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Hannover MesseAmerika macht der Industrie das Leben schwer

Die Industrie in den USA erlebt ein Revival. Doch der Branche haftet ein schlechter Ruf an. Zudem sorgen die wahlkämpfenden Politiker mit ihren Parolen gegen den Freihandel für Unruhe.Tim Rahmann 22.04.2016 - 08:48 Uhr

Die sich im Verfall befindende ehemalige Autofabrik von Packard ist nur eine von unzähligen Industrie-Ruinen in Detroit.

Foto: dpa

Wer dröhnende Motorengeräusche, ölverschmierte Finger und eine stickige Halle vermutet hatte, wird enttäuscht. Das Rolls-Royce-Werk in Prince George County, Virginia, ist ein weißer Neubau, lichtdurchflutet und nahezu klinisch sauber. Die 200 US-Amerikaner, die hier Turbinen für Passagierflugzeuge fertigen, steuern die meterhohen Maschinen per Touchpad und kontrollieren mit Software von Siemens ihre Arbeit.

Die Reindustrialisierung der USA: Sie hat mit der Fertigungsproduktion aus dem 20. Jahrhundert nicht mehr viel gemeinsam. Zu sehen ist das seit 2011 in dem Rolls-Royce-Werk in Virginia – und ab kommender Woche in Hannover. Die USA sind Partnerland der diesjährigen Hannover Messe, der größten Industrieschau der Welt, und wollen zeigen, wie sie sich die Industrie der Zukunft vorstellen.

„Die Arbeitsweise in der Industrie hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch verändert. Das hat Folgen für die Rekrutierung von Mitarbeitern: Wir suchen hochqualifiziertes Personal“, sagt Lorin Sodell, Geschäftsführer der Rolls-Royce-Fabrik zwei Stunden südlich der Hauptstadt Washington, D.C. Dies sei nicht immer leicht zu finden, mehrere Stellen seien derzeit vakant.

Hannover Messe

Woran TTIP noch scheitern könnte

von Sebastian Schaal und Niklas Dummer

Lange haftete der Industrie das Image einer aussterbende Spezies in den USA an, die meisten junge Leute haben um eine Ausbildung oder einen Job in der Fertigung einen großen Bogen gemacht. Verdenken kann man es ihnen nicht: Tatsächlich hat die Branche einen jahrzehntelangen Absturz erlebt. Automatisierung und höhere Produktivität haben ganze Fabriken überflüssig gemacht; einige Unternehmen sind zudem ins Ausland abgewandert, wo sie billiger produzieren können. Sechs Millionen Jobs sind alleine zwischen 2000 und 2010 in der Industrie verloren gegangen; der Niedergang hat ganze Landstriche veröden lassen.

Detroit: Von der Industriehochburg zum Sanierungsfall

Einst war Detroit, die ehemalige Industriehochburg Amerikas, der Stolz des Landes. Heute ist es ein heruntergekommener Ort. Der Asphalt in den Straßen Downtowns ist aufgeplatzt, die Gebäude sind mit Graffitis beschmiert, viele Fenster mit Holzbrettern zugenagelt. 1,85 Millionen Menschen lebten in Spitzenzeiten in Detroit. Autobauer, Zulieferer und die Gastronomie boten Hunderttausende Jobs. Heute sind über 23 Prozent der Menschen in Detroit arbeitslos, wer kann, hat die Stadt längst verlassen. Keine 700.000 Menschen leben mehr in der einstigen Vorzeige-Metropole.

Was Deutsche und Amerikaner über TTIP denken
Dieser Meinung ist jeder zweite Amerikaner – aber nur jeder fünfte Deutsche.
Hier sind sich die Deutschen und die Amerikaner nahezu einige: Jeweils jeder Fünfte glaubt das.
Dieser Ansicht sind zwölf Prozent der befragten Amerikaner und 61 Prozent der Deutschen.

„Die Reindustrialisierung der USA vermag nicht den Menschen zu helfen, die wir als Globalisierungsverlierer bezeichnen“, sagt Fred Bergsten, Ökonom vom Peterson Institute in Washington, D.C. Bandarbeiter, die früher für die Automobilindustrie, für Waschmaschinen- oder Geschirrspüler-Hersteller gearbeitet haben, haben wenig Perspektive; „der Großteil ihrer alten Jobs wird nie zurückkommen“, sagt Bergsten.

Zwar sind seit 2010 US-weit eine Millionen neuer Arbeitsplätze in der Industrie neu geschaffen worden. Gut bezahlte Jobs, schließlich zahlen die Exportunternehmen im Schnitt 18 Prozent mehr als die Konkurrenz, die sich auf den Heimatmarkt fokussiert. Einzig: Die meisten Arbeitssuchenden kommen für diese neuen Arbeitsplätze nicht infrage. „Die Politik hat es verpasst, jenen Menschen, die aufgrund von Produktionsverlagerungen und Automatisierungsprozessen ihre Arbeit verloren haben, fit für das 21. Jahrhundert zu machen“, bemängelt Bergsten.

