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Premium-Airlines kopieren BilligfliegerUmsonst-Essen, adé!

Im Flugzeug ist die freie Mahlzeit längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Immer häufiger gibt es auch bei Premium-Airlines ein Essen nur noch gegen Bares. 01.04.2017 - 13:03 Uhr

Das Ranking

Die Auszeichnung für die Airline des Jahres von Skytrax basiert auf einer Fluggastbefragung, die seit 1999 durchgeführt wird. Ausgewertet werden die Daten von rund 18 Millionen Passagieren aus über 160 Ländern. Die Angebote an Bord sowie die Services der Fluggesellschaften an den Flughäfen werden bewertet. Die „Skytrax World Airline Awards“ gelten als angesehenste Auszeichnung für die Luftfahrtbranche.

Foto: dpa

Platz 10: Garuda Indonesia

Die indonesische Airline Garuda arbeitete sich in die Top Ten vor. Im Vorjahr stand sie noch auf Platz 11.

Foto: REUTERS

Platz 9: Hainan Airlines

Gleich drei Plätze aufwärts ging es für Hainan. Die Fluggesellschaft erhielt auch den Preis als beste chinesische Airline und erhielt den Award "Best China Airline Staff Service".

Foto: REUTERS

Platz 8: Etihad Airways

Etihad Airways rutschte von Rang 6 auf Rang 8 hinab. Zuletzt machte sie in Deutschland vorrangig durch ihre Beteiligung an der Krisen-Airline Air Berlin Schlagzeilen.

Foto: dpa

Platz 7: Lufthansa

Deutschlands größte Airline, die Lufthansa, hat im Vergleich zum Vorjahresranking drei Plätze gut gemacht und schafft es weltweit auf Rang 7. Zudem wurde die Airline als beste Airline in Europa ausgezeichnet und erhielt den Award für „Best First Class Lounge Dining“.

Foto: dpa

Platz 6: EVA Air

Zwei Ränge nach oben ging es für EVA Air, die zweitgrößte Airline Taiwans. Die Gesellschaft, die seit Juni 2013 Mitglied der Star Alliance ist, fliegt mehr zahlreiche internationale Ziele in Asien, Australien, Europa und Nordamerika an. Im deutschsprachigen Raum wird einzig Wien bedient.

Foto: dpa

Platz 5: Cathay Pacific Airways

Im Vorjahr lag die Fluglinie noch auf Platz 4. In diesem Jahr ist Cathay Pacific Airways um einen Platz abgesackt.

Foto: REUTERS

Platz 4: Emirates

Die ehemalige Nummer 1 im Skytrax-Ranking, Emirates, rutschte um 3 Plätze abwärts. 1985 gegründet, fliegt die Airline heute mit einer Flotte von über 230 Flugzeugen mehr als 140 Ziele in 80 Ländern auf der ganzen Welt an. Über 1500 Flüge der Emirates starten wöchentlich ab Dubai und erreichen Ziele auf sechs verschiedenen Kontinenten.

Foto: dpa

Platz 3: ANA All Nippon Airways

Die ANA All Nippon Airways, 2016 auf Platz 5 im Skytrax-Ranking, wurde 1952 gegründet. Mittlerweile gehören 72 internationale und 115 inländische Routen zum Angebot. Die ANA war der erste Abnehmer der Boeing 787. Insgesamt ist die Flotte der ANA mehr als 240 Maschinen stark.

Foto: REUTERS

Platz 2: Singapore Airlines

Von Rang drei auf Rang zwei: Singapore Airlines fliegt sechs Kontinente auf der ganzen Welt an. Besonders bekannt ist die Fluglinie neben ihrem Service für das geringe Alter ihrer Maschinen: Singapores Flugzeugflotte gilt als eine der jüngsten auf der ganzen Welt.

Foto: dpa

Platz 1: Qatar Airways

Ebenfalls einen Platz nach oben ging es für Qatar Airways, Mitglied der Oneworld Global Airline Alliance. Die Airline wurde schon mehrfach für seinen Service ausgezeichnet. Die Fluglinie bietet ihren Kunden 140 verschiedene Ziele auf der ganzen Welt an; Zielgruppe sind Geschäftsreisende ebenso wie Touristen.

