregler stellt man die gewünschte Milchkaffee-Spezialität ein. Dann steuert die Maschine automatisch die passende Mischung aus Wasserdampf, Milch und Luft. Praktisch: Die Teile, die mit Milch in Berührung kommen, spült die Autentica automatisch mit Dampf und Heißwasser durch. Natürlich produziert die Autentica auch klassischen Filterkaffee. Das Kegelmahlwerk ist in 13 Stufen einstellbar. Die Kaffeestärke ist ebenfalls einstellbar.
Preis: ab 649 Euro (je nach Modell)
De Longhi Autentica

Foto: Presse

Kaffeevollautomaten
Saeco Gran Baristo Avanti
Wer schon immer darauf gewartet hat, seine Kaffeemaschine per Smartphone steuern zu können, darf jetzt die Geldbörse zücken: Der auf der IFA 2014 vorgestellte Saeco Gran Barista ist laut Hersteller der weltweit erste Kaffeevollautomat, der per App steuerbar ist. Die Verbindung zwischen Tablet oder Smartphone und Kaffeemaschine wird über Bluetooth hergestellt. Mit der App kann man nicht nur den Kaffeetyp bestimmen, sondern beispielsweise auch die Kaffeestärke und Milchschaummenge individuell einstellen. Die persönlichen Rezepte kann man per Facebook mit Freunden teilen.

Die Maschine bereitet bis zu 18 Kaffeespezialitäten zu. Je nach gewünschtem Kaffeetyp variiert der Brühdruck zwischen vier und 16 bar. Das Mahlwerk ist aus Keramik und überhitzt deshalb nicht. Die Gran Baristo Avanti gibt es in einer auf 500 Stück limitierten Auflage. Dass die Fernsteuerung per App auch in anderen Geräten erhältlich sein wird, ist zwar wahrscheinlich, aber noch nicht offiziell angekündigt. Allerdings dürfte der Kaffee aus den anderen Modellen der Gran Baristo-Serie auch ohne App genauso gut schmecken.
Preis: 1.599 Euro
Saeco Gran Baristo Avanti

Foto: Presse

Kaffeevollautomaten
Jura J500
Kaffeevollautomat aus der bewährten Impressa-Serie, die seit 1994 auf dem Markt ist. Zur IFA wurde ein Jubiläumsmodell, die J500 "Celebration Edition", vorgestellt. Das mehrstufige Mahlwerk soll besonders leise zu Werke gehen. Die Maschine bereitet insgesamt elf Kaffeespezialitäten zu. Davon lassen sich sechs Spezialitäten auf dem Display abspeichern.

Durch ein Vorbrühsystem wird das Kaffeepulver erst durchfeuchtet, bevor das heiße Wasser durchgeleitet wird. Das sorgt für eine bessere Extraktion der Aromen. Gesteuert wird die Maschine über ein TFT-Farbdisplay.
Preis: 1.994 Euro
Jura J500

Foto: Presse

Filterkaffee
WMF Coup Aroma One
Laut WMF die erste Filterkaffeemaschine, die auf Knopfdruck genau eine Tasse zubereitet. Maximal sind vier Tassen möglich. Dahinter steckt ein Heizelement, das eine "tassenindividuelle Wasserzufuhr" ermöglicht. Die Coup wurde gerade auf der IFA 2014 vorgestellt.
Preis: 74,95 Euro
WMF COUP Aroma One

Foto: Presse

Filterkaffee
Cloer Filterkaffeeautomat 5609
Bei Kaffeeliebhabern sind die klassischen Filtermaschinen nicht gut angesehen. Zu wenig Aroma, zu viel Reiz- und Bitterstoffe im Kaffee, meinen sie. Die Cloer 5609 will es besser machen, indem sie die Wassertemperatur beim Brühen verändert: am Anfang sehr heiß, am Ende nicht ganz so heiß. Zudem tröpfelt das Wasser nicht aus einer Leitung in den Filter, sondern wird über 18 Wasserdüsen gleichmäßig verteilt. Zusätzlich ist eine Wasserfilterkartusche eingebaut, die vor allem bei sehr hartem Wasser hilfreich sein kann.
Preis: 99,99 Euro
Cloer Filterkaffeeautomat 5609

Foto: Presse

Filterkaffee
Hario V60
Die geschmacksneutralen Porzellanfilter gelten ohnehin als gute Wahl für Kaffeeliebhaber, die auf ein handgebrühtes Heißgetränk setzen. Die japanische Firma Hario hat den klassischen Melitta-Filter weiterentwickelt. Durch den veränderten Neigungswinkel (60 Grad, daher der Name V60) wird das Kaffeemehl gleichmäßiger durchflossen. Und durch die breiten Rillen zirkuliert das Wasser besser, der berüchtigte Stau im Papierfilter wird ebenfalls vermieden. Somit werden mehr Aromen gelöst und die Bitterstoffe bleiben im Kaffeemehl. Allerdings benötigt die Hario eigene Papierfilter mit konischer Form.
Preis: 22 Euro (Straßenpreis)
Hario V60