Es ist einer der höchstdotierten Technologie-Preise weltweit: der Hermes Award. Seit 2004 wird der "Oscar der Ingenieure", wie Wolfgang Wahlster, Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Jury-Vorsitzender des Hermes Awards, sagt, auf der Hannover Messe verliehen. Zu den Gewinnern gehören unter anderem Firmen wie Bayer, Phoenix Contact und Bosch-Rexroth. Im vergangenen Jahr ging der Award an die Wittenstein AG, ausgezeichnet für eine neue Getriebegattung.

"Der Hermes Award ist der weltweit bedeutendste Innovationspreis für die Industrie. Das haben die Einreichungen auch in diesem Jahr gezeigt", sagt Jochen Köckler (rechts im Bild), Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG: Die fünf Besten, die in den folgenden Bildern vorgestellt werden, werden am 24. April in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama geehrt.

Foto: PR

BLOCK Transformatoren-Elektronik GmbH, Verden

Das nominierte Produkt EasyB ist ein sogenanntes Ein-Kanal-Schutzschaltersystem, das Steuerspannungen bedarfsgerecht bis zu einem Gesamtstrom von 80 Ampere absichern kann. Sprich: Kommt zu viel Strom am Gerät an, reduziert es den Ausgangsstrom auf den eingestellten Pegel – die Einstellung kann jederzeit über den Leitrechner angepasst werden.

Die Besonderheit von EasyB: Die Kanäle adressieren sich beim Einschalten automatisch. Damit entfällt ein zusätzlicher Arbeitsschritt zur manuellen Adressvergabe. Zudem überzeugte das Gerät die Jury mit seiner extrem kompakten Bauform und einer sehr hohen Stromtragfähigkeit.

Foto: PR

DDM Systems, Atlanta, GA, USA

Das Spin-off-Unternehmen der berühmten Georgia-Tech-Hochschule hat sich mit einem additiven Fertigungsverfahren für Keramik beworben. Das nominierte Produkt LAMP System CPT6060 ermöglicht es, den Prozess des Feingießens um sieben von zwölf Prozessschritten zu verkürzen. Mit den hochgenauen Schalenformen aus dem 3D-Drucker sind sowohl Rapid Prototyping als auch eine Serienfertigung in einer Anlage möglich. Mit diesem Hightech-Verfahren können die bisherigen Herstellungskosten um 60 Prozent reduziert werden.

Die Jury war zudem von der hohen Zahl von über zwei Millionen parallelen UV-Lichtstrahlen bei der Photopolymerisation und der damit erzeugten extrem hohen Genauigkeit von zehn Mikrometern bei großen Abmessungen der Keramikformen bis zu 600 x 600 x 450 Millimetern beeindruckt.

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Harting IT Software, Espelkamp

Das nominierte Produkt Mica ist eine offene und modulare Plattform als zentraler Baustein aus eingebetteter Hardware und Software für Industrie 4.0. Mit dem kleinen Gerät können existierende Produktionsmaschinen vernetzt und so bestehende Fabriken zu Smart Factories aufgerüstet werden. Damit wird vielen mittelständischen Unternehmen der Eintritt in die Industrie-4.0-Welt ermöglicht.

Maschinen verschiedenster Hersteller sollen mit den offenen Standards von Mica kommunizieren können. Jedes Mica hat einen TPM-Chip und unterstützt SSL und VPN, sodass eine sichere Authentifizierung und Kommunikation für die Mica-Module unterstützt werden. Die Jury war auch beeindruckt vom Konzept der leichtgewichtigen Virtualisierung durch LINUX-Container, das durch Mica auf einem kompakten Feldgerät realisiert wird.

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ITM Power, South Yorkshire, Großbritannien

Bei dem nominierten Projekt handelt es sich um eine kompakte Anlage zur bedarfsorientierten und flexiblen Produktion von Wasserstoff und Sauerstoff durch Elektrolyse (Power-to-Gas). Dabei wird Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff beziehungsweise Methan umgewandelt und kann dann entweder zum Betanken von Brennstoffzellenautos verwendet oder aber als Methan in das Erdgasnetz eingespeist werden. Durch das kompakte Design kann die Anlage verbrauchernah aufgestellt werden. Beindruckend für die Jury waren neben einem Eigendruck von 80 bar, den kompakten Abmessungen auch der hohe Systemwirkungsgrad von 72 Prozent und eine kurze Anfahrzeit von unter einer Sekunde. Das Projekt leistet damit sowohl einen Beitrag zur Stabilisierung der Netze als auch zur wasserstoffbasierten Elektromobilität.