Foto: dpa

Nur eine Olive und 40.000 US-Dollar sparen - mit dieser Berechnung hat die US-Gesellschaft American Airlines schon vor 30 Jahren die Kosten der Verpflegung an Bord in den Fokus gerückt: Wenn jeder Passagier nur eine Olive weniger im Salat hat, konnte die Airline 40.000 Dollar sparen. Billigflieger langen Passagieren für Essen an Bord längst in die Tasche. Nun streben auch Premium-Airlines auf Kurz- und Mittelstrecken in diese Richtung.

Wer auf einem Flug der spanischen Iberia Hunger hat, muss schon die Kreditkarte zücken, bei British Airways wird in der Economy-Klasse seit Anfang des Jahres selbst für die Flasche Wasser kassiert. Die zur Lufthansa gehörende Swiss denkt über Bezahlessen zumindest nach. Die Airline will die Überlegungen jetzt nicht weiter ausführen, aber Operativchef Markus Binkert sagte dem „Tagesanzeiger“ schon: „Vorstellbar ist, dass man zuerst einmal irgendwo im Lufthansa-Konzern einen Test macht, um zu sehen, wie es ankommt.“

Die Airlines verkaufen das als Win-win. Statt fade Pasta gebe es künftig edle Auswahl. Etwa British Airways: „Die erste Airline, die frischere, gesündere Snacks und Leckereien auf Kurzstrecken anbietet“, hieß es da. Von 2,60 Euro für eine Tasse Tee war nicht die Rede. Swiss-Mann Binkert lobt das Bezahlmodell ebenfalls: „Mir wäre als Passagier manchmal lieber, für ein hochwertiges Angebot mit Auswahl zu bezahlen als etwas inklusive zu bekommen, das ich gar nicht haben möchte“, meint er.

Platz 10: Flughafen Berlin‐Tegel
Punkte: 59,8/100
Note: ausreichend

Bestes Flugangebot: Platz 9
Punkte: 15,1/25
Note: mangelhaft

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 10
Punkte: 12,1/25
Note: mangelhaft

Beste Prozesse: Platz 10
Punkte: 13,3/30
Note: ungenügend

Bester Service: Platz 2
Punkte: 19,3/20
Note: sehr gut

Quelle: DKI, Stand: September 2016

Über die Studie
Exklusiv für die Wirtschaftswoche wurden die zehn größten Flughäfen Deutschlands bezüglich der Leistungen, des Angebots und der Wahrnehmung durch die Flughafenliste untersucht und entsprechend in eine Rangfolge gebracht. Die Daten stützen sich auf die Befragung bei den Flughafenzentralen zu objektiven Fakten, die Online‐Befragung von 4.825 Flughafengästen sowie die Überprüfung der Kundebetreuung via Mail, Hotline und Social Media durch anonyme Tester.

Zu den Unterkategorien
„Flugangebot“ (untersucht wurde Anzahl der Fluggesellschaften, der angeflogenen Ziele/Länder, Start- und Landebahnen und Interkontinentalflüge), „Aufenthaltsqualität“ ( untersucht wurde Ausstattung der Terminals etwa adäquate Sitzmöglichkeiten, Sauberkeit, Waschräume, W‐Lan-Angebote, Gastronomie und Einkaufsangebot, Familienfreundlichkeit sowie Office‐, Freizeit‐ und Entertainmentangebote), „Prozesse“ (effiziente Abwicklung der Prozesse wie Check-In, Security oder verkehrstechnische Anbindung) und „Service“ (Kundenservice per Telefon, E‐Mail und Social Media und die Qualität der Webseite).
Die Gewichtung der Kategorien erfolgte nach folgendem Schlüssel: Flugangebot: 25%; Aufenthaltsqualität: 25%, Prozess: 30% und Service: 20%.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 9: Köln Bonn Airport
Punkte: 71,9/100
Note: befriedigend

Bestes Flugangebot: Platz 10
Punkte: 13,7/25
Note: ausreichend

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 2
Punkte: 21,3/25
Note: sehr gut

