Wey und Chery auf der IAA: Wie gefährlich Chinas Autobauer werden
Die SUV-Konkurrenz aus China: Chery Exeed und Wey VV7s.
Foto: imago images, imago imagesUm den Ruf chinesischer Autos in Deutschland zu beschreiben, bedarf es nur eines Namens: Landwind. Unter dieser Bezeichnung bot Jiangling Motors im Jahr 2005 erstmals ein Auto in Europa an. Es war so, wie es viele Europäer erwartet hatten – klapprig und unsicher.
Der Nachbau des Opel Frontera und Isuzu Rodeo, fiel bei Crashtests krachend durch. Die geräumige Karosserie und Details wie eine serienmäßige Klimaanlage oder Ledersitze konnten die eklatanten Mängel bei Bremsweg, Fahrverhalten und Sicherheit bei weitem nicht ausgleichen. Der Landwind entspreche noch nicht den hohen europäischen Sicherheitsstandards, bilanzierte der ADAC.
„Sehen, was morgen bewegt“ lautete das Motto der IAA 2007, die ökologisch korrekte Alternativantriebe in den Fokus stellte. Eher beiläufig feierten damals mit X6 und Tiguan zwei ökologisch ziemlich unkorrekte SUV-Modelle ihren Einstand. Angesichts der vor zehn Jahren geweckten Hoffnungen auf den Paradigmenwechsel zugunsten umweltfreundlicher Antriebe, hätten heute massenhaft Elektroautos auf der IAA stehen müssen. Doch serienreife E-Mobile sind Mangelware. Dafür feiern gleich mehrere Dutzend SUV Premiere.
Foto: dpaDas Motto der jetzigen IAA könnte – ketzerisch formuliert – „SUV oder stirb“ lauten. Die Industrie reagiert auf den scheinbar unstillbaren Hunger nach robust aussehenden Hochbeinern. In Deutschland führen SUV mittlerweile die Zulassungsstatistik an: So lag ihr Marktanteil hierzulande im August zusammen mit der Kategorie Geländewagen bei mehr als 25 Prozent, während Fahrzeuge der Kompaktklasse – vormals das Bestseller-Segment – nur noch rund 24 Prozent der Neuzulassungen ausmachten. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens „focus2move“ ist der Anteil der SUV im ersten Halbjahr 2017 global sogar auf 36,7 Prozent gestiegen.
Foto: dpaDerzeit auf der IAA zu besichtigen ist die Neuheiten-Explosion bei den kleinen und kompakten SUV. Der VW-Konzern zeigt gleich drei Varianten: Schillerndster Vertreter ist der vom Golf abgeleitete VW T-Roc, der mit einer peppigen Aufmachung jüngere Kunden mit einem aktiven Lebensstil locken will.
Foto: dpaIm Vergleich dazu recht sachlich wirkt das Schwestermodell Karoq von Skoda, das weniger mit Lifestyle als mit strengem Schick punkten will. Technisch sind Karoq und T-Roc fast identisch.
Foto: obsMarketingtechnisch irgendwo zwischen beiden ordnet sich der eine Nummer kleinere Seat Arona ein, der als erstes SUV-Modell des VW-Konzerns auf der neuen Polo-Plattform aufsetzt.
Foto: WirtschaftsWocheBei Größe und Preis dem Arona recht ähnlich ist ein koreanisches Doppelpack. Mit schicker Grunddynamik ausgestattet ist der 4,17 Meter lange Hyundai Kona, dessen Robustbeplankung zudem Lust auf Abenteuer wecken will.
Foto: WirtschaftsWocheÄhnlich wie VWs T-Roc will der Kia Stonic mit flippigen Farben und Bicolor-Lackierung eine jüngere Klientel begeistern.
Foto: APFord hofft, beim Mini-SUV Ecosport mit einem weiteren Facelift nun den Geschmack des SUV-Mainstreams zu treffen – schließlich geht es bei den Hochbeinern vor allem um das moderne Erscheinungsbild.
Foto: WirtschaftsWocheDass Verkaufserfolg von Äußerlichkeiten abhängt, weiß man auch bei Citroën. Die Franzosen zeigen mit dem C3 Aircross den Nachfolger des C3 Picasso. Statt als vernünftiger Pampersbomber im kastigen Van-Format, kommt das kompakte Raumwunder mit markanter SUV-Optik – und mit dem Versprechen, dorthin fahren zu können, wo asphaltierte Wege enden.
Foto: CitroënGleiches gilt für den besonders günstigen Duster, den Dacia in seiner zweiten Auflage optisch und technisch auf Vordermann gebracht hat.
Foto: APEine Nummer größer, aber immer noch kompakt, kommt die zweite Generation des Subaru XV vorgefahren, der vor allem mit modernisierter Plattform und vielen neuen Assistenzsystemen punkten will.
