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KonjunkturschubWirtschaft erwartet Milliardengeschäfte durch Fußball-EM in Deutschland 2024

Unternehmen hierzulande freuen sich über die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland: Das Großevent werde für steigende Nachfrage durch privaten Konsum und durch Touristen sorgen. 27.09.2018 - 15:35 Uhr

Die WM 2006 hat ungefähr 0,3 Prozent zusätzliches Wirtschaftswachstum gebracht.

Foto: dpa

Die deutsche Wirtschaft verspricht sich von der Fußball-Europameisterschaft 2024 im eigenen Land Milliardengeschäfte und einen Konjunkturschub. „Eine Fußball-EM in Deutschland ist eine positive Nachricht für viele Unternehmen hierzulande“, sagte der Experte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Solch ein Großevent sorgt für steigende Nachfrage durch privaten Konsum und durch Touristen.“ Die WM 2006 habe ungefähr 0,3 Prozent zusätzliches Wirtschaftswachstum gebracht. Durch die EM sei jetzt ein ähnlicher Schub zu erwarten. „Aber auch Effekte wie der Imagegewinn Deutschlands sowie Anstrengungen zur Verbesserung und Erweiterung unserer Infrastruktur fördern die Geschäfte - und regen das Wachstum an“, sagte Treier.

Besonders der Handel hofft auf eine Neuauflage des Sommermärchens von 2006. „Bei der damaligen WM konnten die Händler rund zwei Milliarden Euro zusätzlichen Umsatz verbuchen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth. „Von der EM in Deutschland erwarten wir ähnliche Effekte.“ Außerdem könne ein solches Großereignis die Verbraucherstimmung im Land beflügeln.“ Wenn es dann für die deutsche Mannschaft gut läuft, kaufen die Menschen neben Fanartikeln wie Trikots, Schals und Hüten auch mehr Lebensmittel und Getränke zum gemeinsamen Public Viewing und Grillen“, so Genth. „Zusätzlich reisen zahlreiche Fans aus dem Ausland an, die ebenfalls vielerorts für steigende Umsätze sorgen.“

Wirtschaftsforscher warnen aber vor übertriebenen Hoffnungen. „Die Studien, die es zu den wirtschaftlichen Effekten von großen Sportveranstaltungen gibt, kommen nicht zu einheitlichen Ergebnissen“, sagte der Vize-Präsident des Instituts IWH Halle, Oliver Holtemöller. Wahrscheinlich seien positive Effekte auf das Hotel- und Gaststättengewerbe an den Austragungsorten. Wenn zuvor gebaut werde, könne das ebenfalls kurzfristig positive konjunkturelle Effekte haben. „Es gibt aber auch Studien, die besagen, dass die negativen Effekte, etwa hohe Kosten und nach dem Wettbewerb nicht ausgelastete Veranstaltungsorte, überwiegen“, so Holtemöller.

rtr
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