Dow, S&P 500, Nasdaq: Erzeugerpreise bremsen Erholung an der Wall Street
aZinssorgen belasten die globalen Märkte.
Foto: IMAGO/XinhuaDie US-Erzeugerpreise stiegen im September zum Vormonat um 0,4 Prozent, doppelt so stark wie erwartet. Außerdem verringerte sich die Teuerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger stark als erhofft. Die Inflation sei hartnäckig und die Spekulationen auf eine Entspannung verfrüht, sagte Joe Saluzzi, Manager beim Brokerhaus Themis.
Daher erhöhe die Fed die Zinsen in großen Schritten. Ein schnelles Ende dieser Phase sei nicht in Sicht. Bei Investoren gilt als sicher, dass die Fed den Leitzins Anfang November das vierte Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte anhebt.
Einzelwerte im Fokus:
El Pollo Loco: Die Ankündigung einer Sonderdividende und eines Aktienrückkaufs beschert El Pollo Loco den größten Kurssprung seit zweieinhalb Jahren. Die Aktien der Restaurant-Kette steigen an der Wall Street um fast 18 Prozent auf ein Vier-Monats-Hoch 10,70 Dollar. Das Unternehmen will 1,50 Dollar je Aktie an seine Eigner ausschütten und eigene Papiere im Volumen von 20 Millionen Dollar zurückkaufen. Dies zeige die Zuversicht des Managements in die Geschäftsentwicklung, kommentiert Analyst Andy Barish von der Investmentbank Jefferies.
Moderna: Dank der geplanten gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung eines Krebs-Impfstoffs mit Merck & Co winkt den Aktien von Moderna der größte Tagesgewinn seit etwa elf Monaten. Die Titel der Biotech-Firma steigen an der Wall Street um gut 17 Prozent. Das Unternehmen erhält dafür den Angaben zufolge vom Pharmakonzern eine Anzahlung von 250 Millionen Dollar.
Pepsi: Zu den Gewinnern am US-Aktienmarkt zählte Pepsi mit einem Kursplus von vier Prozent. Dank einer robusten Nachfrage und Preiserhöhungen peilt der Getränke- und Knabberartikel-Anbieter ein Umsatzplus von zwölf statt bislang zehn Prozent an. Der Gewinn werde voraussichtlich bei 6,73 statt 6,63 Dollar je Aktie liegen. Pepsi habe zudem mit dem Quartalsergebnis die gestiegenen Erwartungen übertroffen, lobte Analyst Kevin Grundy von der Investmentbank Jefferies. Auf dieser Basis erschienen die Ziele für 2022 konservativ.
Uber, Lyft: Spekulationen auf die Abschwächung oder Verhinderung der geplanten Verschärfung des Gesetzes zur Scheinselbstständigkeit geben Uber und Lyft Auftrieb. Die Aktien der beiden Fahrdienst-Vermittler steigen an der Wall Street um bis zu 6,8 Prozent. Lobby-Gruppen kritisieren ein neues Gesetz, dass es diesen und anderen Firmen erschwert, Fahrer als Selbstständige zu beschäftigen. Experten erwarten einen jahrelangen Rechtsstreit.