Foto: Presse

Filterkaffee
Hario Aufgusskanne
Aufgusskanne für die Zubereitung mit Papierfilter. Die spezielle Form der Hario mit ihrem langen dünnen Ausguss dient dazu, das Wasser möglichst gleichmäßig über das Kaffeemehl zu verteilen. So wird der Kaffee gleichmäßig durchflossen und möglichst viel Aroma extrahiert.
Preis: circa 30 Euro (Straßenpreis)
Hario

Foto: Presse

Siebträgermaschinen
Ascaso Dream
Wer einen Hingucker für die Retro-Küche sucht, hat ihn hier gefunden. Technisch gesehen ist die Ascaso Dream ist eine solide Espressomaschine mit Einkreissystem. Den Milchschaum für den Cappuccino muss man entweder separat machen oder nach dem Espresso warten, bis der Dampfschalter aktiviert ist. Der Thermoblock sorgt im Gegensatz zu Maschinen mit Wasserkessel, dass die Maschine schnell betriebsbereit ist. Die Ascaso Dream ist daher ein guter Kompromiss zwischen feinstem handgemachtem Espresso und schneller Zubereitung. Die Maschine ist in vielen Farben erhältlich, darunter auch in Weiß oder Schwarz.
Preis: 558 Euro
Ascaso Dream

Foto: Presse

Siebträgermaschinen
Isomac Maverick
Unprätentiös gestaltete und kompakte Espressomaschine aus Edelstahl. Die Maverick ist ein Einkreissystem, also ideal für Kaffeetrinker, die auf Milchschaum verzichten oder den separat zubereiten.
Preis: 389 Euro (Straßenpreis)
Isomac Maverick

Foto: Presse

Siebträgermaschinen
La Pavoni Stradivari
Die La Pavoni Stradivari ist eine Handhebelmaschine, der Brühdruck wird also von Hand durch Niederdrücken des Hebels erzeugt. Ein Vorteil ist die leise Zubereitung, da der Lärm der Wasserpumpe entfällt. Allerdings benötigt die Handhebelmaschine viel Übung, bis man den perfekten Espresso raus hat.
Preis: 727 Euro
La Pavoni Stradivari

Foto: Presse

Siebträgermaschinen
Bezzera BZ09
Klassische, semiprofessionelle Espressomaschine im Edelstahlgehäuse. Einkreis-System, das heißt, wenn der Espresso durchgelaufen ist, muss man etwa 40 Sekunden warten, bis die Dampfdüse für den Milchschaum zur Verfügung steht.
Preis: circa 729 Euro
Bezzera BZ09

Foto: Presse

Siebträgermaschinen
Vibiemme Domobar Super
Eine des besten Espressomaschinen auf dem Markt. Kenner schwärmen von der Brühgruppe E61, dem Kupferkessel und der Rotationspumpe. Die Domobar ist ein Zweikreiser, man kann also mit zwei Heizelementen Espresso und Milchschaum gleichzeitig zubereiten. Wer Cappuccino mag, sondern einfach Espresso pur, nimmt die kleinere Variante der Domobar, den Einkreiser.

Wie alle guten Maschinen beherrscht die Domobar das Vorbrühen. Das Kaffeemehl wird kurz angefeuchtet, quillt auf und erst dann wird das heiße Wasser mit 9 bar zügig durch das Pulver gedrückt. Auf diese Weise landen noch mehr Aromen im Kaffee.
Wer sich eine Vibiemme leistet, kommt aber um die Anschaffung einer guten Kaffeemühle nicht herum.
Die Domobar ist kein Automatikmonster, das auf Knopfdruck die gewünschte Sorte zubereitet, sondern eine mechanisch komplizierte und doch robuste Espressomaschine, die von Hand bedient wird. Die Zubereitung benötigt Übung und Feingefühl. Dafür schmeckt der Espresso daher so gut wie nirgends sonst.
Preis: circa 2:449 Euro
Vibiemme Domobar Super

Foto: Presse

Siebträgermaschinen
De´Longhi Espressomaschine Dedica
Die Dedica ist nur knapp 15 Zentimeter breit. Für Cappuccino steht die Milschaufschäumdüse bereit. In den Siebträger lassen sich auch die E.S.E-Pads (E.S.E, "Easy Serving Espresso) einlegen. Die Maschine ist verschiedenen Farben erhältlich.
Preis: ab 180 Euro (Straßenpreis)
De´Longhi Espressomaschine Dedica

Foto: Presse

Siebträgermaschinen
Gastroback Design Espresso Maschine Advanced
Eine kompakte Siebträgermaschine aus poliertem Metall, deren Espressopumpe 17 Bar erreicht. Eine Vorbrühfunktion sorgt dafür, dass das Kaffeemehl angefeuchtet wird und aufquillt, bevor das Wasser durchgepresst wird. Ein Milchschaumkännchen ist auch schon dabei. In den Siebträger lassen sich auch E.S.E-Pads einsetzen (E.S.E, Easy Serving Espresso).
Preis: ab 290 Euro (Straßenpreis)
Gastroback Design Espresso Maschine Advanced