Foto: PR

J. Schmalz GmbH, Glatten

Bei dem nominierten Produkt VSi handelt es sich um einen Vakuum- und Druckschalter, der erstmals sowohl mit der IO-Link-Technologie als auch mit der NFC-Technologie ausgestattet ist. Der Anwender kann somit direkt mit mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones alle wichtigen Daten ablesen und einstellen.

Damit können Produktionsprozesse unmittelbar vor Ort optimiert oder effizienter gestaltet werden. Auch Fehler können schneller diagnostiziert, analysiert und letztendlich behoben werden. Der modulare Schalter ist eine Industrie-4.0-fähige Komponente und leistet einen wesentlichen Beitrag zu Predictive Maintenance und zur Visualisierung wichtiger Prozessdaten auf einem kabellos verbundenen Consumer-Gerät.

Foto: PR

Und damit für die Jobs, die die Industrie 4.0 schafft. Jobs, die Soft- und Hardwarekenntnisse sowie ein räumliches Vorstellungsvermögen verlangen. Doch staatliche Förder- und Weiterbildungsprogramme gibt es bis heute nicht. Wer einmal längere Zeit ohne Arbeit ist, kommt nur schwer aus der Negativspirale heraus.

Festo – Wo die Natur Antworten liefert

Jedes Jahr stellt Festo auf der Hannover Messe ein neues Bionik-Konzept vor. Auf dem Messestand des Industrieautomatisierers aus Esslingen werden Ameisen zu sehen sein – kybernetische natürlich. Die BionicANTs – „ANT“ (das englische Wort für Ameise) steht dabei sowohl für das natürliche Vorbild als auch für „Autonomous Networking Technologies“ – imitieren das Staatenverhalten der Ameisen. Erstmals wird damit das kooperative Verhalten von Tieren mittels komplexer Regelalgorithmen in die Welt der Technik übertragen.

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TU Wien – Alu in Pulverform

Bei Stahl und Titan ist das Sintern als Produktionsverfahren bekannt und erprobt. Forscher der TU Wien wollen das Spritzgussverfahren jetzt auch auf Aluminium-Legierungen übertragen.

Wer heute ein kompliziertes Metallteil herstellen will, greift meist auf das Sintern genannte Metallpulver-Spritzgussverfahren zurück, bei dem Metallpulver mit Kunststoff versetzt, in Form gepresst und bei hohen Temperaturen zu einem soliden Metallwerkstück zusammengebacken wird. Bislang funktionierte diese Technik jedoch nicht mit Aluminium.

Das neue pulvermetallurgische Verfahren soll es erlauben, komplizierte Formen herzustellen, die auf andere Weise gar nicht oder nur mit großem Aufwand realisierbar wären. Da das pulverförmige Ausgangsmaterial relativ preiswert ist, können bei überschaubaren Kosten auch relativ große Bauteile produziert werden, sodass in der Massenproduktion im Vergleich zur konventionellen Fertigung Material- und Gewichtseinsparungen von mehr als 50 Prozent möglich sind.

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Weippert – Das Gewicht herunterschrauben

In nahezu jeder Maschine stecken unzählige Schrauben in den unterschiedlichsten Größen – sie halten die Produktionsanlagen quasi zusammen. Hier Gewicht zu sparen, kann sich positiv auf die gesamte Maschine auswirken. Die Firma Weippert stellt auf der Hannover Messe neue WT-Kunststoffschrauben vor, die – bei Beachtung der technischen Anforderungen – im Vergleich zu Alu- und Edelstahlschrauben bis zu 70 Prozent leichter sein sollen.

Die Ingenieure von Weippert stellen einen ganz einfachen Vergleich an: Während ihre WT-Kunststoffschraube M6x40 aus PA6 GF30 lediglich 1,6 Gramm wiegt und aus PA6 GF50 gerade einmal 1,8 Gramm, bringt die gleiche Metallschraube aus A2 satte 9,3 Gramm auf die Waage. Dass Kunststoffschrauben nicht die gleiche Festigkeit wie Stahlschrauben aufweisen, sei dabei nicht immer ein Problem. Denn mit einer individuellen Konstruktionsanpassung unter Berücksichtigung der mechanischen Eigenschaften könnten meist auch Kunststoffschrauben statt Stahlschrauben verwendet werden, so Weippert.

Selbst wenn die Kunststoffschraube eine Nummer größer dimensioniert wird als die Stahlschraube, wenn also beispielsweise statt einer M4 eine M6 zum Einsatz kommt, ist die Gewichtseinsparung immer noch deutlich.

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Sonotec – Vorbeugen statt heilen

Eines der großen Themen der Industrie 4.0 ist die Predictive Maintenance, also die vorbeugende Instandhaltung. Der Ultraschallspezialist Sonotec stellt mit dem Sonaphone auf der Hannover Messe ein neues Gerät vor, dass die Wartung einfacher machen soll.

