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UmsatzprognoseBiontechs Omikron-Boost: Impfstoffhersteller erhöht sein Umsatzziel

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech hat seine Umsatzprognose erhöht. Das Unternehmen profitiert vor allem von Booster-Impfungen gegen die Omikron-Variante. 07.11.2022 - 16:10 Uhr

Durch die verkauften Impfdosen für Corona-Booster-Impfungen erhöht Biontech die Umsatzprognose für 2022.

Foto: dpa

Nach seinem US-Partner Pfizer stockt auch Biontech die Umsatzprognose für dieses Jahr auf. Das Mainzer Biotechunternehmen erwartet nun für seinen Covid-19-Impfstoff einen Umsatz von 16 bis 17 Milliarden Euro statt von 13 bis 17 Milliarden. Schub kommt vom Geschäft mit den neuen Omikron-Boostern. Rund 300 Millionen Dosen der angepassten Impfstoffe wurden bis Mitte Oktober 2022 in Rechnung gestellt, wie Biontech am Montag mitteilte. Insgesamt geht das Unternehmen weltweit in diesem Jahr von bis zu 2,1 Milliarden in Rechnung gestellten Corona-Impfstoffdosen aus.

Pfizer hatte bereits in der vergangenen Woche sein Ziel erhöht und erwartet nun in diesem Jahr einen Covid-19-Impfstoffumsatz von 34 Milliarden Dollar – zwei Milliarden mehr als bislang. Der Konkurrent Moderna musste dagegen seine Prognose wegen Lieferverzögerungen senken und rechnet jetzt mit einem Impfstoffumsatz von 18 bis 19 Milliarden Dollar statt von 21 Milliarden Dollar.

Die Nachfrage nach dem ursprünglichen Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech und Pfizer ging im dritten Quartal deutlich zurück, auch weil eine Liefervereinbarung mit der Europäischen Kommission auf das vierte Quartal verschoben wurde. Von Juli bis September setzte Biontech 3,46 Milliarden Euro um nach mehr als sechs Milliarden vor Jahresfrist. Der Nettogewinn schrumpfte auf 1,78 Milliarden von 3,21 Milliarden Euro. Nach neun Monaten lag der Gewinn mit 7,15 Milliarden Euro aber knapp über dem Vorjahresniveau.

Für einen weiteren Schub könnte – neben den Booster-Impfungen – vor allem eine Zulassung in China sorgen. Dort ist der Impfstoff bislang nicht von den Behörden genehmigt.

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Die Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz brachte immerhin einen kleinen Erfolg. Künftig darf das Biontech-Vakzin an in China lebende Ausländer („Expatriates“) verabreicht werden. Laut Schätzungen sind dies allerdings nur 400.000 – gegenüber einer Gesamtbevölkerung von 1,4 Milliarden Menschen eine geringe Zahl. Die Zulassung für Expatriates könne aber nur ein erster Schritt sein, erklärte Scholz – er hoffe, dass der Kreis der Berechtigten sich bald erweitere. 

Die Einnahmen aus den Corona-Impfstoffen will Biontech nutzen, um schnell weitere Medikamente zu entwickeln. „Die gewonnenen Erkenntnisse bei der Entwicklung von an Omikron angepassten Impfstoffen wollen wir nutzen und das Gelernte auf andere Krankheitsbereiche sowie Produktkandidaten übertragen“, kündigte Biontech-Chef Ugur Sahin an. „Wir bauen unser Covid-19- sowie Impfstoffportfolio im Bereich Infektionskrankheiten weiter aus und erweitern unsere Onkologie-Pipeline.“ 2023 erwartet das Unternehmen Neuigkeiten aus bis zu zehn klinischen Studien im Krebsbereich und den Start von bis zu fünf klinischen Studien für Impfstoffkandidaten gegen Infektionskrankheiten.

Insgesamt entwickelt Biontech derzeit neunzehn Medikamenten-Kandidaten gegen Krebs – mehr als viele etablierte Pharmakonzerne. Die Präparate gegen Krebs befinden sich allerdings in frühen Entwicklungsstadien, mit Zulassungen ist erst in einigen Jahren zu rechnen. Am weitesten fortgeschritten ist neben den Corona-Vakzinen ein Grippeimpfstoff, den Biontech gemeinsam mit seinem US-Partner Pfizer entwickelt. Das Präparat hat mittlerweile die finale Testphase erreicht.

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rtr, sal
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