Foto: WirtschaftsWocheEin völlig neues Modell auf allerdings alter Plattform ist der Jaguar E-Pace, mit dem die Briten bereits in naher Zukunft eine kleinere Alternative zum großen F-Pace anbieten. Unterm schicken Blechkleid der Katze steckt der Range Rover Evoque.
Foto: Jaguar Land RoverEbenfalls ein alter Bekannter in neuen Kleidern ist der Opel Grandland X, der technisch auf dem 3008 der neuen Konzernschwester Peugeot basiert.
Foto: APUnd dann tummeln sich auf der IAA noch einige Neuauflagen von Klassikern der SUV-Szene, wie etwa die dritte Generation des Porsche Cayenne. Der weitgehend konventionell gestrickte Allrad-Riese will mit Leichtbau und einigen technischen Innovationen punkten.
Foto: dpaEbenfalls ganz der Alte, doch in vielen Punkten modernisiert, ist die dritte Generation des BMW X3.
Foto: BMWEher Geländewagen als SUV ist der Toyota Land Cruiser, der mit überarbeitetem Design und renoviertem Innenraum in Frankfurt zu besichtigen ist.
Foto: APEbenfalls mit einer Frischzellenkur auf den neuesten Stand hat Kia seinen Sorento gebracht.
Foto: KiaAuch bei den SUV sind alternative Antriebe ein Thema. Auf der IAA tummeln sich durchweg seriennahe Versionen. So zeigt Mercedes den GLC in der Brennstoffzellenvariante F-Cell, die mit Wasserstoff fährt. Es handelt sich um ein Vorserienmodell, der Marktstart erfolgt im Winter.
Foto: dpaMit Benzin oder Strom fährt Hondas Prototyp CR-V Hybrid, dessen Marktstart die Japaner für 2018 ankündigen. Ebenfalls als Hybrid-Studie stellt Toyota den C-HR Hy-Power vor.
Foto: Honda2020 plant VW ein SUV mit rein elektrischem Antrieb auf den Markt bringen. Wie dieses Modell aussehen könnte, zeigt die Studie I.D. Crozz.
Foto: WirtschaftsWocheBesonders mächtig fällt das Plug-in-Hybrid-SUV X7 aus, das BMW als Studie präsentiert. Mit dem Sechssitzer beschreiten die Münchener nicht nur in Hinblick auf das Platzangebot neue Pfade, mit dem Allradriesen zeigt der Konzern außerdem neue Design-Elemente wie eine deutlich gewachsene Kühlergrill-Niere oder ein besonders aufgeräumtes Cockpit.
Foto: WirtschaftsWocheFür größeres Aufsehen auf der IAA sorgt der chinesische Hersteller Chery mit der seriennahen SUV-Studie Exeed. Sowohl optisch als auch technisch braucht sich der Chinese hinter der etablierten Konkurrenz nicht zu verstecken. Für den Start in Europa, der in ein paar Jahren erfolgen soll, planen die Techniker eine Hybrid-, Plug-in- und Elektro-Version. Die Chinesen wissen: Auch im SUV-Segment werden die ökologischen Antriebe eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.
Foto: WirtschaftsWocheAuch der zweite chinesische Hersteller auf der IAA, Wey, setzt auf den Stromantrieb. In China werden der VV7s und VV5s bereits mit einem Benzinmotor verkauft. In Frankfurt zeigte die Premium-SUV-Marke den Plug-in-Hybrid P8 und die Elektro-Studie XEV.
Foto: dpa
Ankündigungen gab es viele, der Erfolg aber blieb aus. Auf dem Autosalon in Genf zeigte sich vor einigen Jahren ein Hersteller namens Qoros. Allerdings kämpft das Unternehmen heute noch mit mauen Verkäufen in China selbst, an Europa ist derzeit nicht zu denken.
Chery und Wey stellen sich auf der IAA vor
Die Liste der Fehlversuche ist lang. Und dennoch treten auf der diesjährigen IAA gleich zwei chinesische Marken auf. In Halle 8, quasi nur durch die Stände von Toyota und Opel getrennt, stellen Chery und Wey ihre Autos aus. Sind die Fahrzeuge dieses Mal besser?
Jens Steingräber ist davon überzeugt – schließlich ist er Chef von Wey. Schutz für die Insassen beteuert der Manager, ohne den Namen Landwind zu nennen, stehe bei ihm ganz oben auf der Agenda. „Sicherheit ist die Voraussetzung für Premium“, sagt Steingräber und schiebt eine Kampfansage hinterher: Den europäischen Premiummarken „steuern wir mit einem konkurrierenden Produkt entgegen, das bei den Aspekten wie Sicherheit und Ausstattung kein Follower ist, sondern vorangeht.“
Um diesen Anspruch zu untermauern, hat Wey eine aufsehenerregende Aktion gewagt. Bei einem Dachfestigkeitstest nach US-Standards haben die Chinesen das dreieinhalbfache Fahrzeuggewicht aufgelegt, vorgeschrieben ist nur das Dreifache. Bei dem Test saß Steingräber persönlich in dem Auto – wohl wissend, dass seine Ingenieure die Konstruktion für das vierfache Gewicht berechnet haben.