Foto: Presse

Siebträgermaschinen
Gaggia Classic
Eine kompakte und nüchtern designte Siebträger-Maschine zum günstigen Preis. Wird in Kaffeeforen immer wieder gelobt. Ideal für Einsteiger.
Preis: 329,99 Euro
Gaggia Classic

Foto: Presse

Siebträgermaschinen
Graef ES 95
Viele kennen den Namen Graef vor allem wegen der Kaffeemühlen. Doch auch Siebträger-Maschinen wie die hier abgebildete ES95 haben einen guten Ruf bei Espresso-Fans. Die Pumpe erreicht 16 bar, durch das Zwei-Kreis-System können Espresso und Milchschaum gleichzeitig zubereitet werden.
Preis: 590 Euro (Straßenpreis)
Graef ES 95

Foto: Presse

Pad-Maschinen
Philips Senseo Senseo Latte Duo
Die Senseo Latte Duo ist eine Pad-Maschine, die zwei Tassen gleichzeitig zubereitet. Da bei Pad-Maschinen keine 9 bar Druck zustande kommen, ist auch kein echter Espresso möglich, aber immerhin frischer, aromatischer Kaffee. Ein Milchschaumsystem ist ebenfalls an Bord. Macht dementsprechend Latte Macchiato, Cappuccino, Café Latte oder heiße Milch mit Schaumkrone. Die Einstellungen für den Liebblingskaffee lassen sich abspeichern. Senseo bietet viele unterschiedliche Kaffeesorten und ist deutlich billiger als Kapselkaffee. Die Kaffee-Pads landen nach Gebrauch im Hausmüll oder in der Biotonne.
Preis: 199,99 Euro
Philips Senseo Latte Duo

Foto: Presse

Kapselmaschinen
Nespresso Maestria Crema De'Longhi EN 450CW
Die von De`Longhi gefertigte Maestria kombiniert eine Kapselmaschine mit Milchschaumdüse. Die Nespresso-Kapseln sind nicht billig, der Espresso bietet aber exzellentes Aroma, das mit handgemachten Espresso konkurriert. Nachteile sind der hohe Preis pro Kapsel. Je nach Sorte kostet eine Kapsel zwischen 35 und 45 Cent. Auch das Müllaufkommen ist beträchtlich.
Preis: 449 Euro
Nespresso Maestria Crema De'Longhi EN 450CW

Foto: Presse

Kapselmaschinen
Tchibo Cafissimo Picco
Kapselmaschine mit zwei Brühdruckstufen für Espresso und Kaffee. Macht hochwertigen Espresso auf Knopfdruck. Die billigste Art, eine hochwertige Espressomaschine zu bekommen, benötigt auch keine Kaffeemühle. Ein weiterer Vorteil des Cafissimo-Systems ist die große Vielfalt an Sorten. Eine Kapsel kostet je nach Sorte und Packung zwischen 20 und 30 Cent. Nachteil des Kapselsystems ist das hohe Müllaufkommen.
Preis: 49 Euro
Tchibo Cafissimo Classic

Foto: Presse

Zubehör
Graef Kaffeemühle CM 800
Wer auf erstklassigen Espresso Wert legt, braucht eine Kaffeemühle. Sie muss die Bohnen sehr fein und vor allem sehr gleichmäßig mahlen, ohne allzu heiß zu werden. Die CM 800 von Graef gehört zu den Geräten, die mit Edelstahl-Kegelmahlwerk und 40 Mahlgradeinstellungen den optimal gemahlenen Kaffee in Aussicht stellen. Dabei ist sie noch relativ preiswert.
Preis: circa 120 Euro (Straßenpreis)
Graef Kaffeemühle CM 800

Foto: Presse

Zubehör
Philips Senseo Milk Twister
Erzeugt auf Knopfdruck warmen oder kalten Milchschaum. Magnetisch angetriebener Rührbesen. Produziert maximal 120 ml Schaum, das reicht für zwei Tassen. Eine gute Ergänzung zu Espressomaschinen mit Einkreis-System.
Preis: 79,99 Euro
Philips Senseo Milk Twister

Foto: Presse

Die Deutschen trinken durchschnittlich 140 Liter Wasser pro Jahr, aber 165 Liter Kaffee. Fast 7,3 kg Rohkaffee benötigt der deutsche Durchschnittsverbraucher pro Jahr. In Italien, dem Mutterland von Espresso und Cappuccino, sind es nur 5,6 Kilo. Das geht aus Zahlen des Deutschen Kaffeeverbandes hervor.