Beste Prozesse: Platz 8
Punkte: 20,5/30
Note: befriedigend

Bester Service: Platz 7
Punkte: 16,4/20
Note: gut

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 8: Düsseldorf Airport
Punkte: 73,2/100
Note: gut

Bestes Flugangebot: Platz 5
Punkte: 19,2/25
Note: gut

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 9
Punkte: 15,9/25
Note: befriedigend

Beste Prozesse: Platz 7
Punkte: 21,4/30
Note: befriedigend

Bester Service: Platz 5
Punkte: 16,7/20
Note: gut

Foto: dpa

Platz 7: Hamburg Airport
Punkte: 76,0/100
Note: gut

Bestes Flugangebot: Platz 7
Punkte: 16,7/25
Note: befriedigend

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 6
Punkte: 19,5/25
Note: gut

Beste Prozesse: Platz 5
Punkte: 23,4/30
Note: gut

Bester Service: Platz 6
Punkte: 16,4/20
Note: gut

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 6: Flughafen Stuttgart
Punkte: 78,5/100
Note: gut

Bestes Flugangebot: Platz 3
Punkte: 19,9/25
Note: gut

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 7
Punkte: 19,5/25
Note: gut

Beste Prozesse: Platz 4
Punkte: 23,5/30
Note: gut

Bester Service: Platz 9
Punkte: 15,6/20
Note: gut

Foto: Presse

Platz 5: Airport Nürnberg
Punkte: 80,1/100
Note: gut

Bestes Flugangebot: Platz 4
Punkte: 19,4/25
Note: gut

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 8
Punkte: 18,8/25
Note: gut

Beste Prozesse: Platz 3
Punkte: 25,6/30
Note: sehr gut

Bester Service: Platz 8
Punkte: 16,3/20
Note: gut

Foto: Presse

Platz 4: Bremen Airport
Punkte: 80,4/100
Note: gut

Bestes Flugangebot: Platz 6
Punkte: 18,7/25
Note: gut

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 5
Punkte: 20,0/25
Note: gut

Beste Prozesse: Platz 2
Punkte: 27,7/30
Note: sehr gut

Bester Service: Platz 10
Punkte: 14,0/20
Note: befriedigend

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 3: Hannover Airport
Punkte: 82,4/100
Note: gut

Bestes Flugangebot: Platz 8
Punkte: 16,0/25
Note: befriedigend

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 3
Punkte: 21,2/25
Note: gut

Beste Prozesse: Platz 1
Punkte: 28,3/30
Note: sehr gut

Bester Service: Platz 4
Punkte: 16,9/20
Note: gut

Foto: Presse

Platz 2: Frankfurt Airport
Punkte: 86,3/100
Note: sehr gut

Bestes Flugangebot: Platz 1
Punkte: 25,9/25
Note: sehr gut

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 4
Punkte: 20,7/25
Note: gut

Beste Prozesse: Platz 9
Punkte: 20,4/30
Note: befriedigend

Bester Service: Platz 1
Punkte: 19,3/20
Note: sehr gut

Foto: Fraport AG

Platz 1: Flughafen München
Punkte: 92,2/100
Note: sehr gut

Bestes Flugangebot: Platz 2
Punkte: 25,7/25
Note: sehr gut

Beste Aufenthaltsqualität: Platz 1
Punkte: 24,7/25
Note: sehr gut

Beste Prozesse: Platz 6
Punkte: 22,9/30
Note: gut

Bester Service: Platz 3
Punkte: 18,9/20
Note: sehr gut

Foto: Flughafen München GmbH

„Es gibt viel Preisdruck durch die Billigkonkurrenz“, sagt Ruxandra Haradau-Döser, Airline-Analystin vom Finanzdienstleister Kepler Chevreux. Für viele Kunden sei gerade auf kurzen Strecken der Preis das wichtigste Kriterium. Folglich haben auch etablierte Anbieter wie Lufthansa oder Air France ihre früheren Pauschalpreise in Einzelteile zerlegt. „Wenn die Premium-Airlines es auf der Kurzstrecke schaffen, auch durch Einsparung von Essen den Preis niedrig zu halten, dann funktioniert es“, meint Haradau-Döser.