Die möglichst genaue Vorhersage eines optimalen Wartungszeitpunktes gewinnt in der Wertschöpfungskette zunehmend an Bedeutung. Die mobilen Ultraschallmessgeräte, die zur Grundausstattung vieler Instandhalter gehören, tragen damit maßgeblich zu einer erhöhten Anlagensicherheit und -verfügbarkeit bei. Auf der Sonderausstellung Predictive Maintenance 4.0 will Sonotec zeigen, wie Unternehmen Energie einsparen und die Effizienz der gesamten Produktion mit Ultraschallmessgeräten verbessern können.

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Bionic Robotics – Arm mit Charme

Bionic Robotics präsentiert auf der Hannover Messe einen Leichtbauroboter, dessen Bewegungsablauf und Größe sich an einem außerordentlich erfolgreichen Vorbild orientiert – dem menschlichen Arm. Die Bionic Robotics GmbH, 2010 als Spin-Off der TU Darmstadt gegründet, setzt als innovationsgetriebenes Unternehmen vor allem auf die Entwicklung und Produktion von extrem leichten Roboterarmen. Vergleichbar elastisch und mit seinen vier bis fünf Gelenken besonders flexibel im Aufbau, sorgen die in die Basis des BioRob verlegten Antriebe zudem für eine geringe bewegte Masse im Roboterarm. Damit ist der BioRob prädestiniert für den Einsatz in der industriellen Automation, wo er Transport-, Pick & Place-, Palettier- oder wechselnde Handhabungsaufgaben mit kleinen und mittleren Losgrößen übernehmen kann.

Laut dem Unternehmen ist BioRob der einzige kollaborative Roboter – er darf also ohne Schutzkäfig direkt mit Menschen zusammenarbeiten –, der ohne aufwändige Sensortechnologie und Steuerungstechnik auskommt. Selbst bei hohen Bewegungsgeschwindigkeiten würden die Kräfte im Falle eines ungewollten Kontaktes mit menschlichen Arbeitskollegen bauartbedingt so weit reduziert, dass keinerlei Verletzungsgefahr besteht – die besonders leichte und nachgiebige Struktur des BioRob macht es möglich.

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Fluid Dynamix – Der unbewegte Beweger

Das Berliner Start-up FDX Fluid Dynamix feiert auf der Hannover Messe die Premiere seiner einzigartigen OcsiJet-Düse, mit der es dank eines fluidischen Oszillators erstmals möglich ist, einen bewegten Strahl ganz ohne bewegliche Teile zu erzeugen.

Um für eine gute Durchmischung von Gasen und Flüssigkeiten zu sorgen, kommen die dafür verwendeten Komponenten so gut wie nie ohne bewegliche Bauteile aus, woraus beinah schon zwangsläufig eine gewisse Reparaturanfälligkeit und ein erhöhter Wartungsbedarf resultieren. Die neue Düse von FDX erzeugt den schwingenden Fluidstrahl jedoch ohne bewegliche Teile. Mit einem schnell, effizient und genau anpassbaren Frequenzspektrum, welches von wenigen Schwingungen pro Sekunde bis fast in den Ultraschallbereich reicht, liefert die OsciJet-Düse für beinah jeden Prozess den notwendigen Frequenzbereich – ob Kraftstoff-Luft-Mischungen in Motoren oder der Wasserstrahl in Geschirrspülmaschinen.

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MediGlove – Heilende Handschuhe
Auf dem Stand der Hochschule Anhalt zeigen die Designer Thomas Kores und Philipp Rösler aus Dessau erstmalig einen vollen interaktiven Prototyp eines medizinischen Diagnostik-Handschuhs, der die Funktionen von Stethoskop, Thermometer und Pulsmesser vereint.

Mit MediGlove sollen nicht nur die Untersuchungen intuitiver „von der Hand gehen“, sondern über natürliche Gesten auch hochauflösende Messwerte ermittelt und automatisch in eine digitale Krankenakte eingepflegt werden können, um sie so längerfristig und ganzheitlich nachvollziehbar zu machen. Der als Design-Projekt der Hochschule Anhalt konzipierte MediGlove ist bereits mit zwei Sonderpreisen ausgezeichnet worden.

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ABB – Produktivität steigern

Der Schweizer Mischkonzern ABB hat seine eigene Definition des Internets der Dinge: Das IoT wird zum „Internet of Things, Services and People“ erweitert – und soll so Chancen bieten, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. „Wir verbinden Komponenten – also Things – der Industrieautomation und Energieversorgung mit dem Internet und fördern durch fortschrittliche Softwarelösungen deren perfekte Zusammenarbeit“, sagt ABB-Chef Ulrich Spiesshofer. „Das führt zu neuen Serviceangeboten und verschafft unseren Kunden einen klaren Wettbewerbsvorsprung.“

Eine der Neuheiten an dem 1700 Quadratmeter großen Messestand ist ein neuer Sensor, mit dem bestehende Motoren mit der Smart Factory angebunden werden können. Der Sensor – in etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel – wird an dem vorhandenen Elektromotor befestigt, misst Zustandsdaten wie Temperatur, Vibration oder Magnetfeld und sendet sie an einen Server. Aus diesen kontinuierlich erhobenen Daten können genaue Analysen über den Zustand des Motors erstellt werden. Produktivität und Verfügbarkeit lassen sich so verbessern und Produktionsunterbrechungen durch vorausschauende Wartung vermeiden.

