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+++ Blog zum Wirecard-Prozess +++Rückblick Wirecard-Prozess: Das passierte beim Auftakt vor Gericht

Zweieinhalb Jahre saß Ex-Wirecard-Boss Markus Braun mittlerweile im Gefängnis und wartete auf seinen Prozess. Dieser begann im Dezember in München. Unsere Reporter waren dabei und berichteten live von vor Ort. 12.12.2022 - 17:33 Uhr aktualisiert

Für den Wirecard-Prozess gegen Markus Braun und zwei weitere Ex-Wirecard-Führungskräfte sind 100 Prozesstage angesetzt. Unsere Reporter berichten dabei live aus dem Gerichtssaal.

Foto: imago images, WirtschaftsWoche

Die Reporter der WirtschaftsWoche begleiten den Fall Wirecard seit acht Jahren. 2020 fiel die Erfolgsgeschichte von Wirecard wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Plötzlich war der Dax-Konzern pleite, Wirecard-Vorstandsmitglied Jan Marsalek auf der Flucht und Firmenchef Markus Braun im Gefängnis. Deutschland sah den mutmaßlich größten Betrugsfall der Nachkriegsgeschichte.

Nun, knapp zweieinhalb Jahre nach dem Kollaps, hat in München die Verhandlung gegen Ex-Konzernchef Markus Braun begonnen. Die Anklage wirft dem Manager und zwei mitangeklagten ehemaligen Wirecard-Führungskräften vor, mit Hilfe gefälschter Bilanzen Banken und Kreditgeber um insgesamt 3,1 Milliarden Euro geprellt zu haben. Der Kernvorwurf: Braun und Komplizen sollen eine Bande gebildet haben, die die Bilanzen des Konzerns seit 2015 systematisch fälschte.

Unsere Reporter sind hautnah dabei und berichten für Sie live von vor Ort im Blog über die Geschehnisse im Gerichtssaal:

12.12.2022 – 13:45 Uhr Melanie Bergermann
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und verabschiede mich.
12.12.2022 – 13:45 Uhr Melanie Bergermann
Am Mittwoch ist dann mein Kollege Volker ter Haseborg hier im Gerichtssaal und berichtet was Oliver Bellenhaus zu sagen hat (wenn er denn sprechen darf und die Verhandlung nicht vertagt wird).
12.12.2022 – 13:44 Uhr Melanie Bergermann
Das Gericht beendet die Sitzung für heute.
Am Mittwoch geht es wahrscheinlich weiter. Dann soll Kronzeuge Oliver Bellenhaus aussagen. Es sei denn, das Gericht  gibt dem Antrag von Braun-Anwalt Dierlamm statt und vertagt die Hauptverhandlung erst einmal. 
12.12.2022 – 13:35 Uhr Melanie Bergermann
12.12.2022 – 13:35 Uhr Melanie Bergermann
Wer mehr über den Kronzeugen erfahren will, kann hier nachlesen:
12.12.2022 – 13:33 Uhr Melanie Bergermann
Nach dem Motto: Je mehr er liefert, desto geringer seine Haftstrafe.
12.12.2022 – 13:33 Uhr Melanie Bergermann
Letztlich behaupten die Verteidiger von Braun und von Erffa, dass Kronzeuge Bellenhaus ihre Mandanten nur belaste um so für sich selbst möglichst viel an Strafminderung herauszuholen. 
12.12.2022 – 13:30 Uhr Melanie Bergermann
Stetter: Der zweifelhafte Kronzeuge hat nur einzelne, selektive Dokumente sichergestellt, das waren ausgerechnet solche Dokumente,  mit denen er Herrn von Erffa belasten wollte.
12.12.2022 – 13:29 Uhr Melanie Bergermann
Weil Bellenhaus seinen Telegram-Account unwiederbringlich gelöscht habe, bevor er bei der Staatsanwaltschaft aussagte. Weil er Mails und riesige Mengen an weiteren Daten löschte. Weil er sein Mobiltelefon nicht vorlegen konnte, das angeblich verloren ging. Auch seinen Laptop habe Bellenhaus nicht vorlegen können, sagt Stetter. Das Gerät war angeblich auf der Reise von Dubai nach Deutschland verloren gegangen.
12.12.2022 – 13:26 Uhr Melanie Bergermann
Stetter hält den Kronzeugen der Staatsanwaltschaft - Wirecards früheren Statthalter in Dubai - für zweifelhaft, wie sie nun mehrfach betont hat.
12.12.2022 – 13:21 Uhr Melanie Bergermann
Sabine Stetter, von Erffas Anwältin, erklärt: Der zweifelhafte Kronzeuge (gemeint ist Oliver Bellenhaus, Anm. d. Red.) hat Herrn von Erffa schwer belastet. Seine Angaben wurden von der Staatsanwaltschaft  in weiten Teilen ungeprüft hingenommen. Fadenscheinigen Erklärungen wurde leichtfertig geglaubt.
12.12.2022 – 13:18 Uhr Melanie Bergermann
Von Erffa war soetwas wie der Chefbuchhalter bei Wirecard
12.12.2022 – 13:18 Uhr Melanie Bergermann
Nun gibt die Verteidigerin von Stephan von Erffa ein Eingangsstatement ab.
12.12.2022 – 13:13 Uhr Melanie Bergermann
Eder schließt seinen Vortrag mit folgenden Worten ab: Game over!
12.12.2022 – 13:13 Uhr Melanie Bergermann
Eder zitiert Markus Braun: “Ich habe ja vollen Einblick in die operative und fundamentale Seite der Geschäftsentwicklung”. Doktor Braun ist kein Opfer.
12.12.2022 – 13:09 Uhr Melanie Bergermann
Wer es noch mal nachlesen will:
12.12.2022 – 13:08 Uhr Melanie Bergermann
Eder zitiert Brauns irres Statement nach Veröffentlichung des KPMG-Berichts 2020
12.12.2022 – 13:04 Uhr Melanie Bergermann
Nach meinem Verständnis will Eder darauf hinaus, dass es unplausibel ist, dass Braun von allen Ungereimtheiten nichts mitbekommen hat und selbst Opfer ist.
12.12.2022 – 13:03 Uhr Melanie Bergermann
Eder zählt nun weitere Hinweise auf Ungereimtheiten bei Wirecard auf
12.12.2022 – 13:02 Uhr Melanie Bergermann
Eder verweist jetzt auf einen Deal aus dem Jahr 2015. Wirecard kaufte damals von einem Fonds einen Zahlungsdienstleister aus Indien und zahlte dafür mehr als 300 Millionen Euro. Der Fonds hatte  wenige Wochen zuvor für den indischen Zahlungsdienstleister selbst nur knapp 40 Millionen Euro gezahlt, was bekannt gewesen sei. Aber das habe keinen interessiert.
12.12.2022 – 12:59 Uhr Melanie Bergermann
Eder: Es verwundert, dass der CEO eines DAX30 Unternehmens nicht mitbekommen hat, was über Jahre hinweg  innerhalb seiner Firma geschieht.
12.12.2022 – 12:56 Uhr Melanie Bergermann
Eder: Es gehörte schon immer  zum System der Wirecard auf Angriffe mit einem Gegenangriff zu reagieren.
12.12.2022 – 12:56 Uhr Melanie Bergermann
Bellenhaus-Anwalt Eder: Die Staatsanwaltschaft hat nicht so unzureichend ermittelt, wie es die Verteidigung von Doktor Braun weismachen will. 
12.12.2022 – 12:50 Uhr Melanie Bergermann
Eder: Für das Mitwirken an diesem System, darf ich mich im Namen von Herrn Bellenhaus stellvertretend entschuldigen. Auch wenn er den Schaden nicht wieder gutmachen kann, entzieht er sich zumindest nicht seiner Verantwortung.
12.12.2022 – 12:49 Uhr Melanie Bergermann
Bellenhaus-Anwalt Eder: Wirecard war ein Blendwerk. Herr Bellenhaus hat  Schuld auf sich genommen,  indem er einen Part in dem Blendwerk eingenommen hat. Auch wenn es den wahren Opfern nicht helfen wird, ist es doch so, dass Herr Bellenhaus frühzeitig zu seinen Fehlern stand,  indem er sich aus dem sicheren Ausland freiwillig den deutschen Behörden gestellt hat und auch sein eigenes Fehlverhalten und das anderer offengelegt hat.
meb, vth
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