Der Airlineverband IATA in Genf schätzt, dass zwei bis drei Prozent der Kosten bei Fluggesellschaften auf Essen und Trinken entfallen. Zudem werde ohne eine Mahlzeit für jedermann an Bord Gewicht gespart, was den Treibstoffverbrauch senkt, und die Maschinen seien schneller wieder startklar - alles Kostenfaktoren.

Das sei eine Milchmädchenrechnung, kritisiert Jeremy Clark, Catering-Berater für Airlines. Das kulinarische Angebot an Bord sei ein Imagefaktor. „Was sie durch ein gutes Essensangebot gewinnen, übersteigt bei weitem die Kosten“, sagte er bei einer Lebensmittel-Messe in Paris. „Fragen Sie, was jemand gestern in der Kantine gegessen hat, und er weiß es nicht mehr. Aber was er vor sechs Monaten im Flugzeug hatte? Da erinnert sich der Gast meist genau.“

So teuer war Fliegen noch nie: Für einen One-Way-Flug von Mumbai nach New York in der Luxus-Suite "The Residence" des A380 verlangt die Fluggesellschaft Etihad umgerechnet 33.500 Euro. Die Drei-Raum-Suite über den Wolken besteht aus einem Wohnzimmer, einem separaten Schlaf- sowie aus einem Duschraum und bietet Platz für zwei Passagiere.

Foto: AP

Das Schlafzimmer

Das Schlafzimmer der Luxus-Suite ist mit einem Doppelbett ausgestattet, das die Fluggesellschaft mit italienischer Designerbettwäsche bezieht. Von dort aus haben die Passagiere die Möglichkeit, auf einem 27-Zoll-Flatscreen-TV Filme und Serien zu schauen. Geräuschabsorbierende Kopfhörer verhindern, dass der Gast dabei vom Fluglärm gestört wird.

Foto: WirtschaftsWoche

Das Badezimmer

Das Badezimmer der Luxus-Suite erfüllt die üblichen Hotel-Standards: Neben einer Dusche finden Passagiere dort nicht nur Pflegeprodukte und Bademäntel. Die Airline hat das Bad unter anderem mit einem Haartrockner und einem Vergrößerungsspiegel für Make-up ausgestattet.

Foto: WirtschaftsWoche

Das Wohnzimmer

Das Doppel-Ledersofa in der Lounge stammt vom Ferrari-Ausstatter Poltrona Frau. Von dort aus können die Passagiere auf einem 32 Zoll großen Flatscreen Fernsehen schauen.

Foto: WirtschaftsWoche

Der Service

Vom Start bis zur Landung stehen den Gästen der Suite "The Residence" Butler zur Verfügung. Die Londoner Savoy Butler Academy bildet die Diener aus.

Foto: WirtschaftsWoche

Die Speisen

Der Chefkoch des A380 erfüllt den Passagieren der Luxus-Suite laut Etihad jeden Wunsch: Die Fluggäste können zwischen einer Reihe von Gourmet-Menüs wählen oder ihr individuelles Lieblingsgericht bestellen.

Foto: Fotolia

Crew plant die Ankunft

Die Passagiere können ihren Flug vollkommen genießen – ohne sich Gedanken über ihren Aufenthalt in der jeweiligen Metropole machen zu müssen. Denn das Lifestyle-Concierge-Team der Airline plant die Ankunft der Gäste. Es reserviert zum Beispiel einen Tisch in einem Restaurant oder bestellt Eintrittskarten für diverse Veranstaltungen.

Foto: dpa

Reto Hess, Analyst der Schweizer Bank Credit Suisse, ist ebenfalls skeptisch: „Die Premium-Airlines bewegen sich damit weiter in Richtung Niveau der Low Cost-Anbieter“, sagt er. Auch ohne freie Snacks und Getränke könnten sie kaum so billige Tickets anbieten wie die Billigflieger. „Man muss achtgeben, welchen Mehrwert man bietet, damit der Kunde sich wohlfühlt und bereit ist, mehr zu zahlen.“

Beim weltgrößten Airline-Caterer, der Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs, hat man auf den Trend reagiert und mit dem ehemaligen Start-up Retail inMotion einen Anbieter übernommen, der für die Airline-Kunden den kompletten Bordverkauf abwickelt. Neben Essen und Getränken werden auch Geschenke, Spielzeuge und Media-Angebote unter das fliegende Volk gebracht.

Großgeworden sind die Iren beim größten europäischen Billigflieger Ryanair, haben inzwischen aber rund 30 Fluggesellschaften als Kunden, unter anderem die Latam aus Südamerika. Bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings ist ein sogenanntes Hybridmodell installiert, das in den höheren Buchungsklassen den gewohnten Service bietet und gleichzeitig den Sparfüchsen Sandwiches, Wraps, Drinks oder Salate gegen Bares anbietet.

Platz 10: Jet 2

Jet 2 ging aus der 1978 gegründeten Channel Express hervor und nahm im Jahr 2013 ihren Flugbetrieb auf. Sie fliegt vor allem Urlaubsdestinationen am Mittelmeer sowie europäische Hauptstädte an. Der britische Billigflieger mit Sitz in Leeds startete im Juli 1846 Mal, verfügte über 345.414 Sitze und flog 516 Strecken.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt; Ranking auf Grundlage der Starts im Juli 2017

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 9: Transavia

Als Transavia Limburg, später Transavia Holland 1965 gegründet, sind die Niederländer mit Sitz in Haarlemmermeer heute eine Tochter von Air France. Die Billig-Airline unterhält noch bis Oktober einen Stützpunkt auf dem Flughafen München. Im Juli wurden von Transavia bei 1961 Starts mit 359.149 Sitzen insgesamt 371 Strecken geflogen.

Foto: REUTERS

Platz 8: Aer Lingus

Die nationale Fluggesellschaft Irlands wurde 1936 noch als Aer Lingus Teoranta gegründet, seit September 2015 ist sie eine Tochter der International Airlines Group (IAG), eine Holding mit Sitz in Madrid. Im Juli starteten die Iren 2181 Mal, bedienten 214 Strecken und verfügten über 328.946 Sitze.

Foto: AP

Platz 7: Wizz Air

2003 gegründet ist die Wizz Air heute die größte Airline Ungarns und die wichtigste Billigfluggesellschaft in Mittel- und Osteuropa. Seit 2015 sind die Aktien der Dachgesellschaft Wizz Air Holdings an der Londoner Börse gelistet. Wizz Air startete im Juli 2017 genau 3346 Mal, flog 1028 Strecken und verfügte über 661.080 Plätze.

Foto: AP

Platz 6: Norwegian Air Shuttle/ Norwegian Air International

Norwegian Air Shuttle, im Außenauftritt schlicht Norwegian, wurde 1993 als Regionalfluggesellschaft gegründet. 2013 gründete die Billig-Airline die Tochter Norwegian Air International für die Durchführung von Langstreckenflügen in die USA und nach Thailand. Die Skandinavier hoben im Juli 4371 Mal ab und bedienten bei einem Angebot von 315.113 Plätzen insgesamt 428 Strecken.

Foto: REUTERS

Platz 5: Flybe

Die als Jersey European Airways 1979 gegründete Fluggesellschaft hat bereits mehrere Umbenennungen hinter sich, 2002 stand dann der Name Flybe fest – das „be“ steht für British European. Größeres Aufsehen erregte die Billig-Airline 2008: Auf der Strecke Norwich – Dublin setzte sie angeblich Schauspieler als bezahlte „Fluggäste“ ein um ein vertraglich vereinbartes Passagierkontingent zu erfüllen. Für Fluggäste egal welcher Motivation standen im Juli 315.113 Plätze zur Verfügung, sie konnten 4371 Mal mit flybe abheben und 428 Strecken fliegen. Dass die Airline um Juni 2017 eine begonnene Expansion aufgrund von wirtschaftlichen Verlusten stoppte, macht sich auch im Ranking bemerkbar: Sie rutschte im Vergleich zum Januar 2017 vom dritten auf den fünften Platz ab.

Foto: REUTERS

Platz 4: Eurowings/Germanwings

Die beiden Lufthansa-Töchter Germanwings und Eurowings fliegen seit 2015 nur noch unter der Marke Eurowings. Eurowings fliegt vor allem Ziele in Deutschland und Europa an. Im Juli 2017 nahm die Fluggesellschaft eine neue Langstreckenverbindung nach Namibia auf. Die Airline ist mit einem Marktanteil von 52 Prozent derzeit der größte Anbieter in Deutschland - und will mit der geplanten Übernahme von Teilen der Air-Berlin-Flotte noch weiter wachsen. Im Juli starteten die German- und Eurowings-Maschinen 4388 Mal, boten 662.473 Plätze an und flogen 1006 Strecken.

Foto: dpa

Platz 3: Vueling

Die 2004 gegründete Vueling Airlines mit Sitz bei Barcelona ist wiederum eine Tochter der IAG. 2016 geriet die Airline in finanzielle Turbulenzen, die spanische Polizei musste bei gewalttätigen Tumulten wütender Passagiere eingreifen. Vueling strich daraufhin zahlreiche Strecken – vor allem in Deutschland. Obwohl die Airline damit ihre Flüge um 6 Prozent reduziert hat, kann sie aufholen und macht im Vergleich zum Januar zwei Plätze im Ranking gut. Im Juli 2017 flog Vueling noch 670 Strecken, bei 4528 Starts und 830.436 Plätzen.

Foto: dapd

Platz 2: Easyjet

Die 1995 von dem britischen Milliardär Stelios Haji-Ioannou, Sohn einer griechischen Reeder-Familie, gegründete Easyjet ist die zweitgrößte Billig-Airline Europas – mit deutlichem Abstand zur Nummer drei. Sie bedient heute mehrere hundert Routen zwischen Ländern Europas und Nordafrikas sowie der Türkei und Israel und hat ihr Streckennetz im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 110 Strecken erhöht. Im Juli 2017 verfügte die Easyjet-Flotte über rund 1,88 Millionen Sitzplätze, hob 11.310 Mal ab und bediente 1587 Strecken.

Foto: dpa

Platz 1: Ryanair

Geschäftsführer Michael O’Leary, seit 1993 im Amt, fuhr schon mal im Weltkriegspanzer am Flughafen vor, um der Konkurrenz den „Preiskrieg“ zu erklären. Doch die exzentrische PR-Strategie hat, wie auch die teils umstrittene Sparpolitik, Erfolg: Ryanair ist nicht nur die größte Billigairline, sondern die größte Fluggesellschaft Europas überhaupt und hochprofitabel. Auch die Zahlen im Juli sprechen eine klare Sprache: mehr als 15.000 Starts, rund 2,9 Millionen Plätze, 2905 bediente Strecken. Damit konnte die Airline ihr Flugangebot gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent steigern, das Streckennetz ist sogar um mehr als 14 Prozent gewachsen. Die Iren thronen über allen.

Foto: dpa

Nicht nur auf der Langstrecke, sondern auch bei Urlaubsflügen ans Mittelmeer funktionieren zudem Pre-Order-Systeme, bei denen sich die Passagiere gegen Bezahlung selbst ein Menü zusammenstellen können. Die Fluggesellschaften agieren dabei mit bekannten Gastro-Marken wie Do&Co bei Austrian oder Sansibar bei Air Berlin.

In den USA beobachten die Caterer LSG Sky Chefs und Konkurrent Gate Gourmet einen Rückwärtstrend. In den Staaten war das Geschäft mit der Bordverpflegung nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 nahezu zusammengebrochen. Zumindest auf den Flügen von Küste zu Küste gebe es inzwischen in allen Klassen wieder freie Mahlzeiten, berichtet LSG-Sprecherin Josefine Corsten. In anderen Märkten wie Afrika oder Asien besitze Essen ohnehin einen viel höheren Stellenwert. Daher werde dort die Vollverpflegung weder von den Fluggesellschaften noch von den Passagieren in Frage gestellt.

dpa
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