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Globale KonjunkturWeltbank erhöht globale Wachstumsprognose – Euro-Zone hinkt hinterher

Die Weltbank hebt ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 auf 2,6 Prozent an. Die Eurozone dürfte hingegen weiterhin schwach bleiben. 13.01.2026 - 17:07 Uhr
Die Weltbank hebt ihre Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem Jahr leicht an. Foto: dpa

Die Weltbank erhöht ihre Prognose für die globale Konjunktur im laufenden Jahr leicht und rechnet nun mit 2,6 Prozent Wirtschaftswachstum. Die Anhebung um 0,2 Prozentpunkte gegenüber der Juni-Prognose sei vor allem auf die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft zurückzuführen, hieß es am Dienstag in dem in Washington veröffentlichten halbjährlichen Bericht „Global Economic Prospects“.

Gleichzeitig warnte die Organisation jedoch, das Wachstum sei insgesamt zu schwach, um extreme Armut zu bekämpfen, und zu stark auf die Industriestaaten konzentriert. Für 2025 und 2027 geht die Weltbank jeweils von 2,7 Prozent Wachstum aus.

„Mit jedem Jahr verliert die Weltwirtschaft an Wachstumsfähigkeit, während sie gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber politischer Unsicherheit zu sein scheint“, erklärte Weltbank-Chefökonom Indermit Gill. „Wirtschaftliche Dynamik und Widerstandsfähigkeit können sich aber nicht lange auseinanderentwickeln, ohne dass die öffentlichen Finanzen und die Kreditmärkte Schaden nehmen.“ Sollten sich die aktuellen Prognosen bewahrheiten, wären die 2020er Jahre auf Kurs, das wachstumsschwächste Jahrzehnt seit den 1960er Jahren zu werden.

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Weltbank: Viele Entwicklungsländer werden abgehängt

Gill fügte hinzu, dass das globale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2025 um zehn Prozent höher liege als vor Beginn der Corona-Pandemie – die schnellste Erholung von einer schweren Krise in den vergangenen 60 Jahren. Der Ökonom sagte jedoch, dass viele Entwicklungsländer abgehängt würden und ein Viertel von ihnen, vor allem die ärmsten Länder, mit niedrigeren Pro-Kopf-Einkommen als 2019 zu kämpfen habe.

Für die Schwellen- und Entwicklungsländer prognostiziert die Weltbank eine Verlangsamung des Wachstums auf 4,0 Prozent 2026, nach 4,2 Prozent im Vorjahr. Ohne China stagniere das Wachstum in dieser Ländergruppe jedoch bei 3,7 Prozent. Für China selbst wird eine Abschwächung des Wachstums von 4,9 Prozent im Vorjahr auf 4,4 Prozent erwartet. Die Prognose für die Volksrepublik wurde wegen staatlicher Konjunkturprogramme und gestiegener Exporte in Märkte außerhalb der USA dennoch angehoben.

Die Euro-Zone dürfte sich demnach deutlich schwächer entwickeln. Für sie wird in diesem Jahr nur ein Wachstum von 0,9 Prozent prognostiziert, nach 1,4 Prozent 2025. Im nächsten Jahr dürfte es dann um 1,2 Prozent nach oben gehen – auch dank Mehrausgaben für Verteidigung.

Für die USA als größte Volkswirtschaft der Welt erwartet die Weltbank für 2026 ein Wachstum von 2,2 Prozent, nach 2,1 Prozent 2025. Hier dürften im laufenden Jahr größere Steueranreize das Wachstum stützen. Dies werde jedoch durch die Belastungen aus Zöllen auf Investitionen und Konsum teilweise ausgeglichen, hieß es.

rtr
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