Kurzum: Deutschland ist ein Kaffeetrinkerland. Da wundert es nicht, dass in den vergangenen Jahren auch der Trend zum Genießer-Kaffee immer stärker geworden ist. Dabei geht es keineswegs nur um den Cappuccino mit dekorativen Kakaostreuseln oder den dreischichtigen Latte Macchiato. Es geht um richtig feinen Kaffee. Kaffee für Kenner. Kaffee für jene, die ansonsten Rotwein verkosten oder 60 Euro für eine Flasche Rum ausgeben würden.

Mythos Espresso

Schaut man sich im Internet um, merkt man erst, wie komplex das Thema ist. Espresso-Aficionados diskutieren darüber, wie fest man den Espresso mit dem sogenannten Tamper festdrücken muss; welcher Siebträger der Richtige ist; wie man verhindert, dass der Espresso zu "blond" wird; und wie man den richtigen Mahlgrad der Kaffeemühle herausfindet. Und das sind noch die einfachen Fragen.

So trinkt die Welt ihren Kaffee
...trinken ihren Kaffee am liebsten mit Milch
...trinken ihn mit Milch und Zucker
...trinkt den Kaffee schwarz
...genießen ihren Kaffee mit Zucker

Ganz nebenbei werden einige Mythen korrigiert, die sich hartnäckig um den Espresso ranken. Nein, ein Espresso ist kein besonders starker Kaffee, und nein, er ist auch keine Belastung für den empfindlichen Magen.

Ganz im Gegenteil, durch die längere Röstung wird Espresso zwar dunkler, es werden aber auch Koffein und Säure abgebaut. Das bedeutet, dass Espresso-Bohnen weniger Koffein und Säure enthalten als die heller gerösteten Kaffeebohnen und deshalb auch magenschonender sind. Espresso schmeckt deshalb intensiver, weil das ganze Aroma sich in einer kleinen Tasse mit ungefähr 25 Milliliter konzentriert.

In Kaffeeforen erfährt man auch, dass ein perfekter Espresso bei der Temperatur von 90 bis 95 Grad Celsius gebraut wird. Die Bohnen müssen extrem fein gemahlen sein, damit möglichst alle Aromen aufgeschlossen und vom Wasser aufgenommen werden können. Grundwissen für alle Espresso-Liebhaber ist auch, dass bei einer guten Maschine das Wasser mit mindestens neun Bar Druck durch das Kaffeemehl gepresst werden sollte. Das darf nicht länger als 25 Sekunden dauern, sonst schmeckt der Espresso bitter.

Was einen echten Espresso auszeichnet, kann man übrigens auf den Seiten des "Nationalen Espresso-Instituts Italien" nachlesen. Da erfährt man auch ganz offiziell, welche Merkmale ein Cappuccino aufweisen muss, damit er das offizielle Zertifikat des Instituts tragen darf.

Kaffeemaschinen im Vergleich

Auch wer das Thema Kaffee nicht ganz so streng sieht, hat vielleicht Gefallen am Thema gefunden und überlegt sich nun, welche Kaffeemaschine die Richtige ist. Leider steht der interessierte Käufer steht vor einer schier unendlichen Auswahl unterschiedlicher Gerätetypen und Zubereitungsformen.

Ohne kommen die Deutschen nicht aus dem Bett: Eine Tasse Kaffee gehört für fast zwei Drittel der Bundesbürger (63,6 Prozent) zum Start in den Tag. Laut des Deutschen Kaffeeverbands verbrauchten die Deutschen vergangenes Jahr 6,4 Kilogramm Rohkaffee - im internationalen Vergleich liegen sie damit auf Platz sieben. Die Finnen haben es mit 12,01 Kilogramm Kaffee auf Platz eins geschafft.

Grund genug für die Redaktion von brandeins Wissen, das Magazin "Kaffee in Zahlen" herauszugeben. Demnach gibt es verschiedene Kaffeetypen, wie beispielsweise den...

Foto: dpa

Puristen

Der Purist legt wenig wert auf die Kaffeemaschine an sich - oft hat er nicht einmal ein elektrisches Gerät sondern brüht per Hand. Er ist etwas älter und trinkt seinen Kaffee gern schwarz. Einmal am Tag Kaffee genügt dem Puristen. Er trinkt ihn meist morgens oder im Lauf des Vormittags. 16 Prozent der Deutschen gehören zu dieser Kategorie.

Foto: dpa

Der Pragmatiker

17 Prozent der Kaffeetrinker in Deutschland gehören zu den Pragmatikern: Ihnen hilft Kaffee vor allem dabei, morgens schnell wach zu werden. Abends trinken sie daher kaum Kaffee. Die Pragmatiker werden als mittelalt und eher weniger zufrieden mit ihrer Lebenssituation beschrieben.

Foto: gms

33 Prozent der Pragmatiker trinken ihren Kaffee am liebsten mit Zucker und Milch, nur 27 Prozent bestehen auf schwarzem Kaffee. Bei 24 Prozent kommt der aus dem Espresso-Vollautomaten. Wer so ein modernes Gerät hat, nutzt es zwar entsprechend häufig, spät abends greifen nur noch 28 Prozent der Pragmatiker zur Kaffeetasse.