Eine Demonstration zu Marketingzwecken, keine Frage. Wey ist noch ein wenig um Aufmerksamkeit bemüht, schließlich ist die Marke erst im April an den Start gegangen. Als Teil des Großkonzerns Great Wall soll Wey als Premium-SUV-Marke das Aushängeschild werden – quasi wie Audi bei VW. Um der Sache Glaubwürdigkeit zu verleihen, hat Firmengründer Wei Jianjun die Marke nach sich selbst benannt – international tritt Wei unter dem Namen Jack Wey auf.
Wo Wey hin will, sind heute schon Marken wie Land Rover zu nennen, aber auch Bentley und nicht zuletzt alle deutschen Premiumhersteller bauen jede Menge SUV. Das Ziel der Marke Wey ist ein bezahlbares Premium-Erlebnis für Jedermann. „Jack Wey wollte einen Gegenpol zu den bekannten Premiummarken bilden, die in China mit einem exorbitanten Preisaufschlag verkaufen“, sagt Steingräber.
Zum Launch der Marke brachte Wey das Mittelklasse-SUV VV7s, inzwischen wird auch das etwas kleinere Modell VV5s verkauft. Das Topmodell kostet umgerechnet etwa 20.000 Euro, inklusive Vollausstattung mit modernem Infotainmentsystem und zahlreicher Fahrassistenten. „Der Plan für August waren 5.000 Fahrzeuge, es sind aber über 7.000 geworden“ sagt Steingräber sichtlich stolz. „Wir hatten bis Ende 2017 50.000 Einheiten als Ziel, erwarten aber inzwischen 80.000 Autos.“
Über solche Stückzahlen kann Anning Chen nur schmunzeln. Chen ist Chef von Chery, dem nach eigenen Angaben größten Fahrzeugexporteur der Volksrepublik. Vor 20 Jahren wurde das Unternehmen als Motorenbauer gegründet. Mehr als 700.000 Autos hat die Marke im Jahr 2016 verkauft, daneben produziert Chery Jaguar und Land Rover für den chinesischen Markt. Chery steht außerdem für 30 Prozent der chinesischen Auto-Exporte. In Frankfurt stellte Chen mit dem Exeed ein neues Top-Modell der Marke vor. Das SUV soll „die Marke auf das Level der Wettbewerber“ bringen.
Konzeptstudien sind Sahnestücke jeder Automesse. Wer sich dieses Jahr zur IAA vor allem auf die Zukunftsvisionen der Autobauer kaprizieren will und viel Benzin im Blut hat, muss jetzt stark sein. Denn satter Motorsound ist hier nicht gefragt. Auch steht das Fahren keineswegs mehr immer im Mittelpunkt, stattdessen soll man sich in Zukunft fahren lassen – natürlich vom Computer.
Foto: AudiMini Electric Concept
Der Mini Electric Concept kommt optisch im klassischen Gewand daher und nimmt die Designrichtung der nächsten Mini-Generation vorweg. Auch verspricht der Hersteller ein sportliches Fahrwerk und damit „Gokart-Feeling“. Der Stromer-Mini soll bereits 2019 auf den Markt kommen.
Foto: MiniBMW i Vision Dynamics
Der BMW i Vision Dynamics ist noch weiter entfernt, zeigt dafür aber, was bei der Elektromobilität geht: 600 Kilometer Reichweite und vier Sekunden von null auf 100 km/h – nach automobiler Magerkost klingt das nicht.
Foto: BMWAudi Aicon
Audi geht mit dem Aicon noch deutlich weiter als der i Vision von BMW – nicht nur, dass der Ingolstädter bis zu 800 Kilometer elektrisch fahren kann, er soll es auch weitgehend selbsttätig bewerkstelligen. Auf Lenkrad und Pedale verzichtet der Aicon deshalb gleich ganz. Wann es wohl soweit ist mit der Marktreife, verraten die Ingolstädter nicht. Etwas näher an der Serie ist das Konzept Elaine, das ohne Fahrer an Bord einparken kann.
Foto: AudiHonda Urban EV Concept
Mit dem Urban EV Concept schlägt Honda ebenfalls den rein elektrischen Weg ein und kündigt im gleichen Atemzug ein Serienfahrzeug für 2019 an. Sollte sich dieses an die Studie anlehnen, dürfte man sich jedenfalls auf ein erfrischendes Retro-Modell als potenziellen Jazz-Nachfolger freuen.