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Fraunhofer IWU – Die Miniaturfabrik

Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) präsentiert auf der Messe mit seinem Forschungsprojekt „Presswerk 4.0“ erstmals ein Miniaturfabrikmodell, das Messebesucher dank Augmented Reality bei einem virtuellen Rundgang erkunden können.

Den einzelnen Produktionsschritten folgend, wird den Besuchern dort anhand der Fertigung von Beispielbauteilen interaktiv und gut nachvollziehbar die intelligente Vernetzung von Prozess, Maschine, Anlage und Mensch vermittelt. Zudem wird deutlich, wie diese Vernetzung hilft, Zeit, Energie und Material zu sparen und die Produktion schneller und flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu lassen.

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Institut für Integrierte Produktion Hannover – „Heb mich hoch, Scottie!“

Autonome Fahrzeuge sind nicht nur in der Autoindustrie ein Thema. In modernen Produktionsstätten und Lagerhallen werden sich die Mitarbeiter nicht mehr selbst ans Steuer eines Gabelstaplers setzen, sondern ihre Arbeitsaufträge an intelligente fahrerlose Transportfahrzeuge übergeben. Was zur Kommunikation zwischen Mensch und Stapler nötig ist, zeigt das Institut für Integrierte Produktion Hannover: Die gemeinsam mit Jungheinrich und weiteren Partnern entwickelten fahrerlosen Schubmaststapler, die menschliche Sprache verstehen und Gesten deuten können, dürfen von den Messebesuchern auf dem niedersächsischen Gemeinschaftsstand in Halle 2 sogar selbst ausprobiert werden.

Mithilfe von 3D-Kameras erfassen sie ihre Umgebung und orientieren sich ähnlich wie ein Mensch, indem sie sich markante Punkte im Raum merken. Bei räumlichen Veränderungen – zum Beispiel, weil ein Regal zur Seite gerückt wurde oder eine Palette den sonst üblichen Weg versperrt – wird sich das Fahrzeug daran anpassen, ganz im Sinne der Industrie 4.0. Im Gegensatz zu bisherigen fahrerlosen Transportsystemen benötigt es keinerlei vorgegebene Wege, etwa in Form von Magnetsensoren oder Führungslinien auf dem Boden, sondern kann sich frei bewegen. Durch den Wegfall von Investitionen für Leitsysteme kann sich die neue Technologie auch für kleine und mittlere Unternehmen lohnen.

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Pilz – Sichere Automation

Pilz aus dem schwäbischen Ostfildern hat sich für die Hannover Messe ein eigenes Motto gesetzt: „Wir automatisieren. Sicher.“ Auf dem Messestand demonstriert Pilz den Besuchern, wie Mensch und Roboter künftig sicher eng zusammenarbeiten können. Der Roboter arbeitet ohne Trennwände mit dem Menschen zusammen – ein Trend, der sich über die gesamte Hannover Messe zieht.

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Harting – Kleine Box mit heißem Inhalt

Der Höhepunkt der diesjährigen Hannover Messe könnte für die ostwestfälische Harting Technologiegruppe bereits vor Messestart stattfinden: Mit Mica gehört das Unternehmen zu den fünf Nominierten für den Hermes Award, der am Vorabend der Messe in Anwesenheit von US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel verliehen wird.

Mica steht für „Modular Industry Computing Architecture“. Das System ermöglicht, Daten im direkten Umfeld von bereits existierenden Maschinen auszuwerten und mit dem IT-System eines Betriebes zu vernetzen. Sprich: Auch bestehende Maschinenparks können an die Smart Factory angebunden werden.

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Rethink Robotics – Kollege Cobot!

„Cobots“ (Collaborative Robots) stehen für ein neues Konzept in der Produktion: Ein Roboter soll den Mensch nicht ersetzen, sondern mit ihm produktiv zusammenarbeiten. Ein wesentlicher Aspekt in seiner Entwicklung war daher von Anfang an die sichere und bedenkenlose Zusammenarbeit von Mensch und Maschine – und zwar ohne trennende Schutzeinrichtungen.

Für diese neue Arbeitswelt stellt das US-Unternehmen Rethink Robotics mit seinen deutschen Partnern Hahn und Freise Automation in Hannover „Sawyer“ vor. Laut dem Unternehmen setzen der Grad an Intelligenz und Einfühlungsvermögen neue Maßstäbe in der Robotik. Am Ende soll diese neue Technologie für eine Win-Win-Situationen sorgen: Entlastete Mitarbeiter widmen sich komplexeren Aufgaben und steigern damit nachhaltig die Wertschöpfung des gesamten Unternehmens.