Foto: dapd

Die Anspruchsvollen

Für 19 Prozent der Kaffeetrinker in Deutschland ist Kaffee ein Genussmittel und dementsprechend viel erwarten sie von der Qualität. Die Anspruchsvollen greifen zu jeder Uhrzeit zum schwarzen Wachmacher, etwas mehr als ein Drittel trinkt ihn gern weiß und süß. Spätabends greifen immer noch 50 Prozent der Anspruchsvollen zu Kaffee und 14 Prozent haben zuhause vier oder mehr verschiedene Versionen.

Foto: dpa

Die Anspruchsvollen sind auch die Gruppe, in der die meisten Menschen einen Kaffee-Vollautomaten besitzen. 24 Prozent haben ein solches Gerät statt herkömmlicher Kaffee- oder Padmaschinen. 86 Prozent gaben an, ihren Kaffeewunderautomaten regelmäßig zu benutzen.

Foto: CLARK/obs

Schlemmer

17 Prozent der Kaffeetrinker mögen es weiß und süß, sie bevorzugen die Milchschaumvarianten wie Latte macchiato und Cappuccino gegenüber klassischem Filterkaffee. Diese sogenannten Schlemmer sind in der Regel junge Frauen. Viele von ihnen haben zuhause eine Pad- oder Kapselkaffeemaschine. 46 Prozent von ihnen schlürfen auch spät abends noch gern einen Milchkaffee.

Foto: REUTERS

Kaffeevariationen mögen übrigens alle Gruppen gerne: Sowohl Cappuccino und Latte macchiato als auch Eiskaffees und süße Milchkaffees sind überall beliebt. Außer bei der Gruppe der Puristen und der Klassiker trinkt mehr als ein Drittel der unterschiedlichen Kaffeetypen gerne süß und mit Milch.

Foto: CLARK/obs

Klassiker

19 Prozent der Konsumenten gehören zu den Klassikern. Das heißt, sie wollen gute, qualitativ hochwertige Kaffeemaschinen und Kaffees. Variationen mit Macadamia-Aroma und Sojamilchschaum sind dagegen nichts für sie. Zu dieser Gruppe gehören viele ältere Menschen, die eher in kleineren Ortschaften als in den Metropolen leben. Kaffee trinken sie zu jeder Tageszeit, bevorzugt Filterkaffee.

Foto: REUTERS

Die Genügsamen

Rund 12 Prozent der Kaffeetrinker zählen zur Gruppe der Genügsamen. Sie achten mehr auf den Preis als auf die Qualität, sie trinken aber auch deutlich weniger als die anderen Gruppen. Außer Haus trinken sie eher selten Kaffee. Zu den Genügsamen gehören überwiegend junge Männer.

Foto: AP

Ein ganz besonders luxuriöser und teurer Kaffee kommt übrigens aus Thailand. Der „Kopi Luwak“ zeichnet sich durch eine besonders blumige und schokoladige Note aus und wird von Kaffeeliebhabern in aller Welt geschätzt. Das Besondere: Der Kaffee wird aus Bohnen hergestellt, die von Elefanten ausgeschieden wurden. 25 Elefanten in Chiang Saen fressen die Kaffeefrüchte und scheiden die Bohnen unverdaut wieder aus. Ihre Magen-Enzyme zerkleinern die Proteine der Bohnen und schaffen so das besondere Aroma. Diese Art der Kaffeeherstellung ist an sich nicht neu: In Indonesien und Vietnam wird Kaffee aus dem Dung von Schleichkatzen produziert.

Umgerechnet 34 Euro kostet eine Portion Kaffee der Sorte „Kopi Luwak“.

Foto: dpa

Herdkanne oder Mokkakännchen

Die achteckige Mokkakanne von Bialetti ist seit Jahrzehnten der Klassiker der Kaffeekultur. Die zweiteilige Aluminium-Kanne wird unten mit Wasser befüllt, in der Mitte befindet sich der Sieb mit Kaffee. Stellt man die Kanne auf den Herd, dann steigt das kochende Wasser nach oben, nimmt das Aroma des Kaffeepulvers mit und fließt durch ein Röhrchen in die obere Kanne. Für die Herdkanne darf der Kaffee nicht ganz so fein gemahlen sein wie für die Espressomaschine.

Da die Mokkakanne die berühmten neun Bar Druck nicht erreicht, produziert sie keinen echten Espresso, aber immerhin einen leckeren und aromatischen Kaffee mit viel Italien-Flair. Ein Vorteil der Herdkanne ist, dass sie leicht zu bedienen, langlebig und ebenso leicht zu reinigen ist. Nur den Dichtungsring müssen Sie alle paar Jahre auswechseln.

French Press

Diese Zubereitungsart wird auch Pressstempel genannt. Der Kaffee wird recht grob gemahlen, dann das heiße Wasser eingefüllt.  Nach spätestens vier Minuten drückt man den Siebstempel nach unten. Abhängig von der Wasserqualität erzeugt die French Press wohlschmeckenden, aromatischen Kaffee.