Foto: HondaMercedes-AMG Project One
Mercedes setzt auf eine aufregende Mischung aus Elektro und Benzin. Das Mercedes-AMG Project One gibt einen Vorgeschmack darauf, was Autofans, die eigentlich schon alles haben, bald kaufen können. Über eine Million Euro teuer und mehr als 1.000 PS stark dank Formel 1-Hybridtechnik sind die Eckdaten des Hypercars.
Foto: DaimlerMercedes Concept EQA
Da ist das Concept EQA schon bodenständiger, wenngleich noch länger nicht zu kaufen. Ganz so emotionslos, wie sich viele E-Gegner Elektromobilität vorstellen, wird der mit zwei Motoren ausgestattete Allrader nicht werden – die Systemleistung beträgt immerhin 200 kW, was 272 PS entspricht. Die Reichweite wird auf 400 Kilometer beziffert.
Foto: DaimlerSmart Vision EQ Fortwo
Richtig elektrisch und autonom zugleich wird es auch bei Smart – mit dem Vision EQ Fortwo gibt der Hersteller einen Ausblick darauf, wie man sich in weiter entfernter Zukunft durch die Innenstädte dieser Welt bewegt. Lenkrad oder Pedale – Fehlanzeige, hier übernimmt der Rechner die Fahraufgabe.
Foto: DaimlerRenault Symbioz
Beim Renault Symbioz will der Hersteller fahren und wohnen miteinander verknüpfen. Was den Fahrteil angeht, sollen noch in diesem Jahr Testfahrten mit einem seriennahen Ableger des Symbioz starten. Der Ausblick, den die Franzosen mit ihrem spacigen Stromer geben wollen, reicht ins Jahr 2023 – bis dahin will Renault sowohl beim autonomem Fahren als auch beim Thema der batterieelektrischen Antriebe weitergekommen sein. Ob dann auch das futuristische und architektonisch zum Fahrzeug passende Haus als Fertigbau-Lösung zu haben sein wird? Da ist zumindest Skepsis angebracht.
Foto: WirtschaftsWocheSkoda Vision E
Auch der eigentlich eher für bodenständige Mobilität bekannte Hersteller Skoda setzt auf der diesjährigen IAA eine deutliche Duftmarke. Die Tschechen zeigen, dass autonomes und elektrisches Fahren ganz schön emotional sein kann. Satte 306 PS setzen die E-Maschinen des futuristisch gestalteten Vision E frei, die Reichweite beträgt akzeptable 500 Kilometer - allerdings fährt er maximal lediglich 180 km/h.
Foto: SkodaVW ID Crozz
In Frankfurt zeigt VW zudem die zweite Version des ID Crozz. Der Wagen teilt sich den Elektro-Baukasten mit dem Skoda Vision E und zeigt, welche Konzepte mit der modularen E-Technik des Konzerns möglich werden. Sein größtes Problem: Er ist nach wie vor eine Studie – wenn auch ein Stück seriennäher als der Vorgänger.
Foto: Volkswagen
Dass man hier und da einen Rückstand hat, sehen die Verantwortlichen bei Chery offen ein. Sie wissen aber auch, wie schnell die chinesischen Unternehmen lernen. Die neu entwickelte „M3x“-Plattform des Exeed bewirbt Chen offensiv mit „Europa-ready“ und auch „Autobahn-ready“. Die Standort-Entscheidung für ein europäisches Design- und Technikzentrum soll noch in diesem Monat fallen, bis Jahresende soll der Bau beginnen. Chen meint es ernst mit Europa.
Kuriose Konstruktionen wie der Landwind waren gestern, preiswerte, aber gute Autos von Chery und Wey mit europäischem Knowhow und Zuliefererteilen von Bosch, Continental, Schaeffler und Valeo sind heute. Und morgen.
Das hohe Lerntempo ist auch einer der Gründe, warum Auto-Experte Wolfgang Bernhart von der Unternehmensberatung Roland Berger den Auftritt der chinesischen Hersteller „sehr ernst“ nimmt. „Die Chinesen durchlaufen gerade im Zeitraffer, wofür japanische und koreanische Autobauer lange gebraucht haben“, sagt Bernhart. „Qualität und Anmutung chinesischer Autos können in den meisten Fällen noch nicht mit europäischen Fahrzeugen mithalten, im Vergleich zu amerikanischen sieht das aber schon heute anders aus.“
Volumenhersteller müssen nach China schauen
Laut Bernharts Prognose werden die chinesischen Autos, wenn sie dann nach Europa kommen, nicht nur reine Billigautos, deren größtes Argument der Preis ist. Sie werden sich vielmehr „auch im etablierten Kern des Volumensegments festsetzen“. Dafür sorgen nicht nur die europäischen Zuliefererteile, sondern auch eine moderne Produktion. Statt auf vermeintlich billige Arbeitskraft setzt Wey auf eine hochautomatisierte Fertigungslinie. „Die Präzision, die wir in allen Bereichen des Fahrzeugs brauchen, bekommt man mit einer klassischen Drehbank und Handarbeit nicht mehr hin“, sagt Steingräber, der einst bei Audi den Q3 entwickelt hat. Sein Netzwerk und vor allem den Qualitätsanspruch hat Steingräber mit nach China genommen.