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Schaeffler –Werkzeugmaschine 4.0

Auf der Industriemesse präsentiert Schaeffler ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori: die Werkzeugmaschine 4.0. Die voll vernetzte Maschine stellt, ausgehend von sensorisierten Schaeffler-Komponenten sowie einer Cloud-basierten Software und Auswerteeinheit, einen konkreten Schritt in Richtung digitalisierte Produktion dar - lassen sich doch die Erfahrungen aus diesem Projekt auch auf andere Maschinen und Anlagen übertragen.

Auf der Sonderschau Predictive Maintenance 4.0 demonstriert Schaeffler mit dem Antriebsstrang 4.0 in Live-Vorführungen, welchen Mehrwert aus Unternehmenssicht die Cloud-basierten Services bieten können.

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Siemens – Die Würfel sind gefallen

In vier „Highlight-Cubes“ präsentiert Siemens seine Neuheiten in Hannover – die Würfel sollen die Themenschwerpunkte auf der 3500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche auch optisch gliedern. Überschrieben sind diese vier Bereiche mit den Schwerpunktthemen „Nachhaltige Energie für digitale Unternehmen“, „Neue Chancen für die Fiber Industry durch Digitalisierung“, „Auf dem Weg zur individualisierten Massenproduktion“ sowie „Automobilhersteller: Mit Digitalisierung auf der Überholspur“.

Im Kern aller Schwerpunkte steht die Verschmelzung der realen und virtuellen Welt.

Foto: PR

Statt hier anzusetzen, droht aus der Politik neues Ungemach. Im US-Vorwahlkampf sind der Freihandel – und damit auch die Exportunternehmen – unter Beschuss gekommen. Sowohl bei den Republikanern als auch bei den Demokraten ist der freie Warenverkehr und die Globalisierung zum Feindbild geworden, allen voran Donald Trump und Bernie Sanders machen Stimmung.

Milliardär Trump, der selbst etwa Textilien aus seinem Haus in Übersee produzieren lässt, findet das Freihandelsabkommen mit elf Pazifikanrainerstaaten (TPP) „grauenvoll“ und droht mit der Einfuhr von Strafzöllen. Auch Demokrat Sanders hält nichts vom Freihandel und rühmt sich damit, „alle Abkommen konsequent abgelehnt zu haben“.

Platz 20: Schöck AG

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 119,0 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 14,1 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 13,3 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 33,1 Prozent

Die Unternehmensberatung Munich Strategy Group (MSG) hat die Mittelständler mit dem größten Wachstum bei Umsatz und Erträgen in den letzten fünf Jahren gekürt. Die Top 20 eröffnet die Schöck Aktiengesellschaft aus Baden-Baden, einem Spezialisten für Fertigbauteile zur Wärme- und Lärmdämmung für Tritte.

Quelle: Munich Strategy Group: "TOP 100 Ranking des Mittelstands 2015 - Deutschlands Wachstums-und Ertragsstars"

Für ihr jährliches Unternehmensranking hat die Unternehmensberatung MGS rund 3.500 Mittelständler mit Umsätzen von 15 bis 600 Millionen Euro analysiert, um daraus die wachstums- und ertragsstärksten Unternehmen herauszufiltern.
Das Ranking ergibt sich aus einem Score, der sich aus durchschnittlicher Ertragsquote, durchschnittlichem Ertragswachstum und durchschnittlichem Umsatzwachstum im Zeitraum 2010 bis 2014 ergibt. Ertragsquote und -wachstum fließen mit je 25 Prozent in den Gesamtscore ein, das Umsatzwachstum wird mit 50 Prozent gewichtet.

Foto: Presse

Platz 19: Heinzmann

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 72,8 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 16,1 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 10,8 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 36,1 Prozent

Heinzmann baut, entwickelt und betreut Verbrennungsmotoren, Generatoren und Turbinen, die etwa in Lokomotiven und Schiffen eingesetzt werden. 

Foto: Screenshot

Platz 18: Vemag Maschinenbau GmbH

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 86,5 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 15,2 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 12,6 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 33,1 Prozent

Die Vemag Maschinenbau GmbH stellt Maschinen und Geräte für die Nahrungsmittelindustrie her. Dazu zählen Würstchenfüller und Teigportionierer. Einen Schwerpunkt bildet hier die Entwicklung eines Convenience Systems, das dem Anwender ein flexibles System zum Portionieren und Formen von Produkten bietet.

Foto: Presse

Platz 17: Wenglor Sensoric GmbH

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 55,9 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 15,8 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 12,6 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 43,9 Prozent

Wenglor entwickelt, produziert und vertreibt seit 30 Jahren Produkte zur berührungslosen Objekterkennung. Das Produktspektrum umfasst Sensoren, Bildverarbeitungsprodukten, Barcode-Scanner und Sicherheitstechnik. Zu den Kunden zählen kleine und mittelständische Unternehmen wie auch internationale Industriekonzerne.

