Porsche Digital GmbH: Autobauer fährt jetzt Digitalisierungsoffensive
Ein Porsche-Mitarbeiter arbeitet an einem Panamera.
Foto: dpaDer Sportwagenbauer Porsche will sich mit einem neuen Tochterunternehmen zum Marktführer für digitale Dienste bei Premiumautos mausern. Die Porsche Digital GmbH solle neue Produktangebote und Geschäftsmodelle realisieren, erklärte das Unternehmen am Freitag. Dazu werde die Porsche-Tochter mit Partnern zusammenarbeiten und bei Start-Ups oder Beteiligungsfonds einsteigen.
Porsche-Chef Oliver Blume erklärte dazu im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten", für die GmbH entstünden zunächst 50 Stellen. Es sei jedoch deutliches Wachstum geplant. So sollen auch in Berlin, im Silicon Valley in den USA und in China Standorte eröffnet werden. Als Chef hat Porsche den ehemaligen Gartner-Analysten Thilo Koslowski gewonnen.
Neue digitale Dienste sind neben dem autonomen Fahren und Elektromobilität die wichtigsten Trends in der Autoindustrie. Porsche konkurriert mit seinem Plan mit den anderen deutschen Premiumautoherstellern Daimler, BMW und letztlich auch mit der Konzernschwester Audi. Diese hatten zusammen im vergangenen Jahr den digitalen Kartenanbieter Here erworben, der als Plattform für Funktionen des autonomen Fahrens und für neue digitale Serviceangebote rund ums Auto dienen soll.
Platz 14: Tesla
Der Elektrofahrzeughersteller konnte seine Absatzzahlen im vergangenen Jahr um satte 75 Prozent steigern auf 50.500 Autos. Allerdings sind die Absatzzahlen teuer erkauft. Denn Tesla verdient an seinen Fahrzeugen bisher keinen einzigen Cent. Doch die Erwartungen sind umso höher. Bereits jetzt wird Tesla an der Börse mit einer halb so hohen Marktkapitalisierung wie BMW gehandelt. Mit dem Unterschied, dass BMW bereits jetzt knapp zwei Millionen Autos allein im Premiumsegment absetzt.
Foto: APPlatz 13: Jaguar
Die traditionelle englische Nobelmarke hat ihren seniorenhaften Stil abgelegt. Die neuen Fahrzeuge von Jaguar sind modern, laut und sportlich. Der Strategieschwenk lohnt sich. 2015 verkaufte der Autokonzern 84.000 Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von drei Prozent.
Foto: REUTERSPlatz 12: Lincoln
Die amerikanische Luxusautomarke produzierte für zahlreiche US-Präsidenten die Staatskarosse. Roosevelt, Truman, Eisenhower, Kennedy und Bush Senior ließen sich mit den Limousinen von Lincoln kutschieren. 2015 stieg der Absatz um 7,1 Prozent auf 101.000 Fahrzeuge.
Foto: APPlatz 11: Cadillac
In Europa hat Cadillac einen schweren Stand. In den 1990er-Jahren zog sich die Marke fast komplett aus dem europäischen Markt zurück. Mittlerweile fahren Cadillacs wieder über die Straßen des alten Kontinents. Auch in Deutschland begegnet man hin und wieder den auffällig designten Fahrzeugen. Allerdings hält sich der Erfolg in Grenzen. 2015 sank der Absatz um 0,9 Prozent auf 175.000.
Foto: REUTERSPlatz 10: Acura
Hondas Sport- und Premiumableger Acura wird mit derselben Strategie vertrieben, wie die Nobelableger von Toyota (Lexus) und Nissan (Infiniti). Seit 2006 verkauft Acura seine Autos auch in China. Der Absatz lag im vergangenen Jahr bei 177.000 Fahrzeugen.
Foto: dpaPlatz 9: Infiniti
Der Hauptsponsor des Formel-1-Teams von Red Bull versucht den etablierten Premiummarken Audi, BMW und Mercedes Marktanteile abzuknöpfen und will vor allem in Europa Fuß zu fassen – mit durchwachsenem Erfolg. 2015 wurden gerade einmal 215.000 Fahrzeuge verkauft. Immerhin lässt die Wachstumsrate hoffen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz um 16 Prozent.
Foto: REUTERSPlatz 8: Porsche
Satte 19 Prozent mehr Fahrzeuge wurde Porsche im Jahr 2015 los. Insgesamt verkaufte der Hersteller von Supersportwagen 225.000 Fahrzeuge. Vor allem die SUVs Cayenne und Macan peppen die Bilanz der Stuttgarter auf.
Foto: dpaPlatz 7: Lexus
Der Nobelableger von Toyota gehört zu jenen Marken, die am längsten außerhalb von Japan zu erwerben sind. Auch in Deutschland rollen die Autos über die Straßen. Umso enttäuschender ist die Bilanz. Lexus verkauft weltweit nur 344.000 Fahrzeuge.
Foto: APPlatz 6: Land Rover
Land Rover wechselte in der jüngeren Geschichte oft den den Besitzer. 1994 ging es zunächst zu BMW, 2000 wurde Land Rover an Ford verkauft und seit 2008 ist die indische Tata-Gruppe Besitzer der traditionellen britischen Automarke. Seitdem kommt Land Rover in Schwung. 2015 stieg der Absatz um sechs Prozent auf 403.000 Stück.
Foto: APPlatz 5: Volvo
Beim schwedischen Autohersteller Volvo stellte sich ebenfalls nach einem Wechsel des Besitzers der Erfolg ein. Seit 2010 gehört Volvo den chinesischen Automobilhersteller Geely. 2015 lag der Absatz bei 503.000 Fahrzeugen. Ein Plus von acht Prozent gegenüber 2014.
Foto: dpaPlatz 4: Jeep
Auf den vorderen Plätzen erfuhr keine andere Automarke einen derart starken Zuwachs bei den Absatzzahlen. Im vergangenen Jahr verkaufte Jeep rund 22 Prozent mehr Fahrzeuge. Insgesamt brachte der Geländewagenhersteller 1,24 Millionen Autos an den Mann.
Foto: APPlatz 3: Audi
Zwar kommt Audi mit 1,8 Millionen verkauften Autos im Premiumsegment auf den dritten Platz. Doch mit einer Zuwachsrate von 3,6 Prozent bewegt sich der deutsche Autohersteller hinter Mercedes und BMW.
Foto: REUTERSPlatz 2: Mercedes
Audis Konkurrent Mercedes konnte mit einer aggressiven Verjüngungskur seiner Modellpalette wieder einen Abstand zu den Ingolstädtern schaffen. 2015 wuchs der Absatz um satte 13,4 Prozent auf 1,87 Millionen Fahrzeuge.
Foto: REUTERSPlatz 1: BMW
Selbst der erstplatzierte Autohersteller aus München, BMW, verzeichnet nicht so starke Zuwachsraten. 2015 verkaufte BMW 6,1 Prozent mehr Fahrzeuge der Premiumklasse. Weltweit betrug der Absatz 1,9 Millionen Autos.
Foto: dpa
Auch der Porsche-Mutterkonzern Volkswagen hat eine Digitalisierungsoffensive angekündigt. Die Porsche-Initiative soll diese Blume zufolge ergänzen. Während auf Konzernebene Standardkomponenten für alle Marken entwickelt würden, konzentriere sich die Porsche-Tochter auf markenspezifische Themen, die auch relevant werden könnten für den Konzern.