Siebträgermaschine

Für echte Espresso-Liebhaber führt an ihr kein Weg vorbei. Das liegt vor allem an den bereits erwähnten neun Bar Druck. Hochwertige Maschinen erzeugen sogar bis zu 15 Bar Pressdruck am Siebträger. Für diesen Maschinentyp muss der Espresso sehr fein und sehr gleichmäßig gemahlen sein, und mit dem sogenannten Tamper, einem kreisrunder Stempel, in den Siebträger gedrückt werden. Nur so kann das Wasser gleichmäßig und ohne "Tunnel" zu bilden das Kaffeepulver durchqueren und dabei möglichst viele Aromen mitnehmen. Gute Espresso-Maschinen feuchten das Kaffeepulver vorher an, damit es aufquellen kann. In der Regel sind die Siebträgermaschinen auch mit einer Milchschaumdüse ausgestattet. Das ist aber nicht unbedingt nötig, den Milchschaum könnte man sich auch mit einem separaten Gerät herstellen.

Jeder Zehnte in Deutschland trinkt einer Umfrage zufolge mehr als fünf Tassen Kaffee am Tag. Das geht aus einer Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Nur eine Tasse am Tag genehmigen sich demnach zwölf Prozent. 20 Prozent der Befragten verzichten ganz auf das schwarze Heißgetränk.

Doch ist das gesund? Oder eher schädlich? Und hilft Kaffee gegen Kopfschmerzen? Diese und weiter Mythen klären wir im Folgenden auf!

Foto: dpa

Kaffee senkt das Darmkrebs-Risiko

Laut einer Studie von amerikanischen und israelischen Forschern erkranken Kaffeetrinker seltener an Darmkrebs – egal ob das Getränke Koffein beinhaltet. Demnach senken bis zu zwei Tassen täglich die Gefahr, zu erkranken, um mehr als ein Viertel. Bei mehr als 2,5 Tassen sank die Wahrscheinlichkeit laut Forschern um 50 Prozent. Die Wissenschaftler konnten jedoch nicht eindeutig beweisen, dass der Kaffeekonsum der Grund dafür ist, dass die Probanden seltener an Darmkrebs erkrankten.

Die Wissenschaftler hatten mehr als 5000 Darmkrebspatienten zum Kaffeekonsum im Jahr vor ihrer Diagnose befragt sowie 4000 weitere gesunde Testpersonen. Die Forscher rechneten Faktoren, die Darmkrebs begünstigen, aus ihren Ergebnissen heraus.

Foto: dpa

Gerücht: Kaffeetrinker leben länger

Forscher aus dem amerikanischen Harvard wollen herausgefunden haben, dass Kaffeetrinker länger leben als diejenigen Verbraucher, die komplett darauf verzichten. Wer bis zu fünf Tassen täglich trinke, habe eine geringeres Risiko frühzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Die Wissenschaftler müssen laut Stiftung Warentest aber noch erforschen, welche Inhaltsstoffe für ein längeres Leben verantwortlich sind. Eines sei klar: Koffein sei nicht der Grund. Denn auch diejenigen Probanden, die koffeinfreien Kaffee tranken, lebten laut Studie länger.

Foto: dpa

Gerücht: Durch den Klimawandel stirbt der Kaffee aus

Forscher haben herausgefunden, dass die Erderwärmung der Arabica-Bohne - der wichtigsten Kaffeesorte der Welt - besonders zusetzt. Das zu trockene und zu warme Klima könnte dafür sorgen, dass sich der Kaffeemarkt in den nächsten 30 Jahren stark verändern wird, schreiben sie in einer Studie. Zwar wird der Kaffee wohl nicht aussterben, könnte durch die sinkende Verfügbarkeit aber deutlich teurer werden.

Foto: dpa

Gerücht: Kaffee schadet dem Herzen

Dieses Gerücht scheint falsch zu sein, denn viele Studien ergaben sogar das Gegenteil: So fanden Forscher der Universität Utrecht heraus, dass täglich zwei bis vier Tassen Kaffee das Risiko eines Herzinfarkts um bis zu 20 Prozent senken können. Südkoreanische Wissenschaftler erklärten zudem, dass wenige Tassen am Tag verstopfte Arterien verhindern können. Auch ihre Forschungsergebnisse zeigten, dass Testpersonen, die drei bis fünf Tassen Kaffee pro Tag tranken, deutlich seltener unter Vorzeichen von Herzkrankheiten litten.

Foto: dpa

Gerücht: Kaffee schützt vor Diabetes

Zumindest senkt Kaffeekonsum das Diabetes-Risiko. Dies hat eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung ergeben. Bei täglich über vier Tassen Kaffee lässt sich das Diabetes-Risiko um ein Viertel senken.

