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Liste deutscher ErfindungenZwanzig berühmte Erfindungen aus Deutschland im Überblick 2025

Deutschland gilt als Land der Dichter, Denker und Ingenieure. Dabei hat es auch zahlreiche Erfindungen hervorgebracht. Ein Überblick.Luca Schafiyha 17.10.2025 - 13:44 Uhr

Welche berühmten Erfindungen kommen aus Deutschland? Ein Überblick.

Foto: imago images

Deutsche deutsche Ingenieure haben mit ihrer Arbeit für die Industrie einige bedeutende Dinge erfunden, die wir in unserem heutigen Alltag als selbstverständlich erachten und, die zu Exportschlagern wurden. Dabei ist es egal, ob in der Naturwissenschaft oder der Medizin, viele dieser Erfindungen förderten schon in der Vergangenheit den technologischen Fortschritt unseres Landes. Die wichtigsten deutschen Erfindungen im Überblick.

20. Der Buchdruck – Johannes Gutenberg (1440)

Bereits vor fast 600 Jahren entwickelte der damalige Goldschmied Johannes Gutenberg den Buchdruck. Noch heute wird seine Erfindung als eine der bedeutendsten in der Geschichte angesehen. Gutenberg nutzte seine Kenntnisse der Schmiedekunst und baute eine Vorrichtung aus beweglichen Lettern, die auf einer Schiene beliebig verschoben werden konnten und zusätzlich mit Farbe versehen wurden. Auf diese farbig markierten Buchstaben wurde anschließend ein weißes Blatt Papier gelegt und mithilfe der Maschine zusammengepresst. Kurze Zeit später stellte Gutenberg so die erste Druckfassung der Bibel her.

Der Buchdruck markierte zusammen mit der Reformation Martin Luthers eine Revolution in der Sprache und Schrift. Erstmals konnten so auch einfache Menschen an gedruckte Texte gelangen, die nun in wesentlich kürzerer Zeit in größere Menge produziert werden konnten.

19. Das Reinheitsgebot – Herzog Wilhelm IV. von Bayern (1516)

Bier gab es schon lange bevor Herzog Wilhelm IV. es durch das Reinheitsgebot weiterentwickelte. Bier wurde zu jener Zeit oft mit Pech, Ochsengalle oder Schlangenkraut gepanscht. Erst 1516 wurde festgelegt, dass Bier nur aus Gerste, Wasser und Hopfen bestehen durfte. Diese Zusammensetzung ist als deutsches Reinheitsgebot bekannt und gilt als die erste bis heute gültige Lebensmittelvorschrift der Welt.

18. Die Glühbirne – Heinrich Göbel (1854)

Viele Menschen glauben, dass die Idee zur Glühbirne von dem amerikanischen Erfinder Thomas Edison stammt. Er war derjenige, der im Jahr 1879 die erste Kohlefaden-Lampe herstellte und darauf auch Patent anmeldete. Heinrich Göbel hingegen entwickelte die erste Glühbirne bereits im Jahr 1854 – also 25 Jahre früher. Der deutsche Unternehmer und Erfinder versäumte es allerdings ein Patent auf seine Erfindung anzumelden, weshalb diese Erfindung heute zu großen Teilen Thomas Edison zugesprochen wird.

17. Das Telefon – Johann Philipp Reis (1859)

Von Johann Philipp Reis stammt die Erfindung des Telefons. Dem Mathematiklehrer gelang es erstmals Laute und Töne in elektrische Ströme umzuwandeln und somit den Schall an einem anderen Ort wiederzugeben. Ähnlich wie Göbel meldete Reis jedoch kein Patent für seine Erfindung an und erst 1875 wurde das Telefon von Graham Bell weiterentwickelt und schließlich von ihm patentiert.

Der erste Satz, der über ein Telefon von einem Ort zum anderen übertragen wurde lautetet übrigens: Das Pferd frisst keinen Gurkensalat.

Der Buchdruck – Johannes Gutenberg (1440)

Bereits vor 600 Jahren entwickelte der damalige Goldschmied Johannes Gutenberg den Buchdruck. Diese Erfindung wird auch heute noch als eine der bedeutendsten in der Geschichte betrachtet. Gutenberg nutzte sein Wissen über die Schmiedekunst und konstruierte eine Vorrichtung aus beweglichen Lettern, die auf einer Schiene flexibel angeordnet werden konnten und zudem mit Farbe versehen wurden. Die farbig markierten Buchstaben wurden auf ein weißes Blatt Papier platziert und mithilfe der Maschine zusammengepresst. Auf diese Weise fertigte Gutenberg kurz darauf die erste gedruckte Ausgabe der Bibel an. Der Buchdruck, gemeinsam mit der Reformation Martin Luthers, markierte eine Revolution in Sprache und Schrift. Zum ersten Mal hatten auch einfache Menschen Zugang zu gedruckten Texten, die nun in wesentlich kürzerer Zeit und in größeren Mengen produziert werden konnten.

Foto: dpa

Das Reinheitsgebot – Herzog Wilhelm IV. von Bayern (1516)

Bier existierte bereits lange, bevor Herzog Wilhelm IV. es durch das Reinheitsgebot weiterentwickelte. In dieser Zeit wurde Bier häufig mit unerwünschten Zusätzen wie Pech, Ochsengalle oder Schlangenkraut verfälscht. Erst im Jahr 1516 wurde festgelegt, dass Bier ausschließlich aus Gerste, Wasser und Hopfen bestehen durfte. Diese Regelung ist als deutsches Reinheitsgebot bekannt und wird als die weltweit erste bis heute gültige Lebensmittelvorschrift betrachtet.

Foto: dpa

Die Glühbirne – Heinrich Göbel (1854)

Viele Menschen sind der Meinung, dass die Idee zur Glühbirne vom amerikanischen Erfinder Thomas Edison stammt. Er ist bekannt dafür, im Jahr 1879 die erste Kohlefadenlampe hergestellt und dafür auch ein Patent angemeldet zu haben. Dabei entwickelte Heinrich Göbel bereits im Jahr 1854 die erste Glühbirne – 25 Jahre vor Edison. Der deutsche Unternehmer und Erfinder versäumte jedoch, ein Patent für seine Erfindung anzumelden, weshalb diese heute Thomas Edison zugeschrieben wird.

Foto: dpa

Das Telefon – Johann Philipp Reis (1859)

Johann Philipp Reis wird die Erfindung des Telefons zugeschrieben. Dem Mathematiklehrer gelang es erstmals, Laute und Töne in elektrische Ströme umzuwandeln und somit den Schall an einem anderen Ort wiederzugeben. Ähnlich wie Göbel meldete jedoch auch Reis kein Patent für seine Erfindung an. Erst im Jahr 1875 wurde das Telefon von Alexander Graham Bell weiterentwickelt und schließlich von ihm patentiert. Übrigens lautete der erste Satz, der über ein Telefon von einem Ort zum anderen übertragen wurde: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat.“

Foto: dpa

Das Periodensystem – Lothar Meyer (1864)

Jeder, der sich an den Chemieunterricht erinnert, denkt unweigerlich an das Periodensystem. Diese wegweisende Erfindung stammt vom deutschen Chemiker Justus Lothar Meyer. Parallel zum russischen Chemiker Dmitri Mendelejew entwickelte Meyer eine Ordnung der chemischen Elemente. Zu jener Zeit waren lediglich 63 der heute bekannten 118 chemischen Elemente identifiziert. Durch das Periodensystem konnte Meyer die Elemente systematisch ordnen und erkannte, dass chemische Eigenschaften, die einander ähnlich sind, periodisch wiederkehren.

Foto: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V./obs

Foto: CLARK/obs

Der Dynamo und die Straßenbahn – Werner von Siemens (1866)

Werner von Siemens entdeckte zunächst das dynamoelektrische Prinzip im Jahr 1866, bei dem der Elektromagnetismus im Eisen eines Elektromagneten erhalten bleibt und ausreicht, um eine Spannung zu erzeugen. Diese Entdeckung markierte eine Revolution für die Stromerzeugung.

13 Jahre später, im Jahr 1879, entwickelte Werner von Siemens die „Electrische Eisenbahn“, die heute als Straßenbahn bekannt ist. Zu Beginn baute er zwei Pferdewagen um, die sich ohne menschliche oder tierische Kraft eigenständig auf Schienen bewegen konnten. Anfangs wurde die Energieversorgung nicht über eine Oberleitung realisiert. Stattdessen wurde ein Generator, der mit einer Dampfmaschine am Bahnhof verbunden war, als Energiequelle genutzt, um die erste Straßenbahn über die Schienen mit Strom zu versorgen.

Die erste befahrene Strecke der Straßenbahn befand sich in Berlin und hatte eine Länge von 2,5 Kilometern. Sie erstreckte sich von Groß-Lichterfelde bis zur Preußischen Hauptkadettenanstalt und nahm ihren Betrieb 1881 auf.

Foto: dpa

Die Bakteriologie – Robert Koch (1870)

Im 19. Jahrhundert waren die tödlichsten Krankheiten Cholera, Diphtherie und Tuberkulose. Der Mediziner Robert Koch konnte nachweisen, dass winzige mikrobiologische Organismen, nämlich Bakterien, die Ursache für diese Krankheiten waren. Es gelang ihm, das Bakterium, das Tuberkulose verursacht, zu isolieren. Koch und sein Forscherteam konnten schließlich die Ansteckungswege und Infektionserreger identifizieren, was Therapiemöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen ermöglichte. Dabei kamen für damalige Verhältnisse bahnbrechende wissenschaftliche Methoden zum Einsatz, wie Färbetechniken zur Sichtbarmachung von Erregern oder die Entwicklung von Nährböden für die Kultivierung von Bakterien. Robert Koch, Namensgeber und Gründer des bekannten Robert-Koch-Instituts, gilt heute neben dem Franzosen Louis Pasteur als Wegbereiter der Mikrobiologie und Mitbegründer der modernen Bakteriologie.

Foto: dpa

Das erste Motorrad und das erste Automobil – Gottlieb Daimler und Carl Benz (1885)

Das erste Motorrad wurde im Jahr 1885 von Gottlieb Daimler erfunden und erhielt den Namen „Reitwagen“. Dieses Fahrzeug markierte einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung des Automobils. Im Jahr 1886 folgte die erste Motorkutsche, die als das weltweit erste Auto gilt. Sie entstand aus der Weiterentwicklung eines Bootes, das von Daimler in Zusammenarbeit mit seinem Freund Wilhelm Maybach entwickelt wurde und von einem neuen Ottomotor angetrieben wurde. Obwohl Carl Benz das Patent für das erste Auto anmeldete, arbeitete er parallel zu Maybach und Daimler an einer ähnlichen Erfindung und meldete 1886 offiziell das „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ an. 

Die deutsche Bevölkerung zeigte anfangs Skepsis, als die Erfindung einer Kutsche ohne Pferdeantrieb immer bekannter wurde. Erst im Jahr 1908 waren daher die ersten Automobile auf deutschen Straßen unterwegs. Aufgrund der anfänglich hohen Unfallzahlen trat knapp ein Jahr später das erste Automobil-Haftpflichtgesetz in Kraft.

Foto: dpa

Das Gleitflugzeug – Otto Lilienthal (1894)

Im Jahr 1894 erkannte der deutsche Forscher Otto Lilienthal, dass die Flugleistung hauptsächlich durch die Wölbung der Flügel erzeugt wird. Um seine Theorie zu überprüfen, ließ Lilienthal in Berlin-Lichterfelde einen 15 Meter hohen Hügel aufschütten, der heute als „Fliegeberg" bekannt ist. Von diesem Berg aus startete Lilienthal zahlreiche Flüge mit den ersten Gleitflugzeugen. Dabei schaffte er es, bis zu 80 Meter in der Luft zurückzulegen. Otto Lilienthal wird weltweit als der erste Pionier der Luftfahrt betrachtet.

Foto: dpa

Die Röntgenstrahlung – Wilhelm Conrad Röntgen (1895)

Wie bei vielen bahnbrechenden Entdeckungen spielte auch bei der Erfindung der Röntgenstrahlung durch den Physiker Wilhelm Röntgen der Zufall eine entscheidende Rolle. Während eines Experiments beobachtete er ein Licht, das eigentlich nicht vorhanden sein sollte. Dieses Licht stellte sich als X-Strahlung heraus, die in der Lage war, Materie zu durchdringen. Die englische Bezeichnung „X-Ray“ für Röntgenstrahlung leitet sich von dieser X-Strahlung ab. Nach der Entdeckung fand die neuartige Strahlung vor allem in der Medizin Anwendung, um Organe und Gewebestrukturen zu untersuchen. Mit seiner Entdeckung revolutionierte Röntgen die Medizintechnik und erhielt im Jahr 1901 den ersten Nobelpreis in Physik.

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Das Schmerzmittel Aspirin – Felix Hoffmann (1897)

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erzielte der junge Forscher Felix Hoffmann für den Chemiekonzern Bayer einen bedeutenden Durchbruch: Durch die Kombination von Salicylsäure und Essigsäure wurde ein synthetisches Arzneimittel geschaffen – Aspirin. Bis heute zählt es zu den weltweit bekanntesten Medikamenten. Aufgrund seiner blutverdünnenden Wirkung wird Aspirin mittlerweile auch präventiv bei Thrombose- und Schlaganfall-Risikopatienten eingesetzt. Die Erfolgsgeschichte des Medikaments setzt sich also auch mehr als 120 Jahre nach Hoffmanns Entdeckung fort.

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Die Relativitätstheorie – Albert Einstein (1915)

Durch Albert Einsteins Formulierung der Relativitätstheorie wurde das bisherige Verständnis von Zeit und Raum revolutioniert. Einstein erkannte, dass Zeitangaben in Bezug auf ihr Referenzsystem relativ betrachtet werden müssen, da die Zeit immer von dem zu bewegenden Objekt abhängt. Diese Erkenntnisse legten den Grundstein für weitere Entdeckungen in den Bereichen Kernforschung und Astronomie. Für seine Entdeckung des photoelektrischen Effekts erhielt er im Jahr 1921 den Nobelpreis.

Foto: dpa

Die Süßigkeit Gummibären – Hans Riegel (1922)

Im Jahr 1920 gründete der Bonbonhersteller Hans Riegel in Bonn das Unternehmen Haribo. Der Name des Unternehmens ist ein Akronym und setzt sich aus den jeweils ersten beiden Buchstaben von Hans Riegel aus Bonn zusammen.1922 schrieb Hans Riegel schließlich ein Stück deutscher Süßigkeiten-Geschichte, indem er das bunte Weingummi erfand, das als Gummibären oder Goldbären bekannt wurde.

Foto: dpa

Die Kleinbildkamera – Oskar Barnack (1925)

Der Erfinder und Hobbyfotograf Oskar Barnack hatte den Wunsch, bei seinen Fotografieausflügen die optimale Belichtungszeit zu finden, um qualitativ hochwertige Aufnahmen zu erstellen. In einem von ihm eigens entwickelten Kasten testete er die Empfindlichkeit eines Filmstreifens. Statt der damals üblichen großen Platten verwendete er ein reduziertes Format von 35 Millimetern. Der damalige Leiter der Filmkameraentwicklung bei der Firma Leitz griff diese Idee auf und entwickelte die Kleinbildkamera. Bereits 1925 ging die sogenannte Leica in Produktion. Dabei steht Leica für Leitz Camera. Aufgrund ihrer handlichen Größe ersetzte sie nach und nach die klobigen Plattenkameras für statische Einzelaufnahmen, und so wurde die erste Handkamera geboren.

Foto: dpa

Das Fernsehen – Manfred von Ardenne (1930)

Im Jahr 1930 erfand der deutsche Forscher Manfred von Ardenne das Fernsehen. Dank damals modernster Technik gelang es ihm, Bilder auf der Seite des Senders zu zerlegen und sie beim Empfänger wieder aufzubauen. Dabei nutzte von Ardenne den Leuchtfleck einer Braunschen Röhre, durch die elektrische Ströme sichtbar gemacht werden konnten. Fünf Jahre später flimmerte dann das erste regelmäßige Fernsehprogramm über die Bildschirme.

Foto: dpa

Die Kernspaltung und Atombombe – Otto Hahn (1938)

Zusammen mit Lise Meitner machten Otto Hahn und Fritz Straßmann eine wegweisende Entdeckung. Während des Zweiten Weltkriegs forschten sie im Bereich der Radioaktivität und Atomphysik. Hahn stellte fest, dass bei der Bestrahlung von Uran mit Neutronen das Element Barium entsteht, was zur Entdeckung der Kernspaltung führte. Allerdings war es Lise Meitner, die durch ihre Analyse wissenschaftlichen Aufschluss darüber gab, wie ein Uran-Atomkern unter Beschuss von Neutronen zerfällt.

Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft musste Meitner wegen der nationalsozialistischen Regierung Deutschland verlassen und verzichtete auf ihre Professur. Hahn setzte jedoch im Verborgenen die Zusammenarbeit mit ihr fort, und schließlich konnten sie gemeinsam mit Straßmann die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichen. Im Jahr 1944 erhielt Hahn den Nobelpreis für Chemie. Meitner und Straßmann wurden ebenfalls für den Nobelpreis nominiert, gingen jedoch leer aus.

Foto: dpa

Der erste Computer – Konrad Zuse (1941)

Da er keine Lust zum Rechnen hatte, entwickelte Konrad Zuse eine Maschine, die in der Lage war, selbstständig zu rechnen. Der Bauingenieur richtete in seinem Elternhaus eine Werkstatt ein und entwickelte dort das erste Modell eines Computers, den Z1. Dieser funktionierte jedoch rein mechanisch. Im Jahr 1941 entwickelte er schließlich den Z3, den ersten programmierbaren Rechner, der als der erste Computer der Welt gilt.

Foto: dpa

Die Chipkarte – Jürgen Dethloff und Helmut Gröttrup (1969)

Die Chipkarte ermöglichte erstmals bargeldloses Zahlen und brachte eine Revolution im Zahlungsverkehr mit sich. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Helmut Gröttrup entwickelte der Radiomechaniker Jürgen Dethloff einen elektronischen Datenspeicher, der in eine kleine Plastikkarte eingebaut werden konnte. Im Jahr 1968 meldeten sie dafür ein Patent an, das als erste Version einer Chipkarte gilt. Später, im Jahr 1977, wurde der erste Mikroprozessor in eine Chipkarte integriert. Diese Technologie galt als sicherer im Vergleich zum zuvor genutzten Magnetstreifen für die Datenübertragung. Die 25 Quadratmillimeter Silizium, die in diese Chips eingebaut wurden, finden sich noch heute in zahlreichen Bank- und Versicherungskarten.

Foto: dpa

Das MP3-Format – Fraunhofer-Institut (1988)

Das Fraunhofer-Institut legte mit der Entwicklung des MP3-Formats den Grundstein für Walkmans, iPods und andere MP3-Player. Im Jahr 1987 versuchten einige Forscher aus Erlangen, Musik zu komprimieren, und nach intensiver Arbeit schufen sie 1988 das MP3-Format. Dieses hatte die Fähigkeit, das ursprüngliche Dateiformat um das Zwölffache zu verkleinern. Nun war es möglich, Musik einfach zu tauschen, und auch die Musikindustrie, die zuvor ihre Umsätze hauptsächlich durch Platten und CDs generierte, profitierte später von dieser Erfindung aus Deutschland.

Foto: dpa

Der mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 – Biontech (2020)

Im Jahr 2020 leistete das Mainzer Biotechnologieunternehmen Biontech einen beeindruckenden Beitrag zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Das Forschungsteam unter der Leitung des Gründer-Ehepaars Ugur Sahin und Özlem Türeci benötigte weniger als zwölf Monate, um den ersten verfügbaren mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln. Der Wirkstoff basiert darauf, dass Boten-Nukleinsäure mRNA in den Körper injiziert wird. Diese enthält den Bauplan für Zellen, die dem Körper helfen, das benötigte Antigen zur eigenständigen Bekämpfung des Virus herzustellen. Das Immunsystem erkennt das spezifische Antigen, wodurch es bei einer Infektion in der Lage ist, das Virus schnell und gezielt zu bekämpfen.

Biontech widmet sich auch der Forschung zur Bekämpfung von Krebs und der Entwicklung von Impfstoffen gegen Krebserkrankungen. Zuletzt erweiterte das Unternehmen sein Portfolio an Krebsmedikamenten und 

sicherte sich durch einen Millionendeal die weltweite Exklusivlizenz für ein neues Medikament.

Foto: REUTERS

16. Das Periodensystem – Lothar Meyer (1864)

Ein jeder, der sich an den Chemieunterricht zurückerinnert, denkt unweigerlich an das Periodensystem. Diese Erfindung stammt von dem deutschen Chemiker Justus Lothar Meyer. Parallel zum russischen Chemiker Dimitri Mendelejew entwickelte er eine Ordnung der chemischen Elemente. Damals waren erst 63 der heute 118 chemischen Elemente bekannt.

Mithilfe des Periodensystems konnte Meyer die Elemente untereinander ordnen und so erkennen, dass chemische Eigenschaften, die einander ähnlich sind sich periodisch wiederholen. Im Gegensatz zu damals werden heute statt des Atomgewichts die Anzahl der Protonen innerhalb eines Kerns zur Bestimmung der Position des Elements im Periodensystem verwendet.

15. Der Dynamo und die Straßenbahn – Werner von Siemens (1866)

Werner von Siemens entdeckte zunächst das dynamoelektrische Prinzip im Jahr 1866. Dabei verbleibt im Eisen eines Elektromagneten der Elektromagnetismus, der ausreicht, um eine Spannung zu erzeugen. Dies war eine Revolution für die Stromerzeugung.

13 Jahre später im Jahr 1879 erfindet Werner von Siemens die „Electrische Eisenbahn“, die wir heutzutage als Straßenbahn kennen. Zu Beginn baute er dazu zwei Pferdewagen um, die sich ohne menschliche oder tierische Kraft eigenständig auf Schienen bewegen konnten. Die Wagen wurden damals nicht über eine Oberleitung mit Strom versorgt, sondern ein Generator verbunden mit einer Dampfmaschine am Bahnhof, der als Energiequelle diente, versorgte die erste Straßenbahn über die Schienen mit Strom.

Die erste Strecke, die von der Straßenbahn befahren wurde, befand sich in Berlin und hatte eine Länge von 2,5 Kilometern. Sie erstreckte sich von Groß-Lichterfelde bis zur Preußischen Hauptkadettenanstalt und nahm 1881 den Betrieb auf. Die Straßenbahn brauchte dafür lediglich zehn Minuten.

14. Die Bakteriologie – Robert Koch (1870)

Die tödlichsten Krankheiten des 19. Jahrhunderts waren Cholera, Diphtherie und Tuberkulose. Dem Mediziner Robert Koch gelang der Nachweis, dass winzige mikrobiologische Organismen als Erreger für diese Krankheiten verantwortlich waren: Bakterien. Es glückte ihm sogar, das Bakterium, das Tuberkulose hervorruft, zu isolieren.

Schließlich gelang es Koch und seinem Forscherteam, Ansteckungswege und Infektionserreger ausfindig zu machen, sodass Therapiemöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen plötzlich möglich waren. Dabei kamen für damalige Verhältnisse bahnbrechende wissenschaftliche Methoden zum Einsatz, etwa zum sichtbar machen von Erregern durch Färbetechniken oder der Entwicklung von Nährböden für die Anzucht von Bakterien. Der Namensgeber und Gründer des bekannten Robert-Koch-Instituts gilt heute neben dem Franzosen Louis Pasteur als Wegbereiter der Mikrobiologie und als Mitbegründer der modernen Bakteriologie.

13. Das erste Motorrad und das erste Automobil – Gottlieb Daimler und Carl Benz (1885)

Das erste Motorrad wurde 1885 von Gottlieb Daimler erfunden und erhielt damals den klangvollen Namen „Reitwagen“. Das Vehikel war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Automobils und so folgte 1886 die erste Motorkutsche. Sie gilt als das erste Auto der Welt und entstand auch aus der Entwicklung eines durch den neuen Ottomotor betriebenen Bootes, das von Daimler gemeinsam mit seinem Freund Wilhelm Maybach erfunden wurde.

Das Patent für das erste Auto meldete jedoch Carl Benz an. Er tüftelte parallel zu Maybach und Daimler an einer ähnlichen Erfindung und meldete 1886 offiziell das „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ an. Die ersten Fahrten mit dem neuen Automobil unternahm allerdings nicht Benz selbst, da er große Ehrfurcht vor dem lauten Gefährt hatte. Vielmehr war es schließlich seine Frau Bertha Benz, die gemeinsam mit den Söhnen Eugen und Richard Fahrten von bis zu 100 Kilometern Strecke unternahm. Die deutschen Bürger zeigten sich durchaus skeptisch, nachdem die Erfindung einer Kutsche, die ohne Pferde angetrieben wurde, immer bekannter wurde. Erst 1908 waren dementsprechend die ersten Autos auf deutschen Straßen unterwegs. Aufgrund der hohen Unfallzahlen am Anfang trat knapp ein Jahr später das erste Automobil-Haftpflichtgesetz in Kraft.

12. Das Gleitflugzeug – Otto Lilienthal (1894)

1894 erkannte der deutsche Forscher Otto Lilienthal, dass die Leistung beim Fliegen vornehmlich durch die Wölbung der Flügel erzeugt wird. Um seine These auszuprobieren, ließ Lilienthal in Berlin-Lichterfelde einen 15 Meter hohen Hügel aufschütten. Er existiert noch heute und ist bekannt als „Fliegeberg“. Von dort aus startete Lilienthal zahlreiche Flüge mit den ersten Gleitflugzeugen. Er konnte in der Luft bis zu 80 Meter Strecke zurücklegen. Lilienthal gilt als der erste Luftfahrtpionier weltweit.

11. Die Röntgenstrahlung – Wilhelm Conrad Röntgen (1895)

Wie bei vielen Erfindungen spielte auch bei der Entdeckung der Röntgenstrahlung durch den Namensgeber und Physiker Wilhelm Röntgen der Zufall eine entscheidende Rolle. So beobachtete er während eines Versuchs ein Licht, das eigentlich nicht hätte da sein sollen. Dieses Licht stellte die X-Strahlung dar, die zu Röntgens Überraschung Materie durchdringen konnte. Von der X-Strahlung stammt auch die englische Bezeichnung für Röntgenstrahlung X-Ray.

Nach der Entdeckung der neuartigen Strahlung wurde sie vor allem in der Medizin verwendet, um Organe zu untersuchen. Auch für die Betrachtung von Gewebestrukturen ist die Röntgenstrahlung geeignet. So sind zum Beispiel Zähne als weißer Schatten auf dem Röntgenbild zu erkennen und das Zahnfleisch ist als weiches Gewebe dunkler auf den Bildern zu sehen.

Mit seiner Entdeckung revolutionierte Röntgen die Medizintechnik und erhielt 1901 den ersten Physik-Nobelpreis.

10. Das Schmerzmittel Aspirin – Felix Hoffmann (1897)

Ende des 19. Jahrhunderts erzielte ein junger Forscher namens Felix Hoffmann für den Chemiekonzern Bayer einen bedeutenden Erfolg: Durch das zusammenfügen von Salicylsäure und Essigsäure entstand ein synthetisches Arzneimittel – Aspirin. Bis heute wohl eines der weltweit bekanntesten Medikamente überhaupt. 

Lange Zeit als frei von Nebenwirkungen umschrieben, stellte sich in den 70er-Jahren heraus, dass das Schmerzmittel eben doch Nebenwirkungen verursachen kann. So führt übermäßige Einnahme unter anderem zu Magenbeschwerden und Blutungen. Seitdem verschreiben Ärzte die populäre Brausevariante, bei denen weniger nachgewiesene Magenprobleme auftreten. 

Das Medikament wird aufgrund seiner blutverdünnenden Wirkung mittlerweile auch präventiv an Thrombose- und Schlaganfall-Risikopatienten verschrieben. So geht die Erfolgsstory des Aspirins auch mehr als 120 Jahre nach Hoffmanns Erfindung weiter.

9. Die Relativitätstheorie – Albert Einstein (1915)

Durch die von Albert Einstein formulierte Relativitätstheorie wurde das bisherige Verständnis von Zeit und Raum auf den Kopf gestellt. Er stellte fest, dass Zeitangaben ausgehend von ihrem Bezugssystem relativ betrachtet werden müssten, denn die Zeit hinge immer von dem zu bewegenden Objekt ab. Durch diese Erkenntnisse ebnete er den Weg für weitere Entdeckungen in den Bereichen der Kernforschung und der Astronomie. Darüber hinaus profitierte auch die Quantenphysik von den Entdeckungen Einsteins. Für die Entdeckung des photoelektrischen Effekts bekam er 1921 den Nobelpreis.

8. Die Süßigkeit Gummibären – Hans Riegel (1922)

1920 gründete der Bonbonkocher Hans Riegel in Bonn die Firma Haribo. Der Name des Unternehmens ist ein Akronym und setzt sich aus den jeweils ersten beiden Buchstaben von Hans Riegel aus Bonn zusammen.

1922 erfindet Hans Riegel schließlich ein Stück deutscher Geschichte: Ein buntes Weingummi, genannt Gummibären oder Goldbären. Schon damals warb Haribo mit dem Slogan „Haribo macht Kinder froh”. Der Zusatz „und Erwachsene ebenso” kam erst später dazu.

7. Die Kleinbildkamera – Oskar Barnack (1925)

Der Erfinder und Hobbyfotograf Oskar Barnack wollte bei seinen Ausflügen die richtige Belichtungszeit finden, um möglichst gute Fotografien anfertigen zu können. In einem von ihm eigens entwickelten Kasten testete er die Empfindlichkeit eines Filmstreifens. Er benutzte hierfür nicht die damals üblichen großen Platten, sondern verringerte deren Format auf 35 Milimeter.

Der damalige Leiter der Filmkameraentwicklung erschuf in der Firma Leitz daraufhin die Kleinbildkamera. Schon 1925 ging die sogenannte Leica in die Produktion. Dabei steht Leica für Leitz Camera. Durch ihre handliche Größe löste sie nach und nach klobige Plattenkameras für statische Einzelaufnahmen ab und so wurde lange vor der Digitalkamera die erste Handkamera geboren.

6. Das Fernsehen – Manfred von Ardenne (1930)

1930 erfand der deutsche Forscher Manfred von Ardenne das Fernsehen. Es gelang ihm dank damals modernster Technik Bilder auf der Seite des Senders zu zerlegen und sie beim Empfänger wieder aufzubauen. Zur Hilfe nahm Von Ardenne dabei den Leuchtfleck einer Braunschen Röhre, durch die elektrische Ströme sichtbar gemacht werden. Fünf Jahre später flimmerte dann das erste regelmäßige Fernsehprogramm auf den Bildschirmen.

5. Die Kernspaltung und Atombombe – Otto Hahn (1938)

Gemeinsam mit Lise Meitner machten Otto Hahn und Fritz Straßmann eine folgenschwere Entdeckung. Während des Zweiten Weltkrieges forschten sie an der Radioaktivität und im Bereich der Atomphysik. Hahn entdeckte, dass beim Beschuss mit Neuronen auf Uran das Element Barium entsteht. Damit war die Kernspaltung geboren. Doch erst Lisa Meitner war es, die mit ihrer Analyse wissenschaftlichen Aufschluss darüber gab, wie ein Uran-Atomkern unter Beschuss von Neuronen zerfällt.

Da sie Jüdin war, musste sie allerdings aufgrund der nationalsozialistischen Regierung in Deutschland das Land verlassen und verzichtete zudem auf ihre Professur. Hahn arbeitete jedoch im Verborgenen weiterhin mit ihr und schließlich konnte er zusammen mit Straßmann die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichen. 1944 erhielt Hahn den Nobelpreis für Chemie. Auch Meitner und Straßmann wurden für den Nobelpreis nominiert, gingen jedoch leer aus.

4. Der erste Computer – Konrad Zuse (1941)

Weil er keine Lust zu rechnen hatte, entwickelte Konrad Zuse eine Maschine, der es möglich war selbstständig zu rechnen. Der Bauingenieur richtete in seinem Elternhaus eine Werkstatt ein und entwickelte mit dem Z1 das erste Modell eines Computers. Dieser lief jedoch nur rein mechanisch. Im Jahr 1941 entwickelte er schließlich den Z3, den ersten programmierbaren Rechner. Er wird als der erste Computer der Welt angesehen.

3. Die Chipkarte – Jürgen Dethloff und Helmut Gröttrup (1969)

Die Chipkarte machte erstmals bargeldloses Zahlen möglich und sorgte für eine Revolution im Zahlungsverkehr. Mit seinem Geschäftspartner Helmut Gröttrup entwickelte der Radiomechaniker Jürgen Dethloff einen elektronischen Datenspeicher, der in eine kleine Karte aus Plastik eingebaut werden konnte. 1968 meldeten sie dafür ein Patent an. Dies gilt als erste Version einer Chipkarte. Einige Zeit später, im Jahr 1977 wurde der erste Mikroprozessor in eine Chipkarte eingebaut. Diese neue Technik gilt als weitaus sicherer als der Magnetstreifen, der zuvor für die Datenübertragung genutzt wurde. Die 25 Quadratmillimeter Silizium, die hierfür in die Chips eingebaut wurden finden wir noch in sämtlichen26701472 Bank- und Versicherungskarten.

2. Das MP3-Format – Fraunhofer-Institut (1988)

Das Fraunhofer Institut legte mit der Entwicklung des MP3-Formats den Grundstein für Walkmans, iPods und andere MP3-Player. Einige Forscher aus Erlangen wollten 1987 Musik komprimieren und schufen nachdem sie großen Aufwand betrieben hatten 1988 das MP3-Format. Es konnte das ursprüngliche Dateiformat um das Zwölffache verkleinern. Nun war es möglich, Musik einfach zu tauschen und auch die Musikindustrie, die zuvor nur durch Platten und CDs ihre Umsätze gemacht hatte, profitierte später von der Erfindung aus Deutschland.

1. Der mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 – Biontech (2020)

Einen beachtlichen Beitrag zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie leistete 2020 das Mainzer Biotechnologieunternehmen Biontech. So brauchte das Forschungsteam um Gründer-Ehepaar Ugur Sahin und Özlem Türeci keine zwölf Monate, um mit dem ersten verfügbaren mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus aufzuwarten. Der Wirkstoff funktioniert, indem die Boten-Nukleinsäure mRNA in den Körper gespritzt wird. Darin enthalten ist der Bauplan für die Zellen, die dem Körper helfen, das benötigte Antigen zur Bekämpfung des Virus selbstständig herzustellen. Das Immunsystem erkennt also das spezifische Antigen und ist anschließend bei einer Infektion in der Lage, das Virus schnell und gezielt zu bekämpfen.

Liste deutscher Erfindungen in der Tabelle

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