Foto: Presse

Platz 16: Delo

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 57,9 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 20,0 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 15,4 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 21,7 Prozent

Das Unternehmen aus Windach bei München ist mit Spezialklebstoffen erfolgreich. So hat Delo etwa ein Verfahren entwickelt, um RFID-Chips zu verkleben. Die elektrischen Signale werden dabei zuverlässig weitergeleitet.

Foto: Presse

Platz 15: HAZET-WERK

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 79,0 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 12,8 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 13,0 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 178,6 Prozent

Die Hazet-Werk Hermann Zerver GmbH & Co. KG ist ein deutscher Werkzeughersteller mit Sitz in Remscheid. Der Markenname Hazet steht verkürzt für die Anfangsbuchstaben Ha und Zett des Namens des Gründers Hermann Zerver.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 14: Getriebebau Nord

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 460,0 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 15,4 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 11,6 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 80,2 Prozent

Die Getriebebau Nord ist einer der größten Getriebemotoren-Hersteller der Welt. Das Unternehmen ist international für seine mechanische und elektronische Antriebstechnik bekannt.

Foto: Presse

Platz 13: Strama-MPS Maschinenbau

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 115,7 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 29,0 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 7,8 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 64,3 Prozent

Strama-MPS ist im Sondermaschinenbau tätig. Das Unternehmen hat sich auf die Fertigung spezialisiert und kann die komplette Prozesskette vom Rohteil bis zum fertigen Produkt aus einer Hand abbilden.

Foto: Presse

Platz 12: Datron AG

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 33,5 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 22,8 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 7,6 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 154,2 Prozent

Datron aus dem hessischen Mühltal verdient sein Geld rund um automatisierte Fräsmaschinen. Neben den reinen Fertigungsmaschinen bietet Datron auch die Werkzeuge und spezielle Dental-Maschinen an.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 11: LPKF Laser & Electronics

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 129,7 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 20,7 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 16,8 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 27,8 Prozent

LPKF entwickelt und produziert seit 1976 Maschinen zur Materialbearbeitung. In einigen Bereichen der Mikromaterialbearbeitung mit dem Laser gehört das Unternehmen zur Weltspitze. Für LPKF mit Sitz im niedersächsischen Garbsen bei Hannover arbeiten weltweit 750 Mitarbeiter.

Foto: Presse

Platz 10: Deprag Schulz GmbH

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 45,4 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 14,0 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 17,9 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 119,6 Prozent


Die Deprag Schulz GmbH u. Co. ist ein weltweit führender Anbieter für Schraubtechnik, Automation, Druckluftmotoren und Druckluftwerkzeuge. Das Unternehmen hat Produktionsstandorten in Deutschland, Tschechien und China sowie Vertriebs-und Servicegesellschaften in Frankreich, Schweden, den USA und im Vereinigten Königreich.

Foto: Screenshot

Platz 9: 2G energy AG

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 126,1 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 36,7 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 8,4 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 83,1 Prozent

Die 2G energy AG wurde 1995 in Heek im Münsterland gegründet. Sie ist heute einer der führenden Hersteller von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Europa und beschäftigt weltweit rund 520 Mitarbeiter.

Foto: Presse

Platz 8: BHS Sonthofen

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 85,7 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 20,1 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 16,5 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 36,4 Prozent

BHS Sonthofen ist ein international führender Produzent im Bereich der mechanischen Verfahrenstechnik. In den Bereichen Misch-, Zerkleinerungs-, Recycling-, und Filtrationstechnik gehört BHS zu den international führenden Unternehmen. Die Anlagen des Unternehmens werden in den verschiedensten Branchen eingesetzt, unter anderem in der Bau- und Baustoffindustrie oder der Nahrungs-und Futtermittelindustrie.

Foto: Screenshot

Platz 7: Beckhoff Automation

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 510,0 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 20,0 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 20,0 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 42,7 Prozent

Beckhoff Automation baut und entwirft Automatisierungssysteme für die Industrie und die Gebäudeautomation. Die Beckhoff Automation GmbH ist Teil der Beckhoff-Gruppe aus Verl – der hier gemessene Umsatz gilt für die gesamte Gruppe.

Foto: Presse

rbPlatz 6: Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 213,0 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 19,9 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 14,4 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 70,2 Prozent

Coroplast ist auf die Fertigung von Klebebändern, Kabel und Leitungen und Leitungssatzsystemen spezialisiert. Das Unternehmen aus Wuppertal gilt als Branchenmarktführer und arbeitet vor allem als Automobilzulieferer.

Foto: Creative Commons

Platz 5: Otto Spanner GmbH

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 49,6 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 66,1 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 7,6 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 404,0 Prozent

Die in dritter Generation geführte Otto Spanner GmbH hat sich auf Press-, Stanz- und Ziehteile aus Metall spezialisiert.