Foto: dpa

Gerücht: Kaffee ist das beliebteste Getränk beim ersten Date

Tatsächlich geht mit 73,3 Prozent die Mehrheit der Deutschen beim ersten Date einen Kaffee trinken. Dies hat eine Umfrage der Online-Partnervermittlung ElitePartner ergeben. Essen gehen liegt mit 72,1 Prozent knapp dahinter. Nur 5,4 Prozent treffen sich beim ersten Date direkt zu Hause.

Foto: Fotolia

Gerücht: Kaffee macht impotent

Sollte dieses Gerücht stimmen, dann wäre Kaffee wohl das falsche Getränk beim ersten Date. Brasilianische Forscher können jedoch alle männlichen Kaffeekonsumenten beruhigen: Ihren Untersuchungen zufolge haben Kaffeetrinker sogar beweglicherer Spermien, als Männer, die auf Kaffee verzichten. Wissenschaftler der Universität  Michigan haben außerdem herausgefunden, dass Kaffeetrinker häufiger Sex haben als Nicht-Trinker.

Foto: dpa

Gerücht: Kaffee macht munter

Mehrere Studien zeigen, dass Kaffee konzentrierter macht. Eine Untersuchung prüfte etwa die Wirkung von Kaffeekonsum bei Autofahrern, die nachts unterwegs sind. 125 Milliliter machten die Probanden dabei genauso fit, wie ein kurzes Nickerchen.

Foto: dpa

Gerücht: Kaffee fördert die Ausdauer

Kaffee macht tatsächlich nicht nur geistig, sondern auch körperlich fit. Geradebei Ausdauersport, wie Laufen, Radfahren und Schwimmen steigert er die körperliche Leistung.

Foto: dpa

Gerücht: Kaffee bringt Menschen um den Schlaf

Wenn Kaffeekonsum fit und munter macht, liegt es nahe, dass er Menschen beim Einschlafen hindert. Dies belegen Studien zwar, allerdings schwankt die Wirkung je nach dem, wie häufig Menschen zum Kaffee greifen. Bei Vieltrinkern hat sich der Körper an das Koffein gewöhnt, wodurch die Wirkung bei ihnen weniger stark ist. Sie haben auch nach einer späten Tasse Kaffee weniger Probleme mit dem Einschlafen.

Foto: CLARK/obs

Gerücht: Kaffee macht nervös

Es gibt den Verdacht, dass Kaffee gerade bei gestressten Menschen die Ängstlichkeit fördert. Dies gilt laut wissenschaftlichen Untersuchungen zumindest nicht langfristig. Eine Studie von 2011 mag beispielsweise einen positiven Zusammenhang von Koffein und Angsterscheinungen zeigen.  Ein Versuch ein Jahr später mit Ratten, die ständig unvorhersehbarem Stress ausgesetzt wurden, zeigte jedoch, dass ihre Ängstlichkeit und ihr depressives Verhalten nach einem langfristigen Koffeinkonsum sank.

Foto: dpa

Gerücht: Kaffee schadet in der Schwangerschaft

Dies gilt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nur dann, wenn Schwangere zu viel Kaffee trinken. Bis zu drei Tassen täglich sind jedoch unbedenklich für Schwangere und stillende Mütter, sowie für deren Kinder.

Foto: dpa

Gerücht: Kaffee entzieht dem Körper Wasser

Das stimmt, aber laut Deutschem Grünen Kreuz handelt es sich nur um kleine Mengen an Wasser, die Kaffee dem Körper entzieht. Kaffeetrinker scheiden täglich nur drei Prozent mehr Wasser aus als Nicht-trinker.

Foto: dpa

Siebträgermaschinen sind wegen der aufwendigen Konstruktion relativ teuer, einfachere Modelle gibt es bereits ab 200 Euro. Spitzenmodelle kosten 2000 Euro und mehr. Wer sich für ein Gerät unter 300 Euro entscheidet, sollte auf die Verarbeitung achten. Bei manchen Modellen muss man die ganze Maschine festhalten, wenn man den Siebträger einsetzt.

Ein wichtiger Aspekt beim Kauf ist das Betriebsgeräusch. Wer sich immer morgens um sieben seinen Frühstückskaffee zubereitet, sollte darauf achten, dass Mahlwerk und die Pumpe der Espressomaschine einigermaßen dezent arbeiten. Sonst wird auch der noch schlafende Partner hellwach, und das ganz ohne Kaffee.

Ein Spezialtyp der Siebträgermaschine ist die Maschine mit Handhebel. Diese ist wesentlich leiser, da man den Druck auf den Siebträger eben mit der Hand und ohne elektrische Pumpe herstellt - eine Maschine für echte Kenner.

Bei allen Siebträgermaschinen müssen Sie mit einer gewissen Einarbeitungszeit rechnen. Auspacken, einschalten und leckeren Espresso schlürfen, das funktioniert hier nicht. Oftmals dauert es einige Wochen, bis Sie das richtige Feingefühl für die Zubereitung des optimalen Espresso entwickelt haben.

