3 Minuten WiWo: Studie zur Mittelschicht, Kampf gegen das Homeoffice, Ende der Russland-Connection: Ihr Update am Abend
Wer gehört eigentlich (noch) zur Mittelschicht?
Foto: imago imagesGuten Abend aus der WiWo-Redaktion. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alles, was Sie heute wissen müssen, um im Bereich Wirtschaft auf dem Laufenden zu sein. Kurz und knackig, mit Zitaten, Tiefgang, Nutzwert und vor allem dem ganz eigenen WiWo-Blick.
1. Was uns heute beschäftigt hat
- Das Russland-Geschäft ist weggebrochen, BASF wäre die Tochter gerne los: Deshalb spart der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea kräftig, schließt die Hamburger Zentrale und plant die endgültige Loslösung von Russland. Über das harte Ende der Russland-Connection.
- Auf einem Treffen der Immobilienbranche versicherten sich Experten gegenseitig, dass das Schlimmste überstanden sei. Überzeugend war das nicht – zumal der Veranstalter des Events kürzlich Insolvenz anmelden musste.
- Immer mehr Finanzunternehmen in Großbritannien verlangen von ihren Angestellten, sich häufiger im Büro blicken zu lassen. Londons zweites Finanzzentrum Canary Wharf gerät wegen des flexiblen Arbeitens unterdessen zunehmend unter Druck. Wie Londons Finanzsektor das Homeoffice bekämpft.
- Eine neue Studie hat die Mittelschicht in allen europäischen Ländern beleuchtet. Wer zahlt am meisten Steuern, wer kann sich am meisten leisten – und wer zählt überhaupt in welchem Land zur Mitte?
- Vor der Ministerpräsidentenkonferenz attackieren CDU-Vertreter die Ampelkoalition für ihre Wirtschaftspolitik. Vor allem die teuren Strompreise müssten endlich adressiert werden: „Unter den Industrieländern werden wir massiv durchgereicht“, sagte beispielsweise Julia Klöckner, wirtschaftspolitische Sprecherin der Union im Bundestag.
- Die Ampel-Koalition schlägt Ländern, Kommunen und der Opposition einen „Deutschland-Pakt” zur Modernisierung des Landes vor. Das sind die Inhalte.
+++ Schlusskurs: So lief es heute an der Börse +++ Dax: 15.755 Punkte (-0,10 Prozent) +++
2. Was morgen wichtig wird
- Das Münchner Ifo-Institut legt seine aktuelle Konjunkturprognose vor. Das Institut hatte bei seiner Prognose im Juni einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent für dieses Jahr angenommen.
- Außerdem werden die aktuellen Außenhandelszahlen aus China veröffentlicht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten erwarten, dass die Exporte im August um 9,2 Prozent zurückgegangen und die Importe um 9,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat geschrumpft sind.
3. Die steile These fürs After-Work-Event
Carsten Spohr will, dass die Autobauer auf E-Fuels verzichten. Das ist antimarktwirtschaftlich und würde wohl auch die Airline-Passagiere künftig viel Geld kosten, kommentiert WiWo-Redakteur Thomas Stölzel – was Spohr seiner Meinung nach stattdessen tun sollte.
4. Der Tiefgang des Tages
Jahrzehntelang stagnierte die Entwicklung von Medikamenten gegen Alzheimer. Nun mehren sich die positiven Signale. Wie neben großen US-Konzernen ein kleines, ostdeutsches Biotechunternehmen Forschungserfolge erzielt, hat WiWo-Redakteur Jürgen Salz recherchiert.
5. Diese Grafik sagt mehr als 1000 Worte
Der energetische Zustand einer Wohnung wird zunehmend zum Kaufkriterium – regional gibt es große Unterschiede. In Rostock haben 46,9 Prozent der angebotenen Eigentumswohnungen eine Energieeffizienzklasse von D oder besser, in Erlangen 46,2 Prozent. Schlecht schneiden hingegen Wuppertal, Gelsenkirchen und Heilbronn ab.
6. Das können Sie heute Abend für Ihr Geld tun
Chemiegroßhändler Brenntag gehört zu den interessantesten Aktien im Dax. Angriffe von Hedgefonds und Käufe des Großaktionärs schaffen für die Aktie fast eine Win-Win-Situation. WiWo-Börsenexperte Anton Riedl nennt fünf Gründe, warum die Aktie ein Kauf ist.
7. Ihre Meinung ist gefragt
Wir wünschen Ihnen einen anregenden Abend! Schauen Sie sich gerne noch etwas bei uns um. Ansonsten bis morgen an dieser Stelle.