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SAPVorstandschef Bill McDermott hat bei Unfall ein Auge verloren

SAP-Vorstandschef Bill McDermott hat durch einen Sturz in den USA Anfang Juli das linke Auge verloren. Nach Angaben von Aufsichtsratschef Hasso Plattner kann er aber seiner Arbeit nachgehen.Michael Kroker 16.09.2015 - 16:15 Uhr

Der Vorstandsvorsitzende des Softwarekonzerns SAP, Bill McDermott

Foto: dpa

„Anfang Oktober treffen wir uns vor der Aufsichtsratssitzung in Walldorf“, sagte Plattner der WirtschatsWoche, McDermott sei dabei und „voll arbeitsfähig“. Plattner räumte gegenüber der WirtschaftsWoche ein, dass er einen Notfallplan ausgearbeitet habe für den Fall, dass McDermott nicht mehr antritt.

„Natürlich gibt es einen Plan B, natürlich muss sich der Aufsichtsratsvorsitzende mit der Situation befassen bei einer so schweren Verletzung“, so Plattner – und ergänzte: „Der Personalausschuss des Aufsichtsrats ist informiert über meine Notfallpläne.“ Allerdings stünden diese aktuell nicht mehr zur Debatte, „weil Bill auf dem Weg der Besserung ist und ab Oktober auch wieder fliegen kann.“

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Plattner stellte den Hergang des Unfalls von McDermott gegenüber der WirtschaftsWoche so dar: McDermott sei Anfang Juli nach Mitternacht auf der Treppe im Haus seines Bruders in den USA gestürzt und auf ein Wasserglas gefallen, das er in der linken Hand getragen habe.

McDermott drohte zu verbluten

„Er ist fast verblutet, war ohnmächtig, hat sich dann raus geschleppt auf die Straße – das hat er uns so erzählt letzte Woche“, sagte Plattner. „Dort hat er noch einmal um Hilfe rufen können, das hat zufällig jemand gehört, sonst wäre er verblutet und gestorben.“

McDermott habe sich bei dem Sturz mit dem Wasserglas „schwere Verletzungen auf der linken Seiten, Zertrümmerung des Wangenkochens, Verletzung der Augenhöhle, unten und oben durchschnittene Augenlider und zerschnittene Nerven“ zugezogen. Daran schlossen sich nach Darstellung Plattners bis um den 25. August herum langwierige ärztliche Behandlungen zur Rettung des linken Auges an, das die Ärzte letztlich aufgeben mussten.

Laut Angaben von Plattner sei „ein wesentlicher Teil der Behandlungsphase in jene Zeit gefallen, in der bei SAP nicht viel los ist“, also in die Sommerferien von Mitte Juli bis Mitte August. „Insofern gab es keinerlei Beeinträchtigung der Geschäfte der SAP“, sagt Plattner. Bei der Bekanntgabe der Zahlen des zweiten Geschäftsquartals Ende Juli war McDermott zumindest telefonisch zugeschaltet.

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