Ähnlich wie Audi ist auch Wey in den Great-Wall-Konzern eingebunden. Dieser verkauft bereits Autos unter dem Markennamen Haval Geländewagen – der Haval H6 war zwischenzeitlich sogar das meistverkaufte Auto in der ganzen Volksrepublik. Aus dem H6 stammt auch der Zweiliter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 218 PS, der die Wey-Modelle derzeit antreibt. „Würden wir nicht bewusst auf Synergien setzen, würde ich unseren Preisvorteil verlieren“, so Steingräber. „Wir haben aber gewisse Freiheiten und können vorneweggehen, als Vorreiter im Konzern agieren.“
Eine dieser Freiheiten verantwortet Jürgen Greil. Der ehemalige BMW-Ingenieur ist bei Wey Direktor für die eigens entwickelte Elektro-Plattform XEV. Die Studie, die Greil in Frankfurt enthüllte, soll in 4,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen können und über eine Reichweite von 530 Kilometern verfügen. „Leichtbau am gesamten Fahrzeug ermöglicht es uns, eine kleinere Batterie einzubauen“, sagt Greil. „Das macht nicht nur das Auto nochmals leichter, sondern verkürzt auch die Ladezeiten.“
Bis das erste Fahrzeug auf XEV-Basis auf den Markt kommt, wird es noch ein wenig dauern. Noch vor Jahresende soll mit dem P8 ein Plug-in-Hybrid in die Showrooms rollen. Aber vorerst nur in China, für eine Expansion nennt Steingräber eine klare Bedingung. „Wir sind den chinesischen Händlern, die mit einer enormen Investition in den hochwertigen Showroom in Vorleistung gegangen sind, quasi verpflichtet, sie voll zu versorgen. Alles andere würde ich persönlich als unfair betrachten“, sagt der Wey-Chef. „Erst wenn wir merken, dass wir eine Kapazität ‚China + X‘ haben, werden wir über das Ausland reden.“ Und auch wenn er zwischen den Zeilen durchblicken lässt, dass er seine Autos auch in Europa für wettbewerbsfähig hält: der erste Schritt dürfte eher in Richtung USA gehen.
VW Polo
Ginge es allein um die Zulassungszahlen im deutschen Markt, wäre VWs Polo die fraglos wichtigste IAA-Neuheit. Damit der Kleinwagen Verkaufsschlager bleibt, bietet die nunmehr sechste Generation ein Raumangebot, das dem Niveau der Kompaktklasse sehr nahe kommt. Vorläufig wird es den erwachsen gewordenen Kleinwagen mit vier Benzinern (65 PS bis 150 PS) sowie zwei Dieseln mit 80 PS und 95 PS geben. Zusätzlich wird künftig der neue Turbo-Erdgasmotor 1.0 TGI mit 90 PS zur Wahl stehen, der eine Halbierung der Spritkosten erlauben soll. Der Polo bietet das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung bereits serienmäßig.
Foto: VolkswagenVW T-Roc
Eine weitere wichtige VW-Neuheit ist das Kompakt-SUV T-Roc auf Golf-Basis. Die völlig neue Baureihe schließt die künftige Lücke zwischen einem Polo-SUV (ab 2018) und dem Tiguan. Damit ist der 4,23 Meter lange T-Roc das entsprechende Pendant zum Audi Q2, mit dem er auch technisch eng verwandt ist. Im November 2017 wird das kleine SUV in Deutschland für rund 20.000 Euro auf den Markt kommen. Bei den Antrieben stehen drei Diesel und drei Benziner zur Wahl. Sie leisten 115 PS, 150 PS und 190 PS. Bereits in der Basisversion ist das SUV ordentlich bestückt, unter anderem sind automatische Notbremse mit Fußgängererkennung, Klimaanlage, Infotainmentsystem mit 6,5-Zoll-Bildschirm und 16-Zoll-Felgen serienmäßig.
Foto: VolkswagenSkoda Karoq
Nach dem Kodiaq lässt Skoda auf der IAA noch einen kompakten Bruder namens Karoq vom Stapel. Das neue SUV-Modell, ein enger Verwandter des Seat Ateca, wird Nachfolger des betagten Skoda Yeti. Der fast 4,40 Meter lange Fünftürer wird mit konventionellen Diesel- und Benzinmotoren zu haben sein, die zwischen 115 PS und 150 PS leisten. Zum Marktstart wird Skoda den Karoq zunächst in höherwertigen Ausstattungen zu Preisen ab 24.300 Euro anbieten. Später folgt die vermutlich rund 21.000 Euro teure Basisversion.