Vollautomat

Dieser Maschinentyp ist vor allem in Büros beliebt. Er produziert alle möglichen Sorten auf Knopfdruck, inklusive Milchschaum. Die Kaffeequalität ist meistens sehr gut, kann aber nicht mit der einer guten Siebträgermaschine mithalten. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass auch die Wartung und Reinigung einigermaßen unkompliziert abläuft.

Im Netz
https://www.green-cup-coffee.de/blog/kaffee-trends/kaffee-oder-espresso-was-ist-der-unterschiedhttp://www.coffeecircle.com/http://www.espressoitaliano.org/en/Auf der Seite von Istituto Nazionale Espresso Italiano erfährt man ganz offiziell, was den echten Espresso ausmacht.

Filterkaffee

Der gute alte Filterkaffee, der nach einer halben Stunde auf der Warmhalteplatte mehr nach flüssiger Teerpappe schmeckt als nach Kaffee, scheint passé. Doch das stimmt nicht ganz, die Hersteller rüsten inzwischen ihre Filterkaffeegeräte mit technischen Tricks auf, damit das Wasser möglichst zügig und gleichmäßig durch den Filter läuft.

Von Hand aufbrühen

Daneben gibt es immer noch die Möglichkeit, den Kaffee von Hand zu brühen. Wer es irgendwie schafft, dass das Wasser zügig durchläuft, sich nicht staut, und das Kaffeepulver im Papierfilter möglichst gleichmäßig durchströmt wird, hat gewonnen. Länger als zwei Minuten sollte das Wasser nicht brauchen, danach muss der Kaffee durchgelaufen sein. Sonst ertrinken die feinen Aromen in Reiz- und Bitterstoffen.

Kapselmaschinen

Die Kapselmaschinen, die durch Nespresso populär wurden und die inzwischen mit Marken wie Tchibo Cafissimo oder Nescafé Dolce Gusto Konkurrenz bekommen haben, müssen viel Kritik einstecken. So sind die Kaffeekapseln am Ende wesentlich teurer als loser Kaffee. Aber Bequemlichkeit hat eben ihren Preis. Schwerer wiegt die Kritik von Umweltschützern, die bemängeln, dass Jahr für Jahr Tausende Tonnen Abfall durch die Alukapseln entstehen. Im Prinzip könnte man die Kapseln im "Gelben Sack", in der "Gelben Tonne" oder auf der Wertstoffhof entsorgen, vorausgesetzt, es ist einer in der Nähe. Abgesehen davon sind Kapselmaschinen die schnellste und bequemste Möglichkeit, hochwertigen Espresso auf Knopfdruck zu produzieren. Vor allem Nespresso und Tchibo bieten exklusive Geschmackssorten.

Pad-Maschinen

Weniger Umweltprobleme bereiten Pad-Maschinen. Das Kaffeepulver ist hier in einer kreisrunden Filtertüte untergebracht, die nach der Zubereitung in die Biotonne oder in den Hausmüll wandert. Allerdings kann der Pad-Kaffee nicht mit dem Kaffee einer Siebträgermaschine mithalten. Zu flach, zu eindimensional ist das Aroma. Pad-Maschinen haben trotzdem ihre Berechtigung. Sie produzieren ganz unkompliziert wohlschmeckenden und frischen Kaffee für den Alltag, nicht mehr und nicht weniger.

Milchaufschäumer und Kaffeemühlen

Kaffeepuristen benötigen keinen Milchschäumer, sie trinken ihren Espresso schwarz und pur. Alle anderen benötigen einen Milchaufschäumer. Schon ab 40 Euro gibt es gute Geräte, die kalte oder warme Milch mit und ohne Schaum produzieren.

Noch wichtiger für den Gourmet ist die Kaffeemühle. Ihre Aufgabe ist es, die Bohnen möglichst gleichmäßig und mit möglichst wenig Hitzeentwicklung zu vermahlen. Durch das Mahlen werden die in den Bohnen versteckten Aromen aufgeschlossen und für das Wasser zugänglich gemacht.

Eine gute Mühle bietet die Möglichkeit, den Mahlgrad genau einzustellen. In der Regel arbeiten die Mühlen mit Kegelmahlwerken, entweder aus Stahl oder aus Keramik. Rotierende Messer kommen nur bei billigen Maschinen zum Einsatz, weil sie die Bohnen nicht so gleichmäßig zerkleinern wie Kegelmahlwerke. Doch selbst mit billigen Mühlen schmeckt der Kaffee noch deutlich besser und frischer als der vorgemahlene und vakuumverpackte aus dem Supermarktregal.

Sehr hochwertige Kaffeemühlen kosten mehrere 100 Euro, preisgünstige Modelle gibt es ab 70 Euro. Die Anschaffung lohnt sich. Nur frisch gemahlene Bohnen liefern den komplexen und tiefgründigen Geschmack eines echten Espresso.

Mit dem Wissen um die richtige Kaffeemaschine und dem Know-How um die optimale Zubereitung ausgerüstet, steht der Zukunft als Kaffeegourmet nichts mehr im Weg.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick