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Manöver vor NordkoreaUSA schicken Langstreckenbomber nach Südkorea

Mitten in der Nordkorea-Krise haben Russland, China, die USA und Südkorea Militärmanöver in der Nähe des isolierten Landes gestartet. Die USA schickten außerdem Langstreckenbomber nach Südkorea. 18.09.2017 - 11:22 Uhr

Südkoreanische F-15k-Kampfjets bei einer Übung über Südkorea

Foto: dpa

Nach den jüngsten Atom- und Raketentests Nordkoreas haben die US-Streitkräfte erneut strategische Langstreckenbomber für eine Abschreckungsübung nach Südkorea geschickt. Zwei B1B-Bomber hätten zusammen mit vier amerikanischen F35B-Mehrzweckkampfflugzeugen und südkoreanischen Kampfjets ihre Angriffsfähigkeiten erprobt, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Montag mit. Nach Berichten südkoreanischer Medien wurden dabei Bombenabwürfe nahe der Grenze zu Nordkorea simuliert.

Das Ministerium bezeichnete das Manöver als „Teil eines regulären Abschreckungstrainings“ gegen die Bedrohung durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm. Die USA hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach Bomber über Südkorea fliegen lassen, um Stärke zu demonstrieren. Die US-Flugzeuge flogen den Berichten zufolge nach dem Manöver wieder zu ihren Stützpunkten in Japan und auf der Pazifikinsel Guam zurück.

Der Nordkorea-Konflikt heizt sich seit Monaten auf. Trotz der Verhängung neuer Sanktionen des UN-Sicherheitsrats hatte das Land am vergangenen Freitag erneut eine Mittelstreckenrakete über den Norden Japans hinweg in den Pazifik geschossen. 

Der Sicherheitsrat verurteilte zwar den Test, einigte sich aber vorerst auf keine weiteren Schritte. Erst vor einer Woche hatte das wichtigste UN-Gremium die Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atomtests am 3. September erweitert.

USA, China und Russland

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Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat sich im Atomwaffen- und Raketenstreit mit Nordkorea für "direkte Verhandlungen" mit der Führung von Machthaber Kim Jong Un ausgesprochen. Nötig seien "Visionen und mutige Schritte".

dpa, rtr
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