Foto: SkodaAudi A8
Mit der vierten Generation des A8 gelingt Audi eine Machtdemonstration deutscher Autobaukunst. Unter anderem dringt das Flaggschiff der Ingolstädter in neue Sphären autonomer Fahrkünste vor: Bis 60 km/h kann die Oberklasse-Limousine vollautomatisch fahren und auf Knopfdruck selbst einparken. Zudem gibt es ein 48-Volt-Bordnetz, mehr als 40 Assistenten, ein neues Hightech-Fahrwerk sowie ein Bedienkonzept mit vielen Displays und wenig Knöpfen. Bei den Motoren bleibt der A8 weitgehend konventionell. Ein prestigereicher W12 wird wieder zu haben sein, aber auch ein Plug-in-Hybridantrieb mit 50 Kilometern rein elektrischer Reichweite.
Foto: AudiPorsche Cayenne
In Frankfurt stellt Porsche die bereits dritte Generation des SUV-Modells Cayenne vor. Trotz zahlreicher Änderungen am Alu-Kleid folgt die Neuauflage der Linie des Vorgängers. Anfangs bietet Porsche nur zwei erstarkte Turbo-Benziner mit 340 PS (plus 40 PS) und 450 Newtonmetern sowie 440 PS (plus 20 PS) und 550 Newtonmetern. Der Cayenne S schafft es in unter fünf Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Im Dezember ist bereits Marktstart für den mindestens 75.000 Euro teuren Fünf-Meter-Riesen. Auf der Messe zeigte Porsche auch noch den Cayenne Turbo, der aus einem Vierliter-V8-Biturbo 550 PS schöpft.
Foto: PorscheBMW X3
Ebenfalls in dritter Generation stellt BMW den X3 vor. Das SUV kommt weitgehend konventionell vorgefahren, gibt sich allerdings schnittiger, leichter und aerodynamischer als bisher. Im Innenraum bietet der Allrader viel Komfort, einen 10,2 Zoll großen Touchscreen sowie einen von 550 auf 1.600 Liter erweiterbaren Kofferraum. Das Motorenangebot umfasst Benziner und Diesel im Leistungsspektrum von 184 PS bis 360 PS.
Foto: BMWJaguar E-Pace
Ein direkter Konkurrent des X3 wird der Jaguar E-Pace sein. Der kleine Bruder des F-Pace kombiniert elegantes Design mit einem geräumigen Innenraum. Das Kofferraumvolumen beträgt mindestens 577 Liter und lässt sich auf 1.234 Liter erweitern. Zudem bietet der hochbeinige Brite innen ein hochauflösendes Head-up-Display, vier 12-Volt-Ladeanschlüsse, fünf USB-Buchsen und einen WLAN-Hotspot. Bei den Sicherheitssystemen gibt es Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung und Abstandtempomat. Der mindestens 35.000 Euro teure E-Pace wird Anfang 2018 mit 150 PS bis 300 PS starken Benzin- und Dieselmotoren zu haben sein.
Foto: Jaguar Land RoverCitroën C3 Aircross
Eine Nummer kleiner als der E-Pace fällt der Citroën C3 Aircross aus, der den kleinen Van C3 Picasso ablösen wird. Beim Aircross setzen die Franzosen auf eine robust wirkende Außenoptik sowie einen geräumigen und variablen Innenraum. Das Leistungsspektrum der Drei- und Vierzylindermotoren (Diesel und Benziner) reicht von 93 PS bis 136 PS. Marktstart ist im November zu Preisen ab 15.200 Euro.
Foto: CitroënOpel Grandland X
Eine weitere PSA-Neuheit auf Basis des Peugeot 3008 ist Opels neues SUV-Modell Grandland X. Im Vergleich zum Franzosen-SUV ist das Opel-Pendant mit 4,48 Meter drei Zentimeter länger. Im Innenraum ist Platz für bis zu fünf Personen. Der 514 Liter große Kofferraum kann auf 1.652 Liter erweitert werden. Die Basisversion mit 130 PS starkem Benziner ist ab 23.700 Euro bereits bestellbar. Alternativ gibt es für mindestens 26.500 Euro einen 120 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinderdiesel. Darüber hinaus will Opel den Grandland X auch als Plug-in-Hybrid anbieten.