Foto: Screenshot

Platz 4: J. Schmalz GmbH

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 73,6 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 16,7 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 13,1 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 488,9 Prozent

Nach Platz 30 im Vorjahr stürmt die J. Schmalz GmbH aus Glatten in Baden-Württemberg auf Rang 4 nach vorne. 1910 als Rasierklingenfabrik gegründet, gilt das Unternehmen mittlerweile als Spezialist für Vakuumtechnologie.

Foto: Presse

Platz 3: RIB Software

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 57,0 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 21,1 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 28,4 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 51,6 Prozent

Die Stuttgarter haben sich erfolgreich auf Software für Bauunternehmen spezialisiert – von der Tragwerksplanung bis zur Kostenanalyse.

Foto: Presse

Platz 2: KTG Agrar

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 164,9 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 50,9 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 22,6 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 33,8 Prozent

KTG Agrar zählt zu den führenden Agrarbetrieben in Europa und bewirtschaftet rund 40.000 Hektar Ackerland in Deutschland und Litauen. Das Unternehmen baut Getreide, Kartoffeln und Raps an, ist aber auch an der Erzeugung von Bioenergie beteiligt und produziert Tiefkühlkost sowie Frischwaren. Das Motto des Hamburger Mittelständlers: "Vom Feld auf den Teller".

Foto: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche

Platz 1: Rimowa

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/2014: 272,9 Millionen Euro

durchschnittliches Umsatzwachstum von 2010 bis 2014: 33,9 Prozent

durchschnittliche Ertragsquote von 2010 bis 2014: 14,6 Prozent

durchschnittliches Ertragswachstum von 2010 bis 2014: 71,9 Prozent

Die Rimowa GmbH ist einer der führenden Hersteller von Reisegepäck in Europa. Die meisten der rund 200 Arbeitsschritte zur Fertigung eines Koffers erfolgen dabei in Handarbeit – zur Einhaltung der selbst gesetzten Qualitätsmaßstäbe. Die Produkte werden weltweit über autorisierte Händler und eigene Geschäfte vertrieben.

Foto: dpa

Ökonomen wie Unternehmer schütteln den Kopf. „Wir importieren Maschinen und Rohmaterial in die USA und arbeiten hier damit“, sagt Rolls-Royce-Manager Sodell. Die fertigen Turbinen würden dann per Flugzeug zurück nach Europa und nach Singapur gebracht und von dort verkauft. „Freie Märkte sind für uns essentiell“, unterstreicht Sodell. Die Zeiten, in denen ein Produkt komplett an einem Ort hergestellt wird, seien vorbei.

Importzölle würden weder den US-Unternehmen helfen, noch den US-Arbeitern. Im Gegenteil. Sollten Kleidung, Möbel, Elektroartikel und Spielzeuge aus dem Ausland mit Strafzahlungen versehen werden, müssten die US-Konsumenten nur tiefer in die Tasche greifen. „Die Mittelschicht würde 29 Prozent an Kaufkraft verlieren, wenn sich Amerika abschottet“, unterstreicht Robert Lawrence, Professor für internationalen Handel an der Harvard University. Die Unterschicht, bei denen Konsumabgaben einen höheren Anteil an den Ausgaben haben als bei Besserverdienende, würde gar 62 Prozent ihrer Kaufkraft einbüßen.

Doch mit Argumenten, so scheint es, lässt sich den US-Wahlkämpfern derzeit nicht beikommen. Geschlossen treten die Möchtegern-Präsidenten gegen den Freihandel an; schließlich trifft die Kritik einen Nerv beim Bürger. Mit US-Präsident Barack Obama, der zur Hannover Messe reist, kommt mutmaßlich der letzte Kämpfer für den Freihandel aus dem Weißen Haus nach Hannover. Leidenschaftlich hat sich Obama in den vergangenen acht Jahren seiner Präsidentschaft für den freien Warenverkehr eingesetzt und das TPP-Abkommen – dessen Nutzen laut Ökonomen 18 Mal höher ist als die zu erwartenden Kosten, etwa durch Jobverlagerungen ins Ausland – forciert.

„Europa wäre gut beraten, mit Obama signifikante Bestandteile eines transatlantischen Freihandelsabkommens zu verhandeln“, sagt Ökonom Bergsten. Einfacher als mit dem amtierenden US-Präsidenten werde es nicht. Und: Es sei unwahrscheinlich, dass sein Nachfolger getroffene Übereinkünfte widerruft. „Je mehr mit der Obama-Administration noch geklärt werden kann, desto besser für beide Seiten“, so Bergsten. Bis Januar 2017 haben beide Seiten noch Zeit. Die Hannover Messe wäre ein idealer Termin, um zu einem Schlussspurt der TTIP-Verhandlungen unter Barack Obama anzusetzen. Die Industrie würde es freuen – in Deutschland wie in den USA.

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