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Entwurf der AbschlusserklärungBericht: G20 sehen in geopolitischen Spannungen signifikantes Risiko für die Weltwirtschaft

Unklar ist dem Bericht zufolge, ob in der Abschlusserklärung auf aktuelle Konflikte wie etwa die Ukrainekrise verwiesen wird. Freitag soll das Dokument veröffentlicht werden. 17.02.2022 - 14:41 Uhr

Freitag wird die Abschlusserklärung veröffentlicht.

Foto: AP

Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) bezeichnen geopolitische Spannungen als signifikantes Risiko für die Weltwirtschaft. Im Reuters am Donnerstag vorliegenden Entwurf der Abschlusserklärung ist allerdings noch offen, ob auf „aktuelle“ geopolitische Spannungen verwiesen wird. Das wäre ein noch klarerer Verweis auf den Ukraine-Konflikt, in dem der Westen Russland vorwirft, eine Invasion vorzubereiten.

Die Erholung der Weltwirtschaft schreite voran, heißt es laut Reuters in dem Dokument weiter. Neue Infektionswellen in der Coronavirus-Pandemie würden aber das Tempo verlangsamen. Die Erholung von der Coronakrise falle zudem sehr ungleich von Land zu Land aus, was zum Teil mit dem Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten zusammenhänge.

Die G20-Staaten verweisen zudem auf die deutlich gestiegene Inflation. Sie sei ein Risiko für die Weltwirtschaft. Ziel müsse sein, die globalen Lieferketten widerstandsfähiger zu machen.

Das G20-Abschlussdokument soll am Freitag zum Ende des Treffens in Jakarta veröffentlicht werden. Bis dahin können Formulierungen noch geändert werden.

Die G20-Länder bekennen sich in dem Entwurf zudem zur geplanten globalen Steuerreform. Es solle sichergestellt werden, dass die neuen Regeln bereits ab 2023 greifen könnten. Das gilt aber als sehr ambitioniert.

Der deutsche Industrieverband BDI hatte diese Woche betont, 2024 würde mehr Sinn machen, um genug Zeit zu haben, sich vorbereiten zu können. Knapp 140 Staaten haben sich unter dem Dach der Industriestaaten-Organisation OECD auf die Steuerreform mit zwei Säulen geeinigt.

Kernstück ist eine Mindeststeuer für internationale Konzerne in Höhe von 15 Prozent. Dies soll die Verlagerung von Aktivitäten in Steueroasen zumindest eingrenzen. Die neuen Regeln sehen auch eine Besserstellung von Schwellenländern vor. Sie sollen deutlich mehr Steuereinnahmen von den größten Konzernen der Welt abbekommen.

Mehr: Russen zwischen Wut und Angst: „Gefühl, die Enttäuschung wird groß sein, wenn es nicht zum Krieg kommt“

rtr
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