Foto: OpelHyundai Kona
Mit dem Kona bringt Hyundai ab November ein nur 4,17 Meter langes SUV-Modell mit gefälligem Design, gutem Platzangebot und optionalem Allradantrieb in den Markt. In Sachen Ausstattung wird es unter anderem aktiven Spurhalter, Notbremsassistent mit Fußgängererkennung und Querverkehrswarner geben. Als erster Hyundai lässt sich der Kona außerdem mit Head-up-Display ausrüsten. Die Diesel- und Benzinmotoren leisten zwischen 115 PS und 177 PS. Die Preise starten bei 17.500 Euro.
Foto: WirtschaftsWoche
Während Chery und Wey die klassische Autobühne in Frankfurt gesucht haben, um internationale Aufmerksamkeit zu erlangen, fehlt eine andere chinesische Marke auf der IAA, deren Name man sich dennoch merken sollte: Byton. Die reine Elektromarke soll in den kommenden Monaten zu einem „chinesischen Tesla“ aufgebaut werden. Hinter Byton – chinesisch ausgesprochen Baiteng – steht der Konzern Future Mobility Corporation.
Nicht nur die Autohersteller rücken auf einer Messe wie der IAA in Frankfurt (bis 24. September) ihre Produkte ins rechte Licht, auch Zulieferer und andere Unternehmen aus dem Umfeld der Autobranche nutzen die große Bühne, um ihre neuesten Ideen zu präsentieren. Die meisten drehen sich darum, künftig flächendeckende Elektro-Mobilität und autonomes Fahren für individuelle Nutzer zugänglich zu machen. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt auch ein paar Dinge, auf deren baldige Umsetzung wir uns schon jetzt freuen können.
Foto: NokiaRoboter-Taxis
Zwar sprechen die beiden beteiligten Unternehmen Daimler und Bosch lieber von „hochautomatisierten Carsharing-Flotten“, die schon ab Anfang der nächsten Dekade über unsere Straßen rollen sollen, aber eigentlich steht der Start des Roboter-Taxi-Zeitalters kurz bevor. Ein kleiner Fingerzeig auf dem Smartphone soll genügen, um eines der fahrerlosen Autos zu sich zu rufen. Dann geht es ganz entspannt und schließlich auch ohne Parkplatz-Stress ins Kino, zum Einkaufen oder ins Büro. Für alle, die sich (erstmal) kein eigenes autonomes Elektroauto in die Garage stellen wollen.
Foto: DaimlerDie Rückkehr der Schwalbe
Alle, die irgendwann ab dem Jahr 1964 mit dem Mofa unterwegs waren, sollten nun hellhörig werden. Schließlich fand die originale Zweitakter-Schwalbe in 22 Jahren Bauzeit mit über einer Million Exemplaren reißenden Absatz. Nun kommt das Kult-Moped zurück, und zwar mit Elektrotechnik aus dem Hause Bosch. Der Zulieferer hat ein Baukasten-System mit 48-Volt-Batterie, Steuergerät, Display, E-Motor, App und Lademöglichkeit entwickelt, das sich auf zwei, drei und vier Räder adaptieren lässt. Eines der ersten Produkte auf dieser Basis ist nun die E-Schwalbe mit herrlicher Retro-Optik und einer Reichweite von 100 Kilometern.
Foto: PRMobilitäts-Dienste
Angenommen, man fliegt von Frankfurt nach München, nimmt am dortigen Flughafen die S-Bahn in die Innenstadt und steigt letztlich auf einen Car- oder Bike-Sharing-Dienst um. Dann braucht man nicht weniger als drei oder vier Apps von verschiedensten Dienstleistern und muss eigentlich immer wieder von vorne anfangen. In Zeiten vernetzter Fahrzeuge eigentlich ein Unding – dachte sich auch „Entourage“. Das Unternehmen will nun eine Plattform entwickeln, auf der sich alle möglichen Mobilitäts-Dienste verbinden lassen. So soll sich mit nur wenigen Klicks eine ganze Reise-Route mit verschiedensten Fortbewegungsmitteln unterschiedlicher Anbieter planen, zahlen und umsetzen lassen. Das spart Zeit – und vor allem Nerven.
Foto: DaimlerPaketannahme für „Nine-to-Five“-Arbeiter
Man bestellt sich etwas bei einem Online-Shop, weil man keine Zeit hat, selbst einkaufen zu gehen. Die Zeit, die allerdings draufgeht, wenn bei der Lieferung niemand Zuhause ist und man nach Feierabend noch in der langen Schlange der örtlichen Post anstehen muss, lässt diesen Vorteil in der Praxis häufig deutlich schrumpfen. Klar, Packstationen sind eine Lösung, aber auch diese muss man erst noch anfahren und entleeren. Praktischer wäre da schon ein Auto, das dem Postboten einfach den Kofferraum öffnet und das Päckchen in Empfang nimmt. Dieses System zeigt VW auf der IAA unter dem Motto „we deliver“. Getestet wird die Idee schon bald, erst einmal in Berlin.
Foto: VolkswagenCleverere Navis
Vergleicht man aktuelle Navigationssysteme mit der Technik, die noch vor wenigen Jahren in unseren Autos verbaut war, lässt sich ein deutlicher Fortschritt erkennen. Doch die Reise ist noch nicht zu Ende. Auf der IAA ist unter anderem das Unternehmen Here vertreten, das sich auf Navigationsdaten spezialisiert hat und auch in vielen Modellen der großen Hersteller vertreten ist. Im neuen Audi A8, der ebenfalls in Frankfurt zu sehen ist, kommt erstmals eine neue Stufe der Here-Navigation zum Einsatz. Das System bietet eine bessere Live-Verkehrsinformation und merkt sich außerdem, wo das Lieblingsrestaurant oder die am häufigsten angefahrene Tankstelle liegt. Auch eine erweiterte Smartphone-Integration ist mit an Bord.
Foto: AudiAutos, die sich selbst organisieren
Wäre es nicht schön, wenn einem jemand zumindest einen Teil des lästigen Papierkrams abnehmen würde? ZF, die Schweizer Bank UBS und das Software-Unternehmen IBM haben nun eine Plattform entwickelt, auf der sich Fahrzeuge in Zukunft selbst um mobilitätsbezogene Dinge kümmern können. Über das „Car eWallet“ bezahlen autonome Autos von Morgen beispielsweise Maut- oder Parkgebühren, ohne dass der Nutzer jedes Mal einen Befehl dazu geben muss. Und parkt das selbstfahrende E-Auto abends an der Ladesäule, übernimmt es am nächsten Morgen auch die Rechnung – ganz von selbst.
Foto: ZF
An erfahrenem Personal fehlt es Byton nicht. Die Chinesen haben sich vor allem bei BMW bedient: CEO ist Carsten Breitfeld, einst Chefentwickler des BMW i8. Marketing-Chef Henrik Wenders hat auch die Vermarktung der BMW-i-Modelle ersonnen. Das Design der Byton-Modelle stammt aus der Feder von Benoit Jacob, der – Sie ahnen es – auch den i3 und i8 entworfen hat. Und FMC-Präsident Daniel Kirchert war zuvor für den China-Vertrieb von BMW und der Nissan-Tochter Infiniti zuständig.
Über die Kündigungswelle vor anderthalb Jahren war BMW natürlich „not amused“. Groß in Erscheinung getreten ist die Future Mobility Corporation seitdem nicht. Die Schlagzeilen bestimmten chinesische Elektro-Start-ups wie Faraday Future und Nio. Besonders um Faraday Future, im Januar noch mit der Präsentation eines superschnellen Elektro-SUV vorgeprescht, halten sich hartnäckig Gerüchte über Geldprobleme. Wichtige Manager, wie etwa der frühere Ferrari-Nordamerika-Chef Marco Mattiacci, haben das Unternehmen nach nur wenigen Monaten wieder verlassen.
Anstatt auf die schnelle Aufmerksamkeit zu drängen, haben Unternehmen wie Byton dazugelernt. Statt Sprüche klopfen wollen sie mit Produktsubstanz überzeugen. „Man hat vor uns in den vergangenen eineinhalb Jahren nichts gehört, weil wir keine leeren Ankündigungen machen wollten wie viele andere“, so Carsten Breitfeld, „vergangene Woche haben wir mit Byton den Namen unserer Marke verkündet und den Grundstein für unser Werk in Nanjing gelegt.“ Neben dem Standort in China gebe es noch ein Designcenter in München und ein Entwicklungsbüro im Silicon Valley. Das erste Fahrzeug soll im Januar auf der CES in Las Vegas präsentiert werden.
Deutsche Zulieferer in der ersten Reihe
Der Name Byton ist angelehnt an „Bytes on wheels“ – die Software wird hier zum Markenversprechen. Ein Ansatz, den Bernhart für angebracht hält. „Die Differenzierung über Technologie wird zunehmend schwieriger“, sagt der Unternehmensberater. „Künftig wird sich der Markterfolgt eines Automodells viel mehr über die Marke und die User Experience entscheiden.“
Und hier kann es einfacher sein, mit einem weißen Blatt Papier zu starten anstatt das benzingetränkte Erbe der eigenen Unternehmensgeschichte mit sich herumzutragen – siehe Tesla.
Dass die deutsche Autobranche aus dem Fehler gelernt hat, das aufmüpfige Elektro-Start-up aus Kalifornien nicht ernst zu nehmen, wurde auch auf der IAA ersichtlich. Bei der Pressekonferenz saßen Vertreter der wichtigsten Zulieferer in der ersten Reihe. Auch Klaus Bräunig, Geschäftsführer des deutschen Branchenverbands VDA, hatte sich unter das Publikum gemischt. Dieses Mal hören sie alle